Lille-Präsident Olivier Létang macht provokante Andeutung nach Elfmeter - wurde der BVB vom Schiedsrichter bevorzugt?
Update 13/03/2025 um 13:32 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League knapp 2:1 (0:1) gegen den OSC Lille durch und erreichte das Viertelfinale. Die Entscheidung des Schiedsrichters Sandro Schärer, ein Foul an Serhou Guirassy als Elfmeter zu werten, sorgte jedoch für Diskussionen. Lilles Präsident Olivier Létang äußerte sich mit provokanten Kommentaren zu der umstrittenen Entscheidung.
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Quelle: Perform
"Für mich ist es kein Foul", sagte der Präsident nach dem Spiel in der Mixed-Zone. Dabei sei ihm der Pfiff von Schärer "zu hart" gewesen und aus Sicht des Franzosen nicht unbedingt notwendig gewesen.
Der Präsident des französischen Erstligisten fühlte sich benachteiligt. Der Elfmeterpfiff und der darauf folgende Ausgleich durch Emre Can (54.) hätten aus seiner Sicht das gesamte Geschehen auf den Kopf gestellt.
"Das verändert das ganze Spiel", klagte der 52-Jährige, dessen Team in der zweiten Halbzeit kaum noch Chancen hatte und kurz darauf den 1:2-Rückstand durch Maximilian Beier (65.) hinnehmen musste.
Doch damit nicht genug: Létang hinterfragte auch die Auswahl des Schiedsrichtergespanns und sorgte mit einigen Aussagen für Aufsehen.
Létang: Schiedsrichter-Auswahl "sehr speziell"
"Als es um die Auswahl des Schiedsrichters ging, habe ich gesehen, dass er deutsch-schweizerischer Herkunft ist. Das fand ich schon sehr speziell", sagte Létang und deutete auf eine mögliche Voreingenommenheit des Unparteiischen hin.
"In der Halbzeitpause hat er ausschließlich auf Deutsch mit den Dortmund-Spielern gesprochen", erklärte der Franzose und stellte die Entscheidung, den Schiedsrichter einzusetzen, infrage.
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Schiedsrichter Schärer kommt aus der Züricher Region und somit aus dem deutschsprachigen Teil der Schweiz, wodurch er im Tunnelgang mit den deutschsprachigen BVB-Spielern kommunizieren konnte.
Kehl: "Ein klarer Schubser"
Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund hatten eine andere Sichtweise auf die Elfer-Situation.
"Für mich war da ein klarer Schubser. Wenn es kein Elfmeter gewesen wäre, hätte der VAR die Entscheidung wohl zurückgenommen", erklärte Sebastian Kehl gegenüber "DAZN".
Ähnlich äußerte sich Dortmunds Trainer Niko Kovac nach dem Spiel: "Ich habe die Szene noch nicht gesehen. Ich höre, dass man den Elfmeter geben kann, aber nicht muss. Serhou ist frei durch und wenn er dann leicht berührt wird oder zu Fall kommt, ist das für mich ein Elfmeter."
Lilles Präsident fordert Gelb-Rot
Doch nicht nur die Elfmeterszene sorgte bei Lilles Präsidenten für Ärger.
Er sprach sich auch für eine mögliche Gelb-Rote Karte für Waldemar Anton aus: "Er hat das gleiche Foul wie in der ersten Halbzeit auch in der zweiten Halbzeit begangen. Einmal bekommt er die Gelbe Karte, beim anderen Mal jedoch nicht."
Létang bezog sich dabei auf eine Situation, in der Anton seinem Gegenspieler ohne Chance auf den Ball den Weg versperrte und ihn dabei zu Fall brachte.
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