Paris Saint-Germain kitzelt den FC Liverpool in der Champions League - Ousmane Dembélé und Achraf Hakimi küssen PSG wach
Update 05/03/2025 um 18:40 GMT+1 Uhr
Der FC Liverpool hat sich auf souveräne Art und Weise Platz eins in der Ligaphase der Champions League gesichert - und muss im Achtelfinale ausgerechnet zur Auswärtsreise zum Geheimfavoriten antreten. Hinter Paris Saint-Germain liegt eine Hinrunde der Höhen und Tiefen, mittlerweile ist der neureiche Klub aus Frankreich seit drei Monaten ungeschlagen. Das gelang auch durch einen Hauch von BVB.
Liverpool vs PSG: Brechen die Reds ihren Frankreich-Fluch?
Quelle: Perform
Taucht man tief in die Geschichtsbücher des FC Liverpool ein, kommt doch noch eine wohltuende Erinnerung an die Stadt des Lichts zutage. Am 27. Mai 1981 eroberten die Reds zum dritten Mal in der Vereinshistorie den Europapokal der Landesmeister, im Finale im Pariser Prinzenpark schlugen sie Real Madrid 1:0.
Etwa 44 Jahre später ist Liverpool erneut in der französischen Hauptstadt gefordert, nur dieses Mal geht es im Achtelfinale der Champions League gegen die eigentlichen Hausherren des Stadions: Paris Saint-Germain (Mittwoch, 21:00 Uhr im Liveticker).
Nach dem souveränen Triumph in der Ligaphase der Königsklasse samt sieben Siegen in acht Spielen schien die Truppe von Trianer Arne Slot ein Geburtsrecht auf den Henkelpott zu haben. Die Vorzeichen des Gastspiels in Paris sind jedoch andere.
Trotz der goldenen Erfahrung in den 1980ern ist Frankreich nämlich alles andere als ein gutes Pflaster für den LFC - und PSG mutierte über die vergangenen Wochen zum Geheimfavoriten, der nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Liverpool erwartet ein echter Brocken.
Ex-Dortmunder küssen Paris wach
Ende November war an eine solche Wortwahl kaum zu denken.
Les Parisiens kamen mit dem neuen Gewand der Champions League überhaupt nicht zurecht, stolperten von einem Dämpfer zum nächsten. Drei Spieltage vor Schluss drohte sogar das blamable Vorrundenaus.
Dann gelang dem Klub jedoch die Wende: In 22 Pflichtspielen blieb PSG ungeschlagen, nur dreimal wurde den Franzosen ein Remis abgerungen. Dieser Turnaround trug vor allem die Handschrift eines gewissen Ousmane Dembélé. In diesem Zeitraum steuerte der ehemalige Dortmunder nämlich satte 21 Tore in 17 Partien bei.
Neben Dembélé machte sich mit Achraf Hakimi ein weiterer Ex-BVB-Star unverzichtbar. Unter allen Verteidigern in der Königsklasse kreierte der Marokkaner die meisten Chancen (12) unter hohem Pressing eines Gegenspielers. Darüber hinaus zauberte er unter diesen Bedingungen auch die meisten Assists (4) von allen Spielern in der Champions League.
Enrique: "Es geht nicht nur um Salah"
Doch Liverpool muss sich vor Paris Saint-Germain freilich nicht verstecken. Der souveräne Tabellenführer der Premier League agierte unter den europäischen Top-Klubs bislang am konstantesten, darüber hinaus erlebt Mohamed Salah an der Anfield Road seinen x-ten Frühling.
Doch Trainer Luis Enrique traut seinen Schützlingen den Sturz der roten Überflieger zu, das stark verjüngte PSG könne es mit jedem aufnehmen.
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Mohamed Salah
Fotocredit: Getty Images
"Das ist eine der besten Mannschaften Europas der letzten Jahre", zollte der spanische Übungsleiter dem Gegner auf einer Pressekonferenz Respekt: "Und es geht nicht nur um Salah - sie haben zahlreiche Spieler auf Top-Niveau. Es ist ein sehr komplettes Team, aber dieses Spiel ist für uns eine Gelegenheit zu zeigen, dass wir auf diesem Level mithalten können."
Ballbesitz, unzählige Chancen erarbeiten und den Sack zu machen. Die Herangehensweise der PSG-Boys klingt simpel, die Umsetzung wird aber keineswegs so einfach von der Hand gehen wie in der Zwischenrunde gegen Stade Brest (3:0/7:0). Das weiß aber auch Enrique.
Salah und Co. wie "drei Raketen"
"Sie haben drei Raketen im Angriff, die wie Düsenjäger unterwegs sind. Sie zu stoppen, ist nicht einfach", räumte er ein. "Aber wenn wir es schaffen, unser Spiel durchzusetzen, werden wir weniger leiden. Das Ziel ist es, besser zu sein als der Gegner und ihre gefährlichen Umschaltmomente zu verhindern."
Seinen Spielern scheint Enrique diesen Auftrag jedenfalls erfolgreich vermittelt zu haben, João Neves stellte sich Liverpool bereits am Dienstag verbal entgegen.
"Die beste Art, gegen Salah zu verteidigen, ist, den Ball zu haben. Unsere Strategie ist, den Ball zu kontrollieren, ihn laufen zu lassen und nicht herzugeben", so der Portugiese, dem es nicht an Selbstvertrauen mangelt. "Sie haben großartige Spieler, aber ich denke, wir sind besser."
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Neves sieht PSG "besser" als Liverpools Kollektiv
Quelle: Perform
Die Frankreich-Schwäche des FC Liverpool
Bislang standen sich PSG und Liverpool viermal auf europäischem Parkett gegenüber, beide trugen jeweils einen Sieg davon. Einen Auswärtserfolg verzeichnete dabei keiner der Klubs.
Das passt zur insgesamt ernüchternden Ausbeute des englischen Traditionsvereins auf französischem Boden. In den letzten fünf Auswärtsspielen in Frankreich blieben die Reds ohne Sieg, der letzte Triumph datiert auf den 16. September gegen Olympique Marseille.
Immerhin: Die Pariser Ausbeute gegen Vereine von der Insel ist ebenso alles andere als erbaulich. In 31 Spielen gegen englische Klubs fuhr der Hauptstadtklub nur neun Siege ein, sechs davon im eigenen Stadion.
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Quelle: Perform
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