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Yann Aurel Bisseck steht im Finale der Chamions League gegen Paris Saint-Germain: Eine beachtliche Karriere des deutschen Nationalspielers
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Publiziert 29/05/2025 um 14:47 GMT+2 Uhr
Yann Aurel Bisseck stand einst kurz davor, seine Fußballkarriere an den Nagel zu hängen, um sich ganz auf ein Medizinstudium zu konzentrieren. Doch es kam anders als gedacht: Heute ist der Youngster deutscher Nationalspieler und kämpft am Samstag mit Inter Mailand im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain um Europas Krone.
Yann Aurel Bisseck
Fotocredit: Getty Images
So als Champions-League-Sieger, sagt Yann Bisseck und lacht, "kann man eigentlich auch aufhören mit dem Fußball". Viel besser als mit Inter Mailand nach dem Finale am Samstag (21:00 Uhr) gegen Paris Saint-Germain den Henkelpott in den Nachthimmel zu stoßen, könne es "nicht mehr werden", meint er. Ans Aufhören verschwendet Bisseck trotzdem keinen ernsthaften Gedanken - seine Karriere schien früh genug beendet, ehe sie so richtig begann.
Noch 2021 wurde er bei Vitoria Guimarães in Portugal in die zweite Mannschaft herabgestuft, nach der "dritten erfolglosen Leihe" weg von seinem Stammverein 1. FC Köln dachte Bisseck daran, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Der Plan: "Mit einem Kumpel nach Berlin ziehen. Medizin studieren. Eine WG aufmachen." Vier Jahre später ist er italienischer Meister, Nationalspieler und in München einziger deutscher Champions-League-Finalist.
"Ich habe nie an meinem Talent gezweifelt", sagt Bisseck, doch "dass es jetzt so steil nach oben geht", hat er nicht erwartet. Die vierte Leihe nach Aarhus in Dänemark brachte 2021 die Wende, der ehemalige Kapitän der deutschen U21 empfahl sich für Inter und dort für Bundestrainer Julian Nagelsmann. "Wenn ich daran denke, dass ich fast mit dem Fußballspielen aufgehört hätte, bin ich jetzt extrem froh darüber, wie alles gelaufen ist", sagt er.
Studiert hat der 24-Jährige, der mit 16 Jahren Abi machte, trotzdem - Volkswirtschaftslehre an der Uni Köln und aus der Ferne Media and Marketing Management. In Italien nennen sie ihn "Dr. Bisseck", oder wegen seiner Kraft und Größe (1,96 m) sowie in Anlehnung an seinen Nachnamen "Il Bisteccone", "das große Steak". Für DFB-Abwehrchef Antonio Rüdiger ist Bisseck schlicht: "Ein Genie, ne?!"
Bisseck begeistert mit Bodenständigkeit
Auch Nagelsmann hält große Stücke auf ihn. "Ich finde, dass er sehr viel mitbringt", sagt der Bundestrainer über den Verteidiger, den er im März gegen Italien debütieren ließ und nun fürs Final Four der Nations League nominiert hat: "Er ist ein Spieler mit einem guten, interessanten Karriereverlauf."
Bissecks Wurzeln liegen in Kamerun, seit der U17 spielt er für den DFB, den Adler trug er "schon immer mit großem Stolz auf der Brust". Forsche Töne sind seine Sache nicht. Der gläubige Bisseck, der eine Halskette mit einem großen, goldenen Kreuz trägt, tritt cool, locker und bescheiden auf. Nagelsmann bescheinigt ihm "eine gute Ausstrahlung, ein fröhliches Wesen und Lust auf Fußball".
In Italien hat er die hohe Abwehrschule gelernt. Und das Medizinstudium? Das habe er immer noch im Hinterkopf, sagt Bisseck, aber aktuell zähle vor allem der Fußball. "Ich habe noch 'ne Menge vor!" Auch nach einem möglichen Champions-League-Sieg.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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