Álvaro Arbeloa lässt der Identifikation mit Real Madrid Taten folgen - der richtige Trainer zur richtigen Zeit

Um Real Madrid ranken sich seit dem Rauswurf von Trainer Xabi Alonso immer wieder Gerüchte: Kommt José Mourinho im Sommer? Übernimmt Massimiliano Allegri? All diese Gedankenspiele könnten bald nichtig werden. Mit Álvaro Arbeloa steht womöglich genau der richtige Trainer zur richtigen Zeit an der Seitenlinie. Der langjährige Madrilene lebt die königliche Identität - und liefert Ergebnisse.

Real-Trainer Arbeloa: Dreierpack eine "Belohnung" für Valverde

Quelle: Perform

Álvaro Arbeloa kann seit vergangenem Samstag "in Ruhe sterben". Das gab der Cheftrainer von Real Madrid auf der Pressekonferenz nach dem 4:1-Sieg seiner Mannschaft gegen den FC Elche zu Protokoll.
Ob man das Statement des 43-Jährigen wörtlich nehmen sollte, darf angezweifelt werden. Zumindest zeigt es aber, wie sehr sich Arbeloa mit den Königlichen identifiziert.
Was ihm die vermeintliche Ruhe für sein doch sehr frühes Ableben geben würde, sei nämlich die Tatsache, dass gegen Elche gleich fünf Jugendspieler von Real, sogenannte Canteranos, auf dem Spielfeld standen.
"Für einen Trainer, der selbst aus der Cantera kommt und viele Mannschaften durchlaufen musste, ist es ein sehr glücklicher Tag. Das erfüllt mich mit Stolz", betonte Arbeloa, der in Madrid ausgebildet wurde und insgesamt 238 Spiele für Los Blancos absolvierte.

Sieg gegen City als Ausrufezeichen

Mittlerweile hat der Ex-Profi sogar eine zweite Ausbildung bei Real durchlaufen. Von 2020 bis 2025 war er Trainer in Reals Akademie, übernahm im vergangenen Sommer die zweite Mannschaft und rückte im Januar unverhofft früh zum Cheftrainer des Fußball-Giganten auf.
Seit der Beförderung des Trainer-Eigengewächses läuft es gut - am Prädikat "sehr gut" schraubt Arbeloa spätestens seit dem klaren 3:0-Erfolg über Manchester City im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League.
Die Tür Richtung Viertelfinale schon im Hinspiel so weit aufgestoßen zu haben, ist vor allem Kapitän Federico Valverde zu verdanken, der in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick auf den Rasen des Bernabeú-Stadions zauberte.
Dass der Uruguayer überhaupt in die Situationen kam, seine fußballerische Extraklasse in den gefährlichen Räumen zu beweisen, hat Valverde vor allem einem zu verdanken: Álvaro Arbeloa.

Arbeloa macht auch Superstars besser

Unter Xabi Alonso litt Valverde darunter, deutlich defensiver eingesetzt zu werden. Zwischenzeitlich kam der Spielgestalter sogar als Rechtsverteidiger zum Einsatz und kritisierte das auf einer Pressekonferenz im September öffentlich.
Seit Arbeloa das Ruder übernommen hat, ist Valverde im 4-4-2-System als rechter Mittelfeldspieler gesetzt.
Fußball: Álvaro Arbeloa ist seit Januar 2026 Cheftrainer von Real Madrid

Fußball: Álvaro Arbeloa ist seit Januar 2026 Cheftrainer von Real Madrid

Fotocredit: Getty Images

Der Spanier vertraut mit Arda Güler und Valverde auf den Außenpositionen auf Akteure, die nicht ins klassische Profil eines Flügelspielers passen, das Spiel der Königlichen mit ihren technischen Qualitäten und ihrem Verständnis für Räume aber umso variabler machen.
Valverde ist das Paradebeispiel für einen Spieler, dem der Trainerwechsel gutgetan hat.

Jugend forscht - mit Erfolg

Und dann wären da ja noch die Canteranos, deren Einsatz Arbeloa offenkundig eine überweltliche innere Ruhe geben.
Die 18-jährigen Thiago Pitarch, Diego Aguado und Daniel Yáñez sind allesamt noch für die U19 spielberechtigt, bekamen gegen Elche aber Einsatzminuten vor über 70.000 Zuschauern.
Thiago Pitarch startet seit Beginn 2026 bei Real Madrid durch

Thiago Pitarch startet seit Beginn 2026 bei Real Madrid durch

Fotocredit: Getty Images

Mit Manuel Ángel und César Palacios brachte Arbeloa dazu noch zwei Spieler aus Castilla, der zweiten Mannschaft der Madrilenen, ins Spiel. Nach den Abschieden von Stützen wie Toni Kroos oder Luka Modric in den vergangenen Jahren, scheint die Zeit für die eigene Jugend gekommen. Ein Modell, das beim FC Barcelona seit langer Zeit Früchte trägt.
"Das ist ein Tag, an den sich der Madridismo erinnern wird, und ich bin mir sicher, dass die Fans genossen haben, was sie da gesehen haben", sagte der 43-Jährige über die Einsatzflut der Eigengewächse, die mit dem klaren 4:1-Erfolg belohnt wurde.

Arbeloa: Der Weg zur langfristigen Festanstellung

Dass trotz der maximalen Identifikation des amtierenden Trainers immer wieder prominente Nachfolgekandidaten durch die spanische Hauptstadt schwirren, gehört zum Geschäft.
Die gute Nachricht für Arbeloa: Er hat es in der eigenen Hand. In der Liga ist Real mit vier Punkten Rückstand zwar auf Patzer des FC Barcelona angewiesen, in der Champions League hat sich der Rekordsieger mit dem klaren Sieg über Manchester City aber deutlich klarer in den Favoritenkreis gehievt, als es vorher denkbar gewesen wäre.
Einen frisch gebackenen Champions-League-Sieger trotz laufenden Vertrags auszutauschen, würde wohl selbst Real Madrid schwerfallen. Den nächsten Schritt in Richtung Weiterbeschäftigung kann Arbeloa im Rückspiel am Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) gehen.
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Quelle: Perform


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