Barca-Trainer Hansi Flick hadert nach Pleite beim FC Chelsea - Lamine Yamal und Co. erleben "beschissenen Abend"

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Chancenverwertung, Platzverweis, Ballverluste: Nach der 0:3-Pleite in der Champions League beim FC Chelsea hat Barça-Coach Hansi Flick mit dem Spielverlauf gehadert. "Wir sind sehr gut ins Match gestartet, hatten eine große Möglichkeit, das erste Tor zu erzielen. Mit der Roten Karte hat sich natürlich alles geändert", sagte der Ex-Bundestrainer. In der spanischen Presse hagelte es scharfe Kritik.

Flick nach Pleite: "Rote Karte hat alles geändert"

Quelle: Perform

Am 5. Spieltag der Champions-League-Ligaphase hatte Mittelstürmer Ferran Torres (6.) die frühe Führung für den FC Barcelona auf dem Fuß, schoss relativ freistehend aus zentraler Position aber rechts am Pfosten vorbei.
Nach einem kuriosen Eigentor durch Barça-Rechtsverteidiger Jules Koundé (27.) schwächte Defensivmann Ronald Araujo (44.) die Katalanen dann zusätzlich, als er kurz vor der Pause nach einem ungestümen Zweikampf im Mittelfeld gegen Chelsea-Linksverteidiger Marc Cucurella mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.
"Es war nicht der richtige Moment, es war nicht das richtige Spiel", bewertete Flick die Ampelkarte seines Innenverteidigers. Gegen eine "fantastische Mannschaft" wie dem FC Chelsea in Unterzahl zurückzukommen, sei nicht einfach. "Wir müssen die Niederlage akzeptieren", so der 60-Jährige.
Sein Team habe am Dienstagabend "einige wichtige Bälle verloren", führte Flick auf der Pressekonferenz nach der 0:3-Klatsche aus: "Das ist meiner Meinung nach auch der Schlüssel zum heutigen Spiel. Wir waren auch im Angriff nicht in der Lage, den Ball zu halten."
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Hadert mit der Niederlage, aber bleibt positiv: Barca-Trainer Hansi Flick.

Fotocredit: Getty Images

Auch die fehlende Aggressivität der Katalanen - Araujos Platzverweis ausgeklammert - monierte Flick. Chelsea habe körperbetonter gespielt und sei dynamischer in die Zweikämpfe gegangen. "Das ist auch das, was ich von meiner Mannschaft erwarte", betonte der Deutsche. Gerade gegen einen Klub aus der Premier League müsse sein Team "etwas mehr kämpfen und auch aggressiver spielen".

Spanische Presse zerreißt den FC Barcelona

Anders als Flick, der diplomatische Worte wählte, fasste Eric García den Auftritt deutlich drastischer zusammen. "Was für ein beschissener Abend", schimpfte der Barça-Verteidiger angefressen: "In solchen Spielen muss man konkurrenzfähiger sein. So ist es unmöglich, zu gewinnen."
Erstmals seit 22 Champions-League-Partien war Barça ohne eigenen Treffer geblieben. Die spanische Presse ging den empfindlich abgewatschten FC Barcelona entsprechend wenig zimperlich an. Ein "schrecklicher Abend", "unverzeihliche Fehler" und "eine dunkle Nacht" - die Schlagzeilen überboten sich an Pessimismus.
Von einem "harten Realitätsschock" schrieb die Zeitung "Sport". Der Tabellenzweite der englischen Premier League sei "in Sachen Tempo und Präzision weit überlegen" gewesen. Laut der "Marca" hat Barca nun "keinen Spielraum mehr für Fehler".

Flick bleibt dennoch positiv

Trotz der am Ende deutlichen und verdienten Niederlage an der Londoner Stamford Bridge hob Flick mehrfach hervor, dass er "einige wirklich positive Dinge meiner Mannschaft gesehen" habe. Konkreter wurde der Coach des spanischen Double-Siegers dabei aber nicht.
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Nach dem Platzverweis von Ronald Araujo musste das Flick-Team in Unterzahl spielen.

Fotocredit: Getty Images

Zugleich betete Flick fast gebetsmühlenartig herunter, dass er "positiv auf die nächsten Spiele" in der Champions League blicke: "Wir haben drei Spiele und neun Punkte zu gewinnen. Ich bin wirklich positiv gestimmt und denke positiv darüber. Wir können das schaffen."
Nach fünf Spieltagen in der Königsklasse rangiert der FC Barcelona mit nur sieben Punkten auf Platz 15 der Tabelle. Um die direkte Qualifikation für das Achtelfinale zu schaffen, dürfen sich die Katalanen in den restlichen drei Partien der Ligaphase gegen Eintracht Frankfurt (9. Dezember), bei Slavia Prag (21. Januar) und gegen den FC Kopenhagen (28. Januar) keine Blöße geben.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport


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