Borussia Dortmund - Kapitän Nico Schlotterbeck nach Remis gegen Bodö/Glimt stinksauer: "Einfach richtig schlecht"
Borussia Dortmund musste am 6. Spieltag der Champions-League-Ligaphase einen herben Rückschlag im Kampf um eine Top-8-Platzierung wegstecken. Gegen den norwegischen Außenseiter Bodö/Glimt reichte es trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 (1:1). Entsprechend harsch fielen die Reaktionen aus. "Es ist nicht bitter, sondern einfach richtig schlecht", wurde Nico Schlotterbeck bei "DAZN" deutlich.
BVB-Coach Kovac angefressen: "Geht mir richtig auf den Zeiger"
Quelle: Perform
Der Kapitän war angefressen, sehr angefressen. "Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball. Wenn man reinkommt nach 60 Minuten, erwarte ich 30 Minuten Volldampf", äußerte Nico Schlotterbeck nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Bodö/Glimt harsche Kritik an den Einwechselspielern.
Trainer Niko Kovac brachte im Spielverlauf mit Daniel Svensson, Karim Adeyemi, Serhou Guirassy, Emre Can und Julian Ryerson fünf frische Kräfte - kein Wechsel führte zur gewünschten Kontrolle, defensiven Stabilität oder offensiven Durschlagskraft, um das Match vorzeitig zu entscheiden.
"Es war eines meiner schlechtesten Spiele dieser Saison. Ich bin nicht gut reingekommen", ging Joker Adeyemi hart mit sich selbst ins Gericht. Die Tatsache, dass er erst nach 67 Minuten aufs Feld kam und entsprechend begrenzt Zeit hatte, Akzente zu setzen, lasse er nicht als "Ausrede" gelten. "Wir müssen jedes Spiel gewinnen, koste es, was es wolle."
Aus der Sicht von Schlotterbeck haben indes längst nicht alle Profis im BVB-Kader diese Einstellung verinnerlicht. "Nicht allen war bewusst, wie wichtig es war. Jetzt musst du wieder zwei Spiele gewinnen, weil es sonst nicht für die Top 8 reicht. Dann hast du zwei Partien mehr und man regt sich dann darüber auf", so der 26-Jährige. Er sei in der Halbzeitpause "laut" geworden gegenüber den Kollegen, genutzt habe das letztlich nichts.
Kovac wird deutlich: "Komplett geärgert hat mich ..."
Kovac bezeichnete die Leistung seiner Mannschaft als "definitiv zu wenig", er habe sich mehr erwartet. "Komplett geärgert hat mich, dass wir mit einem Mann weniger den Gegentreffer kassieren", spielte der Coach auf das 2:2 durch Jens Petter Hauge an.
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Jens Petter Hauge trifft zum 2:2 für Bodö/Glimt bei Borussia Dortmund
Fotocredit: Getty Images
Das Tor fiel in dem Moment, als Aaron Anselmino verletzungsbedingt nicht mehr und Einwechselspieler Can noch nicht auf dem Platz stand.
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Schlotterbeck echauffierte sich derweil über die Art und Weise, wie die Borussia in der Schlussphase auftrat. "Die letzte Viertelstunde haben wir unfassbar unsauber gespielt. In den fünf Minuten der Nachspielzeit hatte Bodö mehr Ballbesitz als wir. Das kann nicht der Anspruch sein, vor allem nicht in einem Heimspiel. Das ist zu wenig", polterte der Innenverteidiger.
Schlotterbeck: "Das Spiel zu killen, ist eine Qualitätssache"
"Winner-Mentalität", ergänzte Schlotterbeck, bedeute auch, "das Spiel zu killen. Das haben wir gar nicht hinbekommen. Wir chippen vor dem Keeper, umkurven noch ein, zwei Spieler. Wir wollen es schön machen, aber das reicht nicht. Wir können hier auf 13 Punkte kommen, und manchen war nicht bewusst, wie wichtig das ist. Das Spiel zu killen, ist eine Qualitätssache."
Eine weitere Qualität besteht darin, die richtigen Schlüsse zu ziehen, um in den beiden ausstehenden Partien bei Tottenham Hotspur und zuhause gegen Inter Mailand den anvisierten Top-8-Platz einzufahren. Es wird ein verdammt schwerer Gang.
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Kovac über Kritik von Schlotterbeck: "Verstehe die Frustration"
Quelle: Perform
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