Dante spielt mit 41 Champions-League-Quali: Ex-Bayernspieler träumt in seiner letzten Saison von Duell mit dem Ex-Klub

Im Jahr 2013 gewann Dante als Stamm-Innenverteidiger mit dem FC Bayern München das Triple. Zwölf Jahre später betritt der Brasilianer als Spieler von OGC Nizza noch einmal die ganz große Bühne: Champions-League-Quali gegen Benfica Lissabon - und das mit 41 Jahren. Für seine Mitspieler ist er eine Art Vaterfigur und träumt in seiner finalen Saison als Profi von einem letzten epischen Duell.

Dante spielt seit 2016 bei OGC Nizza

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Amidou Doumbouya 18 Jahre. Juma Bah 19 Jahre. Badredine Bouanani 20 Jahre. Mohamed-Ali Cho 21 Jahre. Dazu noch das 16-jährige Mittelfeldtalent Djibril Coulibaly - OGC Nizza stellt den jüngsten Kader der französischen Ligue 1.
Wäre da nicht ein Spieler, der den Altersschnitt des Klubs von der Côte d’Azur versaut: Dante Bonfim Costa Santos, genannt Dante. Der Kapitän der Mannschaft wird im Oktober 42.
Leistungsmäßig gehört der Brasilianer aber noch längst nicht zum alten Eisen. Seit Dante 2016 vom FC Bayern nach Nizza ging, beendete der Verein jede Spielzeit unter den ersten Zehn der Ligue 1 - mit dem Höhepunkt in der letzten Saison. Nizza rettete Platz vier ins Ziel und darf in der Champions-League-Qualifikation antreten. Am Mittwoch (21:00 Uhr im Livescoring) steht das Hinspiel der dritten Runde gegen Benfica Lissabon an.
Damit kommt Dante fast genau 17 (!) Jahre nach seinem ersten Auftritt in der CL-Quali nochmals auf die große Bühne: Im August 2008 duellierte er sich im Trikot von Standard Lüttich mit dem FC Liverpool (und scheiterte knapp in der Verlängerung).
Dante übernimmt im Kader von Trainer Franck Haise nach wie vor eine Schlüsselrolle ein. Er ist als Abwehrchef Kopf der Mannschaft und für viele seiner Mitspieler, die altersmäßig seine Söhne sein könnten, Vorbild.

Dante: "Fußball wird mit dem Kopf gespielt"

"Dante hat schon jetzt ein einmaliges Vermächtnis in Nizza hinterlassen. Die jungen Spieler schauen zu ihm auf und eifern ihm nach", sagte Haise über seinen verlängerten Arm auf dem Platz. Dantes Spitzname ist "pai", portugiesisch für Vater.
"Ich spiele mit vielen Jungs aus einer anderen Generation. Wenn du ihnen etwas mitzugeben hast, musst du auch wissen, wie du es ihnen vermittelst. Ich habe verstanden, was ihre Mentalität ist, wie sie leben, wie sie denken, wie sie arbeiten. Ich bin eine Art Vater für sie und helfe ihnen dabei, sich weiterzuentwickeln und das Beste aus ihrer Karriere herauszuholen", sagte Dante im Mai in einem Interview mit "transfermarkt.de".
Seine Energie zieht Dante in erster Linie aus seiner mentalen Stärke. "Die Beine sind nur das Werkzeug, Fußball wird mit dem Kopf gespielt. Der Kopf muss immer auf der Höhe sein, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Das ist am wichtigsten, es ist wirklich der größte Unterschied. Du musst auf dem Platz intelligent sein, viel kommunizieren und viel antizipieren", erklärte er.
Er könne aber nur mit über 40 noch auf hohem Niveau spielen, "weil ich den Fußball so sehr liebe. Er weckt in mir die Emotion, glücklich zu sein. Schon als kleiner Junge war ich ganz verrückt danach. Ich fand es schon immer besser, mir ein Spiel anzugucken, als ins Kino zu gehen."
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Größter Triumph: Dante gewinnt 2013 mit dem FC Bayern die Champions League

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2026 soll Schluss mit Profifußball sein

2026 soll dennoch Schluss sein. Dante hat den Zeitpunkt seines Karriereendes bewusst gewählt: "Nach 23 Jahren als Profi kann ich nicht von einem Tag auf den anderen aufhören. Ich würde nicht wissen, was ich machen soll. Ich wäre verloren. Für mich ist es so die beste Entscheidung, weil ich die Zeit habe, meinen Kopf und den nächsten Schritt vorzubereiten."
Fußball habe ihm alles gegeben und er sei jeden Tag dankbar dafür. Aber Dante will auch das Leben genießen. "Wenn vor einem Spieltag der Geburtstag eines Freundes oder eines Familienmitglieds ist, alle gut drauf sind, feiern und Wein trinken, dann kann ich nicht richtig mitmachen. Ich muss diszipliniert bleiben und mich immer wieder dafür entscheiden, nicht so viel Gas zu geben."
Für seine zehnte und letzte Saison in Nizza hat Dante noch ein letztes großes Ziel: An der Champions-League-Fußball an der Côte d’Azur - am liebsten gegen den Ex-Klub. Dante: "Einmal noch gegen die Bayern antreten zu dürfen, würde meiner Karriere die Krone aufsetzen."
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Quelle: Perform


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