Drei Dinge, die bei FC Bayern München vs. Atalanta Bergamo auffielen: Die schwarze Bestie hat wieder mächtig Hunger
Der FC Bayern hat sich souverän für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Der deutsche Rekordmeister, der das Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo dank einer Galavorstellung 6:1 gewonnen hatte, gab sich auch im zweiten Duell keine Blöße und siegte 4:1. Der kommende Gegner Real Madrid ist also gewarnt - die schwarze Bestie hat Hunger. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany lobt Bayern-Auftritt: "Niemand schießt vier Tore gegen Atalanta"
Quelle: Perform
Real Madrid kann kommen! Der FC Bayern hat Dortmund-Schreck Atalanta Bergamo auch dank seines Torgaranten Harry Kane souverän ausgeschaltet und bekommt jetzt einen Viertelfinal-Kracher gegen den Rekordsieger der Champions League. Nach dem 6:1 in Italien gewannen die Münchner auch ihr Achtelfinal-Rückspiel 4:1 (1:0) und stehen zum siebten Mal in Serie in der Runde der Top Acht.
Dort kommt es zum 14. K.o.-Duell mit Real, das die jüngsten vier Vergleiche zwar allesamt für sich entschieden hat, mit Blick auf die aktuelle Form der "bestia negra" (so wurde der FC Bayern einst ehrfürchtig von Spaniens Presse genannt) aber durchaus Respekt haben dürfte.
Kane stellte die Weichen per Handelfmeter und mit einem Traumtor in den Winkel (25., 54.) früh auf Sieg, der zweite Treffer war sein 50. in der Königsklasse. Der mutmaßliche Neu-Nationalspieler Lennart Karl (56.) und Luis Díaz (70.) erhöhten für die stets gierigen Hausherren.
Drei Dinge, die bei FC Bayern vs. Atalanta Bergamo auffielen.
1.) Die schwarze Bestie hat Hunger
Real Madrid gegen den FC Bayern - wohlklingender kann ein Duell kaum sein. Das höchste Regal des europäischen Vereinsfußballs, ein Klassiker.
In den vergangenen Jahrzehnten trafen die beiden Schwergewichte immer wieder aufeinander, mit der Zeit verzweifelten die Königlichen am FCB, der ehrfürchtige Spitzname "la bestia negra", die schwarze Bestie, etablierte sich in der spanischen Presselandschaft.
Steht mal wieder eine Begegnung an, wird die schwarze Bestie aus der medialen Mottenkiste hervorgekramt, zuletzt hatten sich die Kräfteverhältnisse jedoch verschoben, das Münchner Monstrum war gegen Real mitunter zahnloser dahergekommen.
Diesmal - und das haben die jüngsten Bayern-Leistungen gezeigt - sollten die Alarmglocken der Spanier aber wieder lauter schrillen, die Bestie hat nämlich Hunger. Heißhunger. Die Hinspiel-Gala in Bergamo hätte die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany dazu veranlassen können, in den berüchtigten Verwaltungsmodus zu schalten.
Doch Kompanys Handbuch beinhaltet kein Programm namens Schonwaschgang, das Team steht stets unter Hochspannung, will Tor um Tor erzielen. "Ich bin immer stolz auf die Jungs. Es ist nicht einfach, nach so einem Hinspiel nochmal so auf den Platz zu gehen und so abzuliefern", lobte der Coach im Nachgang bei "DAZN".
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Der FC Bayern hat gegen Atalanta Bergamo locker das Viertelfinale erreicht
Fotocredit: Getty Images
Auch Kane, der im Vorfeld seines zweiten Treffers gefühlt die gesamte Bergamasken-Abwehr auf Bierdeckelradius der Lächerlichkeit preisgegeben hatte, schwärmte von der dauerhaften Galligkeit: "Wenn du das Hinspiel so hoch gewinnst, besteht die Gefahr, dass du die Zügel im zweiten Spiel ein bisschen schleifen lässt. Das haben wir aber nicht getan. Wir haben von der ersten bis zur 95. Minute die Konzentration hochgehalten."
Fest steht: Die Bayern müssen sich in dieser Spielzeit vor niemandem fürchten - auch nicht vor dem alten Rivalen aus der spanischen Hauptstadt. Ganz im Gegenteil: Die schwarze Bestie hat nämlich längst die Zähne gefletscht.
2.) Jugend forscht zu später Stunde
Deniz Ofli brauchte nach seiner Einwechslung (56.) nur ein paar Sekunden, um sein Können unter Beweis zu stellen. Auf der linken Außenbahn jagte der 18-Jährige seinem Gegenspiele Raoul Bellanova die Kugel ab und leitete mit einem punktgenauen Pass auf Kane das 3:0 ein.
Der englische Superstar bedachte das Juwel prompt mit einer väterlichen Umarmung und machte so den Einstand nach Maß für Ofli perfekt.
"Wir hatten es gerade in der Kabine darüber. Jeder hat Bock zu kicken und jeder von den Jungs hat die nötige Qualität. Wenn Harry auf dich zukommt, gibt das nochmal einen Push, das fühlt sich natürlich geil an", sagte Tom Bischof nach der Partie bei "DAZN", als er mit Oflis Blitz-Torbeteiligung konfrontiert wurde.
Doch Ofli war nicht der einzige Champions-League-Debütant aufseiten der Münchner - Filip Pavic, in der 72. Minute für Josip Stanisic eingewechselt, kam ebenfalls zu seiner Premiere auf der großen Bühne und avancierte mit 16 Jahren, einem Monat und 27 Tagen zum jüngsten eingesetzten Spieler in der Königsklassen-Historie der Bayern.
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Filip Pavic (FC Bayern) feierte sein Champions-League-Debüt gegen Atalanta Bergamo
Fotocredit: Getty Images
Übrigens: Aufgrund der fehlenden Volljährigkeit und der fortgeschrittenen Uhrzeit musste Pavic für seinen Auftritt eine Sondergenehmigung einholen. "Es ist nicht einfach beim FC Bayern Minuten zu bekommen. Ich hoffe, sie genießen diese Momente. Pavic trainiert schon ein Jahr mit uns, obwohl er so jung ist", sagte Kompany.
Sportdirektor Max Eberl schob mit Blick auf die Leistung der beiden Jungspunde in der Mixed Zone nach: "Beide haben sich sehr solide eingefügt, man hat überhaupt keinen Abfall bemerkt. Im Gegenteil."
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Kompany: Real? "Keine Lust zu entscheiden, wer Favorit ist"
Quelle: Perform
3.) Zwei DFB-Neulinge betreiben Eigenwerbung
Je später der Abend wurde, desto mehr Informationen bezüglichen Kadernominierung für die beiden anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana sickerten durch.
Erst berichteten diverse Medien übereinstimmend, dass Karl erstmals für die A-Nationalmannschaft berufen wird, während des Spiels machten weitere Meldungen die Runde, wonach auch Neuer-Ersatz Jonas Urbig von Bundestrainer Julian Nagelsmann berücksichtigt wurde.
Er sei in den Katakomben bereits auf seine Nominierung aufmerksam gemacht worden, gab Urbig bei "DAZN" zu Protokoll, aber er habe bislang noch nicht auf sein Handy geschaut. Eine Verifizierung stand also noch aus.
Sowohl er als auch Karl betrieben jedenfalls reichlich Eigenwerbung, rechtfertigten die mutmaßliche Berücksichtigung. Urbig, zuletzt wegen einer Gehirnerschütterung zum Zuschauen verdammt, entschärfte bis zum 4:1 sämtliche Atalanta-Annäherungsversuche in teils beeindruckender Manier (7 Paraden), Karl wusste - Vorsicht, Phrase - nicht aufgrund seines Tores zu überzeugen, sondern setzte auch darüber hinaus - Vorsicht, Phrase - immer wieder Nadelstiche.
Mit einem sehenswerten Chip aus der eigenen Hälfte setzte er Díaz vor dem 4:0 in Szene, zudem verbuchte er mit sechs Torschüssen die meisten Abschlüsse aller Spieler auf dem Platz.
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Senegal wird Titel aberkannt: Die Chronolgie des Final-Chaos
Quelle: Perform
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