Drei Dinge, die bei FC Bayern gegen Real Madrid auffielen: Die "Bestia Negra" frisst Real auf und Neuer wird zum Hexer
Update 08/04/2026 um 08:28 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München träumt nach dem 2:1 (1:0)-Hinspielsieg im Viertelfinale bei Real Madrid fest vom Titel in der Champions League. Der erste Schritt in Richtung Halbfinale ist gemacht, auch, weil der Matchplan von Trainer Vincent Kompany perfekt aufgegangen ist. Zudem zeigte Manuel Neuer, warum er mit 40 Jahren immer noch zu den besten Torhütern der Welt gehört. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany: "Werde in den Köpfen alles auf Null setzen"
Quelle: Perform
Lange Zeit galt sie als unbezwingbar, die Festung Bernabéu. Zumindest für den deutschen Rekordmeister.
Seit 2001 hatte der FC Bayern München nicht mehr in der Heimstätte von Real Madrid gewonnen (der Sieg im Halbfinal-Rückspiel im Elfmeterschießen 2012 mal ausgeklammert). Auf dem Weg zum Gewinn des Henkelpotts schlugen Giovane Elber, Stefan Effenberg und Co. das damalige Star-Ensemble um Zinédine Zidane mit 2:1.
Dasselbe Ergebnis fuhren die Münchner nun 25 Jahre später ein, auch, weil der inzwischen 40-jährige Manuel Neuer eine überragende Leistung abrief - während seine Vorderleute den "angstfreien" Matchplan von Trainer Kompany zu großen Teilen perfekt umsetzte.
Drei Dinge, die im Viertelfinal-Hinspiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern im Bernabéu auffielen.
1.) Die "Bestia Negra" ist hungrig: Bayern frisst Real auf
"Ohne Angst reingehen, nicht daran denken, was passiert, wenn wir verlieren. Lasst uns versuchen, einfach Bayern zu sein."
Die Vorgabe von Trainer Vincent Kompany vor dem Anpfiff in Madrid war eindeutig. Mit dem Selbstverständnis des souveränen Bundesliga-Tabellenführers gingen Harry Kane und Co. in die Partie - und machten von Beginn an deutlich, dass hier nur der Sieg zählte.
Von Minute eins an schnürten die Münchner die Hausherren in deren Hälfte ein, liefen oft mit zwei, drei Spielern an und generierten nach hohen Balleroberungen Gefahr.
So beispielsweise geschehen nach einer knappen halben Stunde, als Thiago Pitarch ein haarsträubender Fehler im Aufbau unterlief, Serge Gnabry aber schlug diese Einladung zum 1:0 aus (28.).
Ein weiteres Positiv-Exempel: Im Vorfeld des 2:0 gelang Aleksandar Pavlovic nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff ein entscheidender Ballgewinn beim Nach-vorne-Verteidigen.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die mega-aggressive Spielweise des deutschen Rekordmeisters auch immer wieder zu guten Umschaltaktionen für den Gegner führte: Gleich mehrere Großchancen für Real vereitelte ein an diesem Abend glänzend aufgelegter Manuel Neuer.
2.) Retro-Neuer avanciert zum Hexer
Überhaupt, dieser Manuel Neuer: Er war der Mann des Abends.
"Unmenschlich!", "überragend", "der beste Torwart der Welt" - die Superlative gingen den Beobachtern um "Prime Video"-Experte Christoph Kramer bei der Beurteilung der Leistung des Weltmeisters von 2014 - natürlich der "Man of the Match" - beinahe aus.
Kollege Mats Hummels kommentierte: "Eins mit Sternchen, Weltklasse-Leistung. Er ist so schlau im Tor und weiß, was er wann machen muss, das ist das Beeindruckendste an ihm."
Kylian Mbappé (16., 29.) und Vinícius Júnior (18., 61.) verzweifelten in schöner Regelmäßigkeit am inzwischen 40-Jährigen, dem sein Alter zu keiner Zeit der Partie auch nur ansatzweise anzumerken war.
Im Gegenteil: Beinahe noch hätte Neuer den Anschlusstreffer des Franzosen (74.) auch noch vereitelt. Das Gegentor ärgerte den so ehrgeizigen Schlussmann trotz seiner Gala-Vorstellung kolossal.
"War der erste schon drin? Ist ja 'ne Frechheit", sagte der Kapitän im Anschluss bei "Prime Video" und fügte scherzend hinzu: "Ist ein Torwartfehler dann."
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Manuel Neuer hält im Champions-League-Viertelfinale gegen Kylian Mbappé
Fotocredit: Getty Images
"Schade, dass es kein 2:0 geworden ist", resümierte er, "aber man weiß ja, wie gefährlich Real Madrid ist. Es wird eine harte und schwere Aufgabe in München."
Wenn Neuer dann allerdings ebenso gut aufgelegt sein sollte wie im Bernabéu, dürften Reals Stürmer gewarnt sein.
3.) Mbappé hält Real am Leben
Manchmal wirkt es, als sei Kylian Mbappé noch nicht hundertprozentig in Madrid angekommen. Der Franzose wird trotz seiner 39 Tore in 37 Pflichtspielen in dieser Saison unverhältnismäßig hart in der spanischen Öffentlichkeit kritisiert.
Erst vor wenigen Wochen monierte die spanische "AS", dem Weltmeister von 2018 fehle "die Empathie, um zu verstehen, was der Verein braucht, um eine echte Bindung zu ihm aufzubauen und die Herzen der Madrider Fans zu gewinnen. Er ist in der Lage, viele Tore zu erzielen, aber er muss seine Einstellung überdenken."
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Arbeloa adelt Mbappe trotz Niederlage: "Der beste der Welt"
Quelle: Perform
Nun ja, nach dem Viertelfinalhinspiel gegen den FC Bayern dürften sich die Fans der Königlichen bei Mbappé erkenntlich zeigen - nur dank seines Treffers in der 74. Minute hat Real noch ziemlich berechtigte Chancen, trotz der Niederlage noch das Halbfinale zu erreichen.
Gemeinsam mit Vinícius Júnior bildet der 27-Jährige eines der "besten Angriffsduos der Welt", musste auch Bayern-Kapitän Neuer zugeben: "Im Eins-gegen-eins, wenn sie viel Raum haben, ist es sehr hart."
Die Torgefahr, die Mbappé auf dem Platz ausstrahlt, kann auch die Hintermannschaft des FC Bayern schwer für 90 Minuten vollumfänglich bannen. Umso wichtiger für Madrid, dass der Franzose mit seinem Treffer vor dem Rückspiel (15. April, 21:00 Uhr im Liveticker) noch einmal Selbstvertrauen tanken konnte.
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"La Bestia Negra" ist zurück: Bayern triumphiert gegen Real
Quelle: SID
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