Champions League: Drei Dinge, die beim FC Bayern gegen den FC Chelsea auffielen - Olise ist auch ohne Tor bester Mann
Update 18/09/2025 um 09:07 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München ist mit einem 3:1 (2:1)-Erfolg gegen den FC Chelsea in die Champions League gestartet und hat dabei bewiesen: Die Außenseiterrolle steht der "TSG Hoffenheim" der Königsklasse. Zumal Michael Olise auch brilliert, wenn er nicht trifft. Lediglich in der Defensive hat die Mannschaft von Vincent Kompany Nachholbedarf. Drei Dinge, die beim FC Bayern gegen den FC Chelsea auffielen.
Kompany nach Sieg zufrieden: "Ein gutes Gefühl"
Quelle: Perform
Der 3:1 (2:1)-Sieg zum Champions-League-Auftakt gegen den FC Chelsea war für den FC Bayern ein echter Statement-Erfolg. Nicht nur feierte der deutsche Rekordmeister einen souveränen Erfolg gegen den amtierenden Klub-Weltmeister.
Nein, die Münchner bauten auch ihre Rekordserie aus: Es war der 22. Sieg zum Start der Königsklasse seit 2002. Die Außenseiterrolle, die dem deutschen Meister vor der Partie von einigen Experten - und auch von Ehrenpräsident Uli Hoeneß - angedichtet wurde, widerlegte er eindrucksvoll.
Harry Kane traf doppelt, Michael Olise aber stach auch ohne eigenes Tor mit seiner Genialität hervor. In der Defensive droht dem Bundesligisten allerdings Ungemach.
Drei Dinge, die beim FC Bayern gegen den FC Chelsea auffielen.
1. Bayern steht die Außenseiterrolle
Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist der FC Bayern in der Königsklasse nur die "TSG Hoffenheim". Sollte heißen: Im Konzert der ganz Großen, die mit Multi-Millionen-Summen um sich werfen, kann der deutsche Rekordmeister nur schwer mithalten und ist eher der Außenseiter.
Ob Hoeneß damit vor Beginn der Champions-League-Saison Druck von Trainer Vincent Kompany und der Mannschaft nehmen wollte, ist unklar. Sicher ist aber, dass das "Hoffenheim der Königsklasse" ganz gut dagegenhalten kann.
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Der FC Bayern jubelt gegen den FC Chelsea
Fotocredit: Getty Images
Mehr noch - gegen Klub-Weltmeister Chelsea waren die Münchner in allen Bereichen überlegen. Bei Abpfiff standen 16 Schüsse auf der Habenseite der Roten, davon fünf aufs Tor. Chelsea stand hingegen bei neun, beziehungsweise drei Schüssen auf den Kasten von Manuel Neuer.
Das ergab einen xG-Wert von 2.07 zu 0.52 - dementsprechend begeistert gab sich auch der frühere Bayern-Profi und Ex-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bei "DAZN": "Das war ein reifer Auftritt. Hier ist ja nicht irgendwer gekommen, sondern der Klub-Weltmeister, der mit einer hochklassigen Mannschaft hoch gehandelt wird. Hier den Sieg einzufahren ist ein Ausrufezeichen. Der FC Bayern untermauert seine Ambitionen in der Champions League."
Von Außenseiter-Rolle will der Rekordmeister offenbar nichts wissen.
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2. Olise ist auch ohne Tor bester Mann
Vor etwas mehr als einem Jahr wechselte Michael Olise für 59 Millionen Euro in die bayerische Landeshauptstadt. Auf Grundlage der bisher gezeigten Leistungen des französischen Nationalspielers im Trikot des FC Bayern fragt man sich, wieso er bei den aktuellen Transfersummen vergleichsweise günstig in die Bundesliga wechselte.
Gegen die Blues war der Franzose einmal mehr der beste Mann auf dem Platz. Ja, Harry Kane traf doppelt, ja Harry Kane verbuchte noch mehr Ballaktionen im gegnerischen Strafraum (7) als Olise (5) - und dennoch versprüht der Flügelflitzer aktuell dieses gewisse Extra.
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Neuer: Sieg gegen Chelsea "ein gutes Zeichen"
Quelle: Perform
Ähnlich sah es auch TV-Experte Ballack: "Olise hat einige überragende Szenen gehabt." Mitspieler Konrad Laimer fügte hinzu: "Es macht Spaß, mit ihm Fußball zu spielen. Ein großartiger Spieler, ich hoffe, er macht einfach so weiter."
So bereitete der 23-Jährige das Eigentor von Trevoh Chalobah mit einer scharfen Hereingabe von seiner rechten Seite vor (20.) und spielte den Pass, der zum Elfmeter führte (27.). In der 60. Minute hätte er nach einer Vorlage von Kane von der Grundlinie aus kurzer Distanz selbst treffen können, wenn nicht müssen.
Dennoch war Olise auch ohne eigenes Tor der Mann des Spiels - seine Genialität macht auf diesem Niveau den Unterschied.
3. Bayern bräuchte drei Laimers
Konrad Laimer entwickelt sich nicht ohne Grund zum Publikumsliebling beim FC Bayern. Der Österreicher ist der unermüdliche Arbeiter im Team und kämpft bis zur Schmerzgrenze um jeden Ball.
Gegen die Energie, die Laimer versprüht, fallen seine Verteidiger-Kollegen eher ab. Während Dayot Upamecano eine fehlerfreie Leistung darbot, hatte Jonathan Tah seine Probleme.
Der Neuzugang von Bayer 04 Leverkusen rannte João Pedro auf Höhe des Anstoßkreises um, sah Gelb und wurde in der Halbzeit von Trainer Kompany für Min-jae Kim ausgewechselt.
Josip Stanisić musste zudem in der 51. Minute nach einem unglücklichen Zusammenprall in einem Kopfballduell mit Trevoh Chalobah verletzt vom Platz. Für ihn kam Sacha Boey in die Partie.
Sollte der kroatische Nationalspieler ausfallen, müsste Kompany auf Boey in der Defensive setzen, drei Laimers hat der Belgier schließlich nicht im Kader. Während der FC Bayern in der Offensive brilliert, ist die Verteidigung das Sorgenkind des Rekordmeisters.
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Quelle: Perform
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