Drei Dinge, die im Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal auffielen: Ein Denkmal für Luis Enrique
Paris Saint-Germain schlägt den FC Arsenal im Champions-League-Finale 2025/26 5:4 n.E. (1:1, 1:1, 0:1) und verteidigt damit glücklich, aber durchaus verdient seinen Titel in der Königsklasse. Während Londons Kai Havertz diesmal trotz Tor nicht zum Helden avanciert, baut sich PSG-Trainer Luis Enrique sein eigenes Denkmal. Drei Dinge, die uns beim spannenden Endspiel in Budapest auffielen.
Jubel auf dem Chatrier! PSG gewinnt die Champions League
Quelle: Eurosport
Als sein großer Champions-League-Traum dramatisch geplatzt war, schlug Kai Havertz die Hände über dem Kopf zusammen. Trainer Luis Enrique und all die anderen Königsklassen-Helden von Paris Saint-Germain tanzten völlig losgelöst vor den Fans, Havertz starrte nach dem Elfmeterkrimi dagegen fassungslos ins Leere.
Trotz eines weiteren Finaltreffers des Nationalspielers verteidigten die Pariser erfolgreich ihren Platz auf Europas Fußball-Thron, der FC Arsenal muss auf den ersten Henkelpott der Klubgeschichte warten.
"Wir sind so stolz, so happy - und dankbar", sagte PSG-Star Desire Doué, der seinen Elfmeter verwandelt hatte, während auf Arsenal-Seite Eberechi Eze und Gabriel zu tragischen Helden avanchierten.
Drei Dinge, die uns im Finale auffielen.
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Fußball: Paris Saint-Germain gewinnt die Champions League 2025/26 im Finale gegen den FC Arsenal
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1.) Arsenal parkt den Bus
Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Arsenal traf mit dem ersten Tempovorstoß und zog sich dann tief in die eigene Hälfte zurück. Der frühe Treffer von Kai Havertz (6.), der PSG-Keeper Matvey Safonov mit seinem scharfen Abschluss aus spitzem Winkel quasi einen neuen Scheitel zog, spielte den Gunners komplett in die Karten.
Paris wirkte nach dem Wirkungstreffer durchaus bekommen. 80 Prozent Ballbesitz in der Anfangsviertelstunde verpufften rund um den Sechzehner der Londoner.
Nominell im 4-3-3 aufgestellt, ließ sich bei Arsenal immer ein Mittelfeldspieler in die Abwehrkette zurückfallen, sodass die Gunners oft im 5-4-1 verteidigten konnten. So wurden vor allem die gefährlichen Tiefenläufe der PSG-Stars neutralisiert, Khvicha Kvaratskhelia wurde zudem konsequent gedoppelt.
Leidenschaftlich warf sich ein jeder Gunner in die Schussversuche des Titelverteidigers, der bis zur Pause quasi keine Torgefahr ausstrahlte. Nach dem Seitenwechsel wendete sich dann das Blatt.
Weil Arsenal weiter keine offensiven Anstalten machte, höhlte steter Tropfen irgendwann den Stein: Kvaratskhelia, ohnehin der MVP der PSG-Königsklassensaison, tankte sich gegen Cristhian Mosquera in den Strafraum durch und war nur durch ein Foul zu bremsen, Ousmane Dembélé verwandelte den Elfmeter zum insgesamt verdienten Ausgleich (65.).
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Fußball: Nuno Mendes (Paris Saint-Germain) bringt Noni Madueke (FC Arsenal) im Champions-League-Finale 2025/26 im Strafraum zu Fall
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Für das Spiel und die vielen Zuschauer um den Globus war das Balsam; Arsenal nahm fortan auch am Spiel teil und hatte um die 80. Minute herum sogar leichte Vorteile. Ein weiterer Treffer gelang beiden jedoch nicht, weswegen nach einer ereignisarmen Verlängerung das nervenaufreibende Elfmeterschießen entscheiden musste - mit Paris als glücklichem Sieger.
Declan Rice empfand Arsenals einzige Niederlage der gesamten Champions-League-Saison als "niederschmetternd" und "verheerend", fügte aber trotzig an: "Das ist erst der Anfang."
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Arteta über Elferschützen: Gabriel wollte den Fünften schießen
Quelle: Perform
2.) Havertz diesmal nicht der Hero
Kai Havertz erlebte an sich eine Saison zum Vergessen bei den Gunners. Schon am ersten Spieltag verletzt, verpasste der deutsche Nationalspieler quasi die komplette Hinrunde. Gerade 15-mal stand der Ex-Leverkusener wettbewerbsübergreifend in der Startelf, zeigte aber im Saisonendspurt dann doch seinen Wert für das Team von Mikael Arteta.
Havertz traf vor Samstagabend zwar nur dreimal, es waren aber immer bedeutsame (Sieg-)Tore: Das 1:0 im EFL-Cup-Halbfinale gegen Chelsea in Minute 90.+7, das 1:0 im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse bei Sporting Lissabon ebenfalls in der Nachspielzeit (90.+1), dazu der ernorm wichtige Treffer zum 1:0-Heimsieg gegen den FC Burnley am vorletzten Premier-League-Spieltag (37.), ein Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft.
In Budapest war er nun erneut zur Stelle, als er in der 6. Minute er beherzt an- und dann abzog. Es war bereits sein 25. 1:0 als Profi und sorgte in London kurz für ein Déjà-vu: 2021 hatte er schließlich das Champions-League-Finale für den FC Chelsea gegen Manchester City entschieden (1:0) und später auch das Klub-WM-Finale gegen Palmeiras (2:1 n.V.).
Durch sein Tor avancierte Havertz gar zum ersten Deutschen, der in zwei Endspielen der 1991/92 eingeführten Champions League traf. Allein: Es bleibt am Ende eine Fußnote der Geschichte.
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Fußball: Kai Havertz trifft im Champions-League-Finale 2025/26 zum 1:0 für den FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain
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Der deutsche WM-Fahrer, nach der Einwechslung von Viktor Gyökeres (66.) zunächst aus dem Sturmzentrum auf die linke Seite beordert, wurde von Arteta zur Verlängerung gegen Eberechi Eze ausgewechselt. Während der sichere Schütze Havertz von draußen zitterte, verschoss Eze seinen Elfmeter. Der bittere Ausklang eines Abends, der so verheißungsvoll begonnen hatte.
3.) Ein Denkmal für Luis Enrique
Die Pariser Titelverteidigung hat viele Gesichter: Marquinhos, der sich im Finale erneut als einer der weltbesten Innenverteidiger (und mit Abstand besten Shotblocker) hervortat. Ousmane Dembélé, der seinen fragilen Körper quasi nur für die großen Abende der Königsklasse präparierte, an diesen aber beständig ablieferte. Khvicha Kvaratskhelia, dem man nach dieser überwältigend starken Kampagne durchaus den Ballon d'Or in die Hände drücken darf. Der filigrane Taktstock Vitinha - und und und. Vor allem aber: Luis Enrique.
Vergangene Saison war dem Spanier bereits gelungen, bei PSG aus der Summe vieler Einzelteile mehr zu schaffen. Statt nur eine verzogene Startruppe zu domptieren, drückte das Mastermind dem Team seinen Stempel auf. Forderte Leidenschaft, Disziplin, Teamgeist. Was prompt mit dem größtmöglichen Titel im Vereinsfußball belohnt wurde.
Mit der Titelverteidigung lieferte Enrique nun aber den ultimativen Beweis darüber ab, dass er zu den ganz großen des Geschäfts gehört. Niederlagen ließen ihn nicht von seiner Mission abbringen, Nebengeräusche übertönte er, in dem er lieber über Fußball sprach. Und die Nacht von Budapest gab ihm ultimativ Recht. "Ich bin komplett erschöpft, aber ich freue mich", sagte Enrique: "Wir haben es verdient." Der Titel sei "noch größer" einzuschätzen, "weil wir wussten, wie schwierig es ist, gegen Arsenal zu spielen, und für uns als Team und als Stadt ist es unglaublich, den Pokal zu gewinnen".
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Fußball: Luis Enrique verteidigt den Champions-League-Titel mit Paris Saint-Germain
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Mit seinem insgesamt dritten Champions-League-Titel als Trainer stieg Enrique zu Bob Paisley (1977, 1978 und 1981 mit dem FC Liverpool), Zinédine Zidane (2016, 2017 und 2018 mit Real Madrid) und Pep Guardiola (2009, 2011 mit dem FC Barcelona, 2023 mit Manchester City) auf. Nur Carlo Ancelotti (5; 2003 und 2007 mit dem AC Mailand, 2014, 2022 und 2024 mit Real Madrid) hat den Henkelpott häufiger gewonnen.
Nicht auszuschließen ist indes, das der 56-Jährige diese Marke irgendwann auch noch erreicht - möglicherweise woanders als in Paris, wo er nur noch kommende Saison unter Vertrag steht; dann wäre er auch der erste Coach, der die Champions League mit drei verschiedenen Vereinen gewänne.
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Kimmich voller Vorfreude: "Das Größte, was es gibt!"
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