BVB: Elfmeter-Zoff zwischen Ramy Bensebaini und Serhou Guirassy in Turin! Niko Kovac klärt über kuriose Szene auf
Es war eine der Aufreger-Szenen eines hochklassigen Champions-League-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin: Als der BVB in der 83. Minute einen Elfmeter zugesprochen bekommt, steht nicht ein, sondern gleich zwei Schützen bereit. Bevor Ramy Bensebaini zum Strafstoß antritt, kommt es zu heftigen Diskussionen mit Serhou Guirassy. Trainer Niko Kovac klärt auf.
Kovac nach irrem Remis begeistert: "Haben alles rausgehauen"
Quelle: Perform
Ramy Bensebaini schnappte sich energisch die Kugel, voll fokussiert auf den anstehenden Elfmeter. Was für den regelmäßigen BVB-Beobachter zunächst überraschend anmutete, war abgesprochen.
"Bensebaini war als Schütze festgelegt", bestätigte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem Spiel in der Mixed Zone. In der jüngeren Vergangenheit hatte Serhou Guirassy die Elfmeter der Dortmunder übernommen, war aber offensichtlich nach seinem Fehlschuss beim 3:3 auf St. Pauli von Trainer Niko Kovac als etatmäßiger Schütze abgesetzt worden.
Allerdings wollte der Stürmer diesen Umstand in Turin offensichtlich nicht wahrhaben, verlangte von Bensebaini den Ball und wollte selbst antreten. Es entwickelte sich ein handfester Zoff, in den sich auch Mitspieler und Kovac von der Seitenlinie einschalteten.
Guirassy blieb so stur, dass Bensebaini schon wutentbrannt nachgeben wollte, doch der BVB-Coach pochte von der Seitenlinie lautstark darauf, dass der Algerier antreten solle.
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Kovac spielt Elfmeter-Ärger herunter: "Das nimmt er nicht persönlich"
Eine Entscheidung, die sich nicht als Fehler entpuppen sollte: Bensebaini verwandelte sicher unten links zum zwischenzeitlichen 4:2. Jubeln durfte der BVB am Ende aber trotzdem nicht, die Kovac-Elf verspielte den Zwei-Tore-Führung noch in der Nachspielzeit (4:4).
Im Anschluss an die Partie äußerte Kovac Verständnis für Guirassy. "Er will das Tor machen. Er hat im Grunde genommen die Schusschance gehabt", sagte der Coach bei "Amazon Prime". Guirassy hatte den Schuss abgegeben, den Juve-Verteidiger Lloyd Kelly regelwidrig mit dem Arm abwehrte.
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Alles gar nicht so schlimm: Ramy Bensebaini jubelt mit Serhou Guirassy
Fotocredit: Getty Images
Für teaminternen Ärger sorgte die Szene aber nicht. "Der Serhou ist ein toller Bursche beziehungsweise ein Teamplayer. Das nimmt er nicht persönlich. Von daher ist alles gut. Da machen wir keinen Elefanten aus einer kleinen Mücke", sagte Kovac.
Das spiegelte auch das Verhalten von Bensebaini und Guirassy auf dem Platz wider: Nach dem verwandelten Elfmeter ging der Schütze sofort auf Guirassy zu, umarmte ihn und jubelte mit dem Stürmer gemeinsam.
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Kobel schimpft: "Da muss man auch mal dreckig spielen"
Quelle: Perform
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