FC Bayern erleidet kleine Delle im Siegesrausch - warum das Selbstvertrauen trotz Pleite bei Arsenal ungebrochen bleibt

Der FC Bayern München kassierte im Champions-League-Gipfeltreffen beim FC Arsenal seine erste Niederlage der Saison. Die 1:3 (1:1)-Pleite beim Tabellenführer der Premier League beendete zwar eine 18 Spiele andauernde Siegesserie, das Selbstvertrauen der Münchner bleibt aber unverändert groß. Nun gilt es, aus der Niederlage zu lernen und sich möglicherweise den FC Arsenal als Vorbild zu nehmen.

Kimmich legt Finger in die Wunde: "Überhaupt nicht gut gemacht"

Quelle: SID

Niederlagen sind für den FC Bayern München ungewohnt. Vereinsboss Jan-Christian Dreesen erinnerte sich weit zurück, wie er beim Bankett nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Arsenal verriet.
"Auf dem Weg vom Stadion hierher habe ich nachgedacht: Wann haben wir eigentlich das letzte Mal verloren?" Er musste ein bisschen googeln, um die Erinnerungen zu wecken. 
"Irgendwie wusste ich es auch noch. Ich hatte so dunkle Erinnerungen. Es war exakt vor 144 Tagen im Viertelfinalspiel der Klub-WM gegen Paris Saint-Germain", verriet Dreesen. In der Zwischenzeit hatte sich seine Mannschaft an das Gewinnen gewöhnt.
Dementsprechend schwer würde es fallen, eine Niederlage zu akzeptieren. Aber Dreesen musste zugeben: "In der zweiten Halbzeit haben wir verdient verloren und Arsenal verdient gewonnen."
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Kompany: Arsenal mit mehr "Entschlossenheit und Schärfe"

Quelle: Perform

Alle Beteiligten waren sich einig, zwei komplett unterschiedliche Spielhälften gesehen zu haben. Trainer Vincent Kompany analysierte: "Wir sind nicht gut aus der Kabine gekommen, haben die einfachen Dinge, die wir normalerweise richtig gut machen, nicht mehr so ausgeführt. Dadurch hat sich das Spiel für Arsenal entschieden."

Niederlage ohne schwere Folgen: Top-8 bleibt das Ziel

Auf die Situation in der Champions League hat die Niederlage nur geringe Auswirkungen. Mit zwölf Punkten aus fünf Spielen rangiert der FC Bayern auf Platz 3 der Tabelle. Lediglich der FC Arsenal (15 Punkte) hat mehr Zähler eingeheimst.
Das Ziel ist und bleibt, die Ligaphase in den Top 8 zu beenden, die Playoffs zu überspringen und sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Vergangene Saison war dies nicht geglückt. Damals kassierten sie in der Ligaphase drei Niederlagen aus acht Spielen.
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Fußball: Lennart Karl jubelt über sein Tor für den FC Bayern München beim FC Arsenal in der Champions League

Fotocredit: Getty Images

Der FC Bayern darf optimistisch sein, ein solches Szenario diesmal abzuwenden. "Wir haben noch das Spiel gegen Sporting (Lissabon, am 9. Dezember) und dann noch zwei Spiele im Januar", sagte Manuel Neuer und meinte damit die Partien gegen Union Saint-Gilloise (21. Januar) und den PSV Eindhoven (28. Januar). "Die wollen wir alle gewinnen und neun Punkte holen."

"Beste Mannschaft Europas" haben wir nie in den Mund genommen

Trotzdem könnte sich nach der Niederlage in London die Frage stellen: War es vielleicht zu früh, dass der FC Bayern vielfach als beste Mannschaft Europas bezeichnet wurde? 
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Eberl erklärt Arsenals Standards: "Chaos kannst du nicht verteidigen"

Quelle: Perform

"Mit unseren Leistungen hatten wir uns das verdient. Aber wir selbst haben nie den Begriff beste Mannschaft Europas in den Mund genommen", stellte Sportvorstand Max Eberl klar. "Wir wussten, dass es andere sehr gute Mannschaften gibt. Wir haben nicht umsonst gegen Paris, den Champions-League-Sieger, und gegen Chelsea, den Klub-Weltmeister, gespielt - und beide geschlagen. Heute haben wir gegen den Ersten der Premier League gespielt, der jetzt auch in der Champions League sehr weit kommen will, und in der zweiten Halbzeit verdient verloren. Das ist eben auch keine schlechte Mannschaft."

Kimmich und Eberl setzen auf den Lerneffekt

Daher gilt es, Positives auf dieser Partie mitzunehmen. "Das war ein extrem wichtiges Spiel für uns", glaubt Joshua Kimmich. "Ich bin überzeugt, dass wir extrem viel daraus mitnehmen und lernen werden. Es waren viele Aspekte dabei, die wir verbessern müssen. Wir hatten auch letzte Saison ein paar Spiele, die nicht gut waren und aus denen wir viel gelernt haben. Das wird auch jetzt wichtig sein, um die nächsten Schritte zu machen."
Auch Eberl hofft auf den Lerneffekt. "Jetzt haben wir verloren und jede Niederlage tut weh. Aber jetzt heißt es wieder: Kopf hoch", lautete seine Parole. "Genau das haben wir in der vergangenen Saison auch gemacht. Deswegen spreche ich oft von einem Weg - einem Weg, den Arsenal übrigens schon seit sieben Jahren geht und den wir seit 16, 17 Monaten gehen."
Was er damit meint: Arsenal-Trainer Mikel Arteta befindet sich im siebten Jahr bei den "Gunners", seine Amtszeit war teilweise von Rückschritten geprägt. Kompany ist erst seit knapp eineinhalb Jahren Trainer des FC Bayern.
"Zu diesem Weg gehören auch Niederlagen, und es geht darum, daraus zu lernen. Das haben wir in der letzten Saison sehr gut geschafft", sagte Eberl und richtete den Blick bereits auf Samstag: "Jetzt heißt es, sich auf St. Pauli zu konzentrieren und dann im nächsten Spiel wieder zu versuchen, zu gewinnen."
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Kompany mit Ansage: "Die Antwort wird kommen"

Quelle: Perform

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