Atlético gegen Arsenal: Kein Elfmeter für Griezmann - Spaniens Medien kritisieren Entscheidung von Schiedsrichter

Das Halbfinalduell in der Champions League zwischen dem FC Arsenal und Atlético Madrid fand am Dienstagabend einen knappen Gewinner: Die Londoner zogen nach dem 1:0-Sieg erstmals seit 20 Jahren in das Finale der Königsklasse ein. In den spanischen Medien sorgten allerdings gleich mehrere Entscheidungen des deutschen Schiedsrichters Daniel Siebert für scharfe Kritik. Auch David Beckham stimmte zu.

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Quelle: SID

Besonders eine Strafraumszene um Antoine Griezmann in der zweiten Hälfte kam in der spanischen Medienlandschaft nicht gut an.
"El Mundo Deportivo" klagte: "In einem ausgeglichenen Duell hat sich Daniel Siebert ein Foul von Pubill ausgedacht, noch bevor es zu einem klaren Elfmeter für Griezmann kam."
Trainer Diego Simeone wurde bei "Movistar" ebenfalls deutlich: "Ich werde mich nicht mit etwas so Offensichtlichem und Einfachem wie der Aktion gegen Griezmann aufhalten. Das ist ganz klar. (...) Ich werde nicht weiter darauf eingehen, denn das hieße, uns zu entschuldigen, und ich will mich für nichts entschuldigen."
Die "AS" schrieb nach dem Aus des Simeone-Teams: "Atlético fühlt sich durch das Ausscheiden aus der Champions League stark benachteiligt. Es gab bis zu drei Elfmeter, mehr als derjenige, der im Hinspiel gegen sie gepfiffen wurde." Doch was war passiert?

Siebert pfeift ab - kein Elfmeter für Atlético

Arsenal-Keeper David Raya wehrte kurz nach der Pause einen Schuss von Griezmann ab. Atlético-Verteidiger Marc Pubill ging daraufhin zum Abpraller und berührte in dieser Situation Arsenal-Star Gabriel. Dass Griezmann nur wenige Augenblicke später von Riccardo Calafiori gefoult wurde, fiel aber nicht mehr ins Gewicht, da Schiedsrichter Siebert das Offensivfoul gegen Pubill pfiff.
Der spanische Schiedsrichteranalyst Iturralde González hätte anders entschieden, auch wenn die Auslegung des deutschen Referees durchaus regelkonform war.
Bei "SER" erklärte Iturralde González: "Er tritt ihn, das ist ein Elfmeter. Er trifft ihn am Standbein und reißt ihn schließlich um. Entscheidend ist, ob er das Foul vorher pfeift. Aber wenn er es nicht gepfiffen hat, ist es eine VAR-Situation."
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Diego Simeone geht Schiedsrichter Daniel Siebert an

Fotocredit: Getty Images

Beckham versteht Atlético-Wut: "Das war kein Foul"

Dieser hätte ihn darauf "hinweisen und ihn bitten können, sich auch das Foul anzusehen. Wenn Pubill ihn getroffen hätte, wäre Gabriels Bein weggerutscht, aber was der Verteidiger tut, ist, das Bein zurückzuziehen, um kein Foul zu begehen". Die "AS" gab daher auch VAR Bastian Dankert eine Mitschuld, nicht eingegriffen zu haben.
Sogar David Beckham stand bei dieser Entscheidung aufseiten der Spanier. In seiner Show "Beckham & Friends" meinte die englische Fußball-Legende: "Oh mein Gott. Das ist kein Foul. Das (das Foul von Calafiori, d. Red.) ist eines! Ja! Das war aber kein Foul an Gabriel."
Allerdings muss sich Atlético auch ankreiden lassen, im Rückspiel gegen Arsenal lediglich zwei echte Torchancen herausgespielt zu haben. Auf die erste Finalteilnahme seit 2016 müssen Simeone und Co. damit vorerst warten.
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Quelle: Eurosport


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