Manchester City geht erneut gegen Real Madrid K.o. - bei Pep Guardiola wachsen die Zweifel nach Champions-League-Aus

Im dritten Jahr in Folge scheitert Manchester City in der Champions League an Real Madrid - und das schon im Achtelfinale (0:3, 1:2). Trotz eines hochkarätig besetzten Kaders endet die europäische Reise wie schon im Vorjahr frühzeitig, Europas Krone, die man 2022/23 errang, scheint außer Reichweite. Für Pep Guardiola rückt damit die Frage in den Fokus: Wie lange führt er das Projekt noch weiter?

Guardiola nach Aus gegen Real Madrid: "Alle wollen mich feuern"

Quelle: Perform

Am Ende jubelte, wie so oft in der Königsklasse, Real Madrid. Nach dem 0:3 im Hinspiel wollten die Skyblues mit Wut im Bauch und den eigenen Fans im Rücken das Unmögliche möglich machen - doch sie scheiterten vor allem an sich selbst.
In der 20. Minute "parierte" Bernardo Silva einen Schuss von Vinícius Junior auf der Linie mit der Hand - sein Platzverweis und der verursachte Elfmeter zum 0:1 (Viní Jr., 21.) beendeten die Aufholjagd, ehe sie begonnen hatte.
"Am Ende war Thibaut Courtois der beste Spieler auf dem Platz, was zeigt, wie gut wir waren", sagte ein nachdenklich wirkender Pep Guardiola auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage: "Ich hätte mir gewünscht, dass man uns die Chance gibt, mit elf gegen elf zu spielen."
So aber steht für Manchester wieder das frühe Aus in der Champions League, wieder gegen Real Madrid, zum vierten Mal in fünf Jahren. Enttäuschend.

ManCity entwickelt neue Europa-Allergie

Nicht erst seit dem Triumph 2023, als man auf dem Weg dorthin im Halbfinale sogar Real ausgeschaltet (1:1/4:0) - dem bislang einzigen Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte -, zählt das Team von Pep Guardiola Jahr für Jahr zum engsten Favoritenkreis.
Der Kader ist so tief und hochklassig besetzt wie kaum ein anderer, finanzielle Mittel spielen bei den Skyblues bekanntlich eine eher untergeordnete Rolle.
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Erling Haaland (l.) tröstet Bernardo Silva nach dessen Platzverweis

Fotocredit: Getty Images

Über Jahre hinweg hat Guardiola zudem das Spiel von Manchester City geprägt. Der Spanier, für viele der beste Trainer der vergangenen zwei Jahrzehnte, hat dem Klub eine klare Identität verliehen und ihn in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in ein erbarmungsloses Titelmonster verwandelt.
Und dennoch heißt die Endstation in einer viel zu frühen Phase des Wettbewerbs erneut Real Madrid. Das Monster hat Allergie - Europa-Allergie.

Real wird zu Citys Nemesis

Nachdem bereits im vergangenen Jahr schon in den Playoffs zum Achtelfinale nach zwei Niederlagen (2:3 im Hinspiel, 1:3 im Rückspiel) Schluss war, kam diesmal in der Runde der letzten 16 das Aus. Viel zu früh für einen Klub, für den letztlich nur Titel zählen.
Für Guardiola ist dieses erneute Scheitern besonders brisant. Zwar hat er mit dem Triumph von 2023 bereits Geschichte in Manchester geschrieben, doch der Anspruch ist längst ein anderer: nachhaltige Dominanz auch auf europäischer Bühne.
Nun aber nagt das Real-Déjà-vu am Selbstverständnis des Trainers, der wie kaum ein anderer für Perfektion und Kontrolle steht.
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Real Madrids Vinícius Junior foppt die Fans von Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Aus nährt Spekulationen um Guardiola

Hinzu kommt die aktuelle Vertragssituation. Guardiola hat seinen Kontrakt zwar bis zum 30. Juni 2027 verlängert, doch trotz dieser langfristigen Perspektive reißen die Spekulationen nicht ab.
Immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass der Spanier über seine Zukunft und sogar über ein mögliches Karriereende nachdenkt. Nach fast einem Jahrzehnt bei City und einer ohnehin intensiven Trainerlaufbahn stellt sich zwangsläufig die Frage, wie lange er der enormen Belastung noch standhalten will.
Doch inmitten der immer heißeren Spekulationen über einen möglichen Rückzug zum Saisonende beteuerte Guardiola, dass er es im nächsten Jahr erneut versuchen werde. "Ja", sagte der Katalane im spanischen TV-Sender "Movistar" auf die Frage, ob er die Kraft habe, weiterzumachen und erneut gegen Madrid anzutreten, "das wird auf jeden Fall so kommen".

In der Premier League hinter Arsenal

Große Titel wird es 2025/26 indes erneut nicht geben. In der Premier League ist der FC Arsenal um neun Punkte enteilt, auch wenn City bei einem Spiel weniger noch auf den Titel hoffen darf.
Sonst bliebt vor allem die Chance auf zwei "kleinere" Pokale: Im FA Cup muss City im Viertelfinale gegen den FC Liverpool ran, im Ligapokal-Endspiel wartet Arsenal.
"Wir sind eine außergewöhnliche Mannschaft. Außergewöhnlich", beteuerte Guardiola. Die Zukunft sähe dennoch "rosig aus".
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Arbeloa und Tchouameni warnen vor Duell mit FC Bayern

Quelle: Perform


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