VfB Stuttgart verpasst Sieg gegen Sparta Prag: Schwaben spielen Unentschieden in erstem Königsklassen-Heimspiel

Der VfB Stuttgart hat sein erstes Heimspiel in der Champions League gegen Sparta Prag mit einem Unentschieden beendet. Die Schwaben kamen gegen die Tschechen nicht über ein 1:1 hinaus. Enzo Millot hatte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß in der siebten Minute in Führung gebracht. Kaan Kairinen konterte in der 32. Minute mit einem Traum-Freistoß, den Torwart Alexander Nübel nicht pariert bekam-

Verlorene Punkte? Hoeneß: "Enttäuschung spürbar"

Quelle: Perform

Trainer Sebastian Hoeneß blickte mit versteinerter Miene auf die Anzeigentafel, seine Spieler ließen enttäuscht die Köpfe hängen: Trotz eines wahren Sturmlaufes in der zweiten Hälfte verpasste der VfB Stuttgart bei seinem ersten Heimauftritt in der Champions League nach über 14 Jahren den erhofften Sieg.
"Es fühlt sich so an, als ob mehr drin gewesen wäre. Deshalb fühlt man auch ein bisschen Enttäuschung", sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nach dem 1:1 (1:1) gegen Sparta Prag.
"Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit hatten wir eine extreme Dominanz. Wir müssen lernen, gegen extrem tief stehende Gegner Lösungen zu finden", ergänzte er. Dennoch könne man mit dem Punkt "durchaus auch leben".
71 Prozent Ballbesitz, 676 Pässe, 25 Torschüsse und 10:0 Ecken - all das reichte den Schwaben nicht. Dabei war der Start perfekt gewesen: Enzo Millot brachte den Vizemeister in der 7. Minute in Führung.

Prag beginnt Stark - VfB Effizient

Kaan Kairinen glich in der 32. Minute vor 60.000 Zuschauern mit einem sehenswerten Freistoß jedoch aus. Nach dem 1:3 bei Titelverteidiger Real Madrid steht Stuttgart nun vor dem schweren Auswärtsspiel bei Juventus Turin am 22. Oktober in der Königsklasse schon ein wenig unter Druck.
Die bittere Niederlage zum Auftakt bei den Königlichen, der Schiri-Frust nach dem 2:2 beim VfL Wolfsburg am Samstag - alles zunächst vergessen. Man habe "richtig Bock", betonte Kapitän Atakan Karazor.
Es sei "spürbar", ergänzte Hoeneß, "dass es für den Klub, für die Stadt, für die Menschen etwas Besonderes ist". In der Tat: Die Fans empfingen ihr Team mit großer Euphorie und einem riesigen Banner: "Zurück in Europa" war darauf zu lesen. Am 23. Februar 2010 war der FC Barcelona als bislang letzter Verein in der Königsklasse zu Gast in Stuttgart gewesen.
Doch zunächst war Prag, das zum Start 3:0 gegen RB Salzburg gewonnen hatte, spielbestimmend. Der VfB hatte Probleme, schlug dann aber gleich beim ersten Angriff eiskalt zu. Sparta verteidigte nach Flanke von Maximilian Mittelstädt beim Kopfball von Millot aber auch viel zu nachlässig.

Kairinen mit Traum-Freistoß

Große Sicherheit gab die Führung zunächst aber nicht. Der VfB wirkte gerade in der Defensive wacklig und hatte viel Glück, dass Martin Vitik per Kopf nur den Pfosten traf (13.). 
Für Stuttgart war dies offenbar ein Weckruf. Die Schwaben übernahmen nun mehr und mehr die Initiative und hatten durch Deniz Undav die große Möglichkeit zum 2:0 (27.), der Nationalspieler vergab jedoch.
Dies sollte sich vor den Augen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf rächen: Kairinen setzte den Ball zum 1:1 in den Winkel. Wenige Minuten später traf Veljko Birmancevic nur die Latte.
Nach dem Wechsel erhöhte der VfB deutlich den Druck. Undav, Millot und Angelo Stiller vergaben jedoch beim Stuttgarter Powerplay gute Chancen. Prag wirkte angeschlagen und konnte sich kaum mehr befreien.
(SID)
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Quelle: Perform


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