Champions League: RB Leipzig gerät in Como unter die Räder - Wunschlösung Fàbregas erhöht den Druck auf Demichelis

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Nach dem 1:3 (0:1) gegen Werder Bremen gab es für RB Leipzig wenige Tage später in der Champions League den nächsten Rückschlag. Beim 1:4 (0:2) in Como geriet das Team von Tainer Martin Demichelis über weite Strecken der Partie unter die Räder. Der Wechsel von Ole Werner zum Argentinier trägt bisher noch keine Früchte. Und ausgerechnet Wunschkandidat Cesc Fàbregas zeigte die Grenzen auf.

Demichelis nach Como-Pleite: "Schwer, gute Dinge zu finden"

Quelle: Perform

"Es fällt schwer, gerade etwas Gutes zu sehen", sagte Demichelis auf der Pressekonferenz nach der Pleite und hoffte auf "Ruhe" für die nächsten Tage. Die kann der Argentinier gebrauchen, denn nach dem zweiten schwachen Auftritt in Folge wächst der Druck bei den ambitionierten Sachsen.
Demichelis-Vorgänger Werner wurde in der Sommerpause nach einem dritten Platz in der Bundesliga entlassen. Die Begründung: der Verein wolle auf eine andere, attraktivere Spielphilosophie setzen. Die Chance in der Champions League verdankt Demichelis also noch Werner.
Diese Gelegenheit konnte das Team zum Start jedoch nicht nutzen. Das Pressing - ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des neuen Trainers - fruchtete gegen Como gar nicht, dafür fanden die Italiener wieder und wieder riesige Lücken in der Leipziger Defensive.
"Wir haben viele neue Spieler bekommen. Die brauchen noch Rhythmus, die brauchen noch Zeit", sagte der Trainer. Das stimmt, Leipzig hat sich nicht nur auf der Trainer-Position einen gewissen Umbruch selbst verpasst - von den Neuzugängen standen drei in der Startformation - und keiner in der so anfälligen Defensive.
Die angemahnte Geduld kommt wohl auch nicht bei allen Spielern so an.

Raum findet klare Worte nach Leipzig-Pleite

"Das ist beschissen", sagte Kapitän David Raum sehr ehrlich. "Das fühlt sich gerade echt kacke an. Wir haben heute ordentlich einen auf den Deckel gekriegt. Das war kein guter Auftritt von uns und wir müssen schleunigst etwas ändern."
Ausgerechnet der Gegner Como zeigte RB, wie es funktionieren kann. Vor einem Jahr war Trainer Fàbregas die absolute Wunschlösung der Verantwortlichen bei Rasenball. Der Spanier entschied sich aber dafür, das Projekt am Comer See fortzusetzen, obwohl er betonte, dass es nie zu einer Absage an Leipzig gekommen sei.
Dieses Projekt verantwortet der einstige Weltmeister von 2010 mit großem Erfolg. Er übernahm den Serie-A-Aufsteiger 2024, führte ihn in der ersten Saison auf Platz zehn und im zweiten Jahr in die Champions League. Mit sieben Punkten aus drei Spielen und der "historischen Nacht" beim CL-Debüt gegen Leipzig ist Como genau dort, wo der Gegner aus Sachsen gerne wäre.
Ein großer Name an der Seitenlinie, eine klare Spielidee und damit aus dem vermeintlichen Underdog eine Fußball-Macht formen.
Parallelen gibt es auch in Sachen Investoren-Potenzial. Como finanziert den Erfolg mit großzügigen Geldern des indonesischen Milliardärs-Bruderpaars Robert und Michael Hartono. Ein reines Fußballmärchen sind die Norditaliener also genauso wenig wie Leipzig.

Orban: "Müssen uns das heute abschauen"

Seitdem das Projekt an Fahrt aufgenommen hat, funktioniert am Comer See aber auch fast alles - neben den Transfers liegt das auch an der Taktik und der Variabilität von Fàbregas. Gegen Leipzig brachte er eine gegnerische Drangphase in der zweiten Halbzeit mit der Umstellung auf eine Fünfer-Kette zum Erliegen.
Mehr noch - Como kam dadurch vermehrt zu Kontern und machte mit dem 4:1 kurz darauf den Deckel auf das Spiel. "Um eine komplette und dominante Mannschaft zu sein, muss man das Spiel in all seinen Aspekten beherrschen. Ich nenne das Mini-Spiele innerhalb des Matches", erklärte der Spanier. "Leipzig machte Druck und meine Spieler wurden etwas müder, wir brauchten mehr Stabilität."
Wie gut die Einstellung beim Gegner funktionierte, fiel auch den RB-Spielern auf: "Wir haben heute gesehen, was es bedeutet, sehr aktiv mit dem Ball zu sein, eine sehr hohe Entscheidungsfindung zu haben und auch im letzten Drittel gute Pässe zu spielen. Das müssen wir uns heute abschauen", sagte Willi Orban nach dem Spiel.
Es bleiben nur wenige Tage, um das Gelernte auch in die Tat umzusetzen. Gegen den ebenfalls schwächelnden Hamburger SV (Sonntag, 15:30 Uhr im Liveticker) muss Leipzig unbedingt drei Punkte einfahren.
Sonst könnte die Geduld mit Demichelis in Sachsen schnell zu Ende sein.
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Fàbregas nach erstem Sieg der Vereinsgeschichte: "Historischer Tag für Klub"

Quelle: Perform


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