Christian Streich schwört Freiburg auf Saisonfinale ein - Kampf um Champions League geht weiter

Der SC Freiburg will den Dämpfer im Rennen um die Champions League schnell hinter sich lassen. Der Traum von der historischen Saison lebt weiter. Neben einer möglichen Qualifikation für die Champions League winkt auch der erste Pokaltriumph in der Vereinsgeschichte des SC. Trainer Christian Streich schwört seine Mannschaft darauf ein und lobt sie für ihre reife und souveräne Haltung diese Saison.

Christian Streich

Fotocredit: Getty Images

Streich hält einen Gedächtnisverlust für die beste Lösung. "Wir müssen jetzt einfach alles vergessen in dieser Woche", sagte er nach dem herben Rückschlag seiner Pokalhelden im Kampf um die erstmalige Teilnahme an der Champions League: "Wir müssen es richtig einordnen und dürfen nicht zu enttäuscht sein."
Der Einordnung bedarf es, weil Streich mit seinen Schützlingen am viertletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt hat.
Vier Tage nach dem ersten Einzug des SC ins Finale des DFB-Pokals stand nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand und einer Führung bis in die Nachspielzeit ein 3:3 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach. Die Freiburger haben damit zwei Punkte Rückstand auf einen Königsklassen-Platz.
"Die Jungs sind extrem enttäuscht. Sie verstehen nicht so richtig, warum sie das Spiel am Ende nicht gewonnen haben", berichtete Streich vom angeschlagenen Zustand seiner Profis: "Natürlich sind wir mit dem Ergebnis unzufrieden. Aber die Mannschaft hat ein Wahnsinnsspiel gemacht in der zweiten Halbzeit und eine tolle Moral gezeigt."

Freiburger Aufholjagd wird nicht belohnt

Tatsächlich lieferten die Freiburger vor 34.700 Zuschauern in ihrem ausverkauften Stadion im zweiten Abschnitt erneut eine jener Vorstellungen, die sie nach wie vor zu einem Anwärter auf die Champions League macht.
Nach den beiden Gladbacher Toren von Ramy Bensebaini per Handelfmeter (3.) und Breel Embolo (13.) drehten die Gastgeber durch die Treffer von Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (49.), Christian Günter (61.) und Philipp Lienhart (80.) das Spiel. Der eingewechselte Lars Stindl verdarb den Breisgauern mit seinem Tor (90.+3) aber die Party.
"Es fühlt sich an wie eine Niederlage", gestand SC-Kapitän Christian Günter bei "Sky" ein: "Gladbach wollte nichts mehr, das Ding war so gut wie durch. Dann eine Flanke, ein Kopfball - saumäßig bitter. Das tut so weh."

Streich: Freiburg kämpft bis zum Schluss um Champions League

"Edelfan" Streich ("Wenn ich Zuschauer gewesen wäre und diese Mannschaft so zusammenbleiben würde, hätte ich mir eine Dauerkarte für die nächsten zwei Jahre gekauft") wollte aber nicht lange nachkarten. Er ist sich sicher, dass der Frust rechtzeitig vor dem badischen Duell am Samstag bei der TSG Hoffenheim (18.30 Uhr live bei Eurosport im Liveticker) verflogen sein wird.
"Die Niedergeschlagenheit legt sich", äußerte der Erfolgscoach, der für den Rest der Saison auf Offensivtalent Noah Weißhaupt (Schultereckgelenksprengung) verzichten muss: "Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen und wieder viel Energie auf den Platz bringen - dann haben wir auch in Hoffenheim eine Chance."
Streich ist ohnehin davon überzeugt, dass sein Team bis zum Schluss um das Königsklassen-Ticket kämpfen wird. "Die Jungs stecken den Kopf nicht in den Sand. Das zeichnet die Mannschaft aus, deshalb ist sie so erfolgreich in dieser Saison", sagte der 56-Jährige: "Das hat nichts mit mir zu tun, das ist Haltung der Spieler - darüber bin ich sehr glücklich."
(SID)
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Quelle: Perform

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