1. FC Köln: Nach der Qualifikation zur Conference League stehen den Geißböcken intensive Wochen bevor

Der 1. FC Köln gewann am Donnerstagabend das Rückspiel 3:0 (1:0) gegen den FC Ferhervar und qualifizierte sich für die Conference League. Der Jubel der Anhänger war überschwänglich. Aufgrund der anstehenden WM im Winter stehen den Geißböcken jetzt jedoch intensive Wochen bevor. In acht Wochen wird die Gruppenphase durchgespielt. Wie die Kölner die Doppelbelastung wegstecken, wird sich zeigen.

Der 1. FC Köln bejubelt den Einzug in die Europa Conference League

Fotocredit: Twitter

Mit müden Augen, aber einem zufriedenen Lächeln und dem Ticket für Europa im Gepäck stiegen die Spieler des 1. FC Köln mitten in der Nacht aus der Maschine am Flughafen. Diesen so wichtigen Erfolg im Play-off-Rückspiel beim ungarischen Underdog FC Fehervar hatten die Kölner wie von Trainer Steffen Baumgart gefordert ausgelassen gefeiert - jetzt warten mindestens sechs weitere Spiele auf europäischer Bühne auf den FC.
Und die sind durchaus lukrativ: Es geht gegen den von Lucien Favre trainierten Klub OGC Nizza, Partizan Belgrad und den 1. FC Slovacko aus Tschechien. Das ergab die Auslosung am Freitagmittag. "Es klingt reizvoll, aber wir freuen uns vor allem, dass wir dabei sind. Die Gegner sind fast egal", sagte Baumgart.
Dass es "nur" die Conference League und damit der drittklassige internationale Wettbewerb ist, war dem FC und seinen frenetischen Fans völlig egal. "Wir haben jetzt einen Moment. Den soll jeder genießen", sagte Baumgart, der seinen siegestrunkenen Profis kurzerhand die Freigabe für das eine oder andere Bier und Zigaretten erteilt hatte: "Jeder, der mich kennt weiß, dass ich keine Verbote ausspreche. Die Jungs sind erwachsen. Sie werden wissen, was hilft – und was nicht."
Auf ganz anderer Ebene hilfreich sind die knapp drei Millionen Euro, die der Klub für den Einzug in die Gruppenphase kassiert, für den Timo Hübers (10.), Ellyes Skhiri (46.) und Kingsley Schindler (90.+4) mit ihren Toren sorgten. Dort gibt es durch Ticketverkäufe und mögliche Punkteprämien noch deutlich mehr zu verdienen. Geld, das der FC bestens gebrauchen kann.

Auf FC warten intensive Wochen

Am Freitag werden die Gruppen in Istanbul ausgelost. Einen Wunschgegner habe er nicht, betonte der Coach: "Es ist wichtig, dass wir wirklich genießen können. Der ganze Verein hat etwas geschafft, und das wird uns vielleicht erst morgen oder übermorgen richtig bewusst."
Bei aller Partystimmung - auf den FC wartet nun eine schwierige und intensive Phase. In nur acht Wochen wird vom 8. September bis 3. November die Gruppenphase durchgezogen. Und natürlich läuft parallel die Bundesliga weiter, Baumgart ist also gefragt, die unbewohnte Doppelbelastung zu moderieren. Der Spielstil der Kölner mit hohem Pressing und intensivem Anlaufen ist kräftezehrend, entsprechend wird es darauf ankommen, die Belastung möglichst gleichmäßig zu verteilen.
Schon am Sonntag, knapp 66 Stunden nach dem umjubelten Schlusspfiff in Szekesfehervar, geht es in der Liga gegen den VfB Stuttgart weiter. Auf dieses "schwere Heimspiel" will Baumgart "den Fokus so schnell wie möglich legen - auch wenn ich weiß, dass sich das jetzt doof anhört".
(SID)
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Quelle: Eurosport

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