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1. FC Köln zieht dank Sieg im Qualifikationsrückspiel bei Fehérvár FC in die Gruppenphase der Conference League ein
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Publiziert 25/08/2022 um 20:59 GMT+2 Uhr
Der 1. FC Köln hat dank eines 3:0 (1:0)-Sieges im Rückspiel der Qualifikation die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League erreicht. Innenverteidiger Timo Hübers köpfte den Bundesligisten beim ungarischen Klub Fehérvár FC in Führung (11.). Ellyes Skhiri legte kurz nach der Pause nach (46.), Kingsley Schindler machte alles klar (90.+5). Das Hinspiel hatten die Kölner zuhause 1:2 verloren.
Ellyes Skhiri
Fotocredit: Getty Images
Nach der ernüchternden 1:2-Heimniederlage im Hinspiel brauchten die Kölner mindestens einen Treffer mehr als die Ungarn, um zumindest in die Verlängerung einzuziehen. Ein Sieg mit zwei oder mehr Toren Differenz würde zum Einzug in die Gruppenphase der Conference League führen.
Die Hausherren zogen sich von Anfang an zurück, ließen die Kölner spielen und lauerten auf schnelle Gegenstöße. In der Anfangsphase hatten die Ungarn zwei kleine Konterszenen über Funsho Bamgboye, der schon im Hinspiel positiv auffiel. Luca Kilian klärte zuerst eine flache Hereingabe (5.), bei der zweiten Aktion rutschte Stürmer Budu Zivzivadze am Zuspiel des Nigerianers vorbei (7.). Diese beiden Aktionen sollten lange die einzigen offensiven Akzente von Féhervár bleiben.
Nachdem die erste Torannäherung durch Forian Kainz noch deutlich über den Kasten flog (6.), durfte sich der Österreicher wenig später über einen Assist freuen. Seine Ecke von der rechten Seite fand Timo Hübers im Zentrum am Fünfer, der am höchsten stieg und das Leder aus kurzer Distanz per Kopf im Tor unterbringen konnte. Féhervár-Keeper Daniel Kovacs war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (11.).
Im Anschluss entwickelte sich eine ähnliche Partie, wie schon im zweiten Durchgang des Hinspiels: Köln dominierte, spielte sich aber zu wenig konkrete Chancen aus dem Spiel heraus. So war es erneut eine Ecke von Kainz, die nach einer halben Stunde für einen Abschluss sorgte. Die Hereingabe von der linken Seite konnte Eric Martel per Kopf aber nicht mehr drücken – drüber (30.).
Acht Minuten später versuchte es der Flankengeber dann noch einmal selbst aus 20 Metern, sein Schuss kam aber zu zentral (38.). Kovacs konnte abwehren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verpasste Linton Maina eine flache Hereingabe des Österreichers im Zentrum. So blieb es beim 1:0 für Köln.
Die Kölner kamen druckvoll aus der Pause und starteten perfekt in den zweiten Durchgang. Kurz nach Wiederanpfiff verlängerte Kristian Pedersen eine Ecke von der rechten Seite per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Ellyes Skhiri das Leder aus fünf Metern in die Maschen donnerte (46.).
Féhervár war nun gefordert und wurde offensiver. Palko Dardai tankte sich auf links mit Tempo gegen Skhiri durch und brachte die Kugel flach an den Fünfer, wo Zivzivadze den Fuß reinhielt und aus vier Metern an Marvin Schwäbes glänzender Fußabwehr scheiterte (61.). Drei Minuten nach dieser Gelegenheit verpasste Dietz auf der Gegenseite mit seinem Kopfball die Vorentscheidung (64.).
Zwanzig Minuten vor Ende versuchte es Zivzivadze noch einmal mit einem angeschnittenen Schuss aus 19 Metern, doch Schwäbe tauchte ab und hielt die Null (70.).
In einer turbulenten Schlussphase verpasste zunächst Dietz abermals das 3:0 (82.). Auch der eingewechselte Jan Thielmann scheiterte nach einem 70-Meter-Lauf an Claudiu Bumba, der für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie klärte (87.).
In den Schlussminuten musste Steffen Baumgart nach einer lautstarken Beschwerde dann mit Rot in die Kabine und sah von dort aus, wie Kingsley Schindler per Kopf in der vierten Minute der Nachspielzeit quasi mit dem Schlusspfiff den Einzug in die Gruppenphase endgültig perfekt machte (90.+4).
Die Stimmen zum Spiel:
Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "Jeder hat gesehen, dass wir heute alles rausgehauen haben. Natürlich hatten wir mit Marvin (Schwäbe, Anm. d. Red.) in der ein oder anderen Situation den Torwart, aber darüber hinaus haben wir gut gespielt. Geduldig mit viel Spucke – ein verdienter Sieg. Die Jungs waren tot, deswegen haben wir die Wechsel vorgenommen. Aber auch die Ungarn waren kaputt, deswegen waren die Wechsel wichtig. Hätten wir das 3:0 früher gemacht, wäre ich nicht auf die Tribüne gegangen."
Marvin Schwäbe (1. FC Köln): "Es freut mich, dass ich der Mannschaft mit meinen Paraden helfen konnte. Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, wenn die Chancen drin gewesen wären. Aber dafür ist ein Torwart ja da.“
Der Tweet zum Spiel:
Knapp 3.000 Kölner nahmen den Weg in die ungarische Provinz auf sich und sorgten beim Spiel in Szekesfehervar für Heimspiel-Atmosphäre. Nun dürfen die Köln-Anhänger in der Gruppenphase weitere Auswärtsfahrten folgen lassen!
Das fiel auf: Kainz-Standards als Dosenöffner - Joker stechen
Köln dominierte wie schon in der zweiten Hälfte des Hinspiels die Partie im ersten Durchgang komplett, erspielte sich aber zu wenig konkrete Abschlüsse. So wurde es hauptsächlich bei Standards von Kainz gefährlich. Der österreichische Standardexperte war mit seiner Ecke in der zehnten Minute der Dosenöffner. Auch im Nachgang war Kainz absoluter Aktivposten auf der linken Seite.
Im Vergleich zum Hinspiel bekam die Kölner Defensive Féhervars quirlige Außen Bamgboye und Dardai besser in den Griff, wobei Letzterer nach dem Seitenwechsel eine erneut gute Leistung auf den Platz brachte. Im ersten Abschnitt gelang den Ungarn nach vorne allerdings nichts.
Nach dem Seitenwechsel tauschte Baumgart im Verlauf der zweiten Halbzeit fünf Mal aus und brachte somit frische Kräfte, die in der Schlussphase den Unterschied machen sollten. So war es eine Co-Produktion der eingewechselten Thielmann und Schindler, die zum 3:0 führte.
Die Statistik: 2
Zwei Mal parierte Schwäbe glänzend beim Stand von 2:0 gegen Zivzivadze (61., 70.) und bewahrte seine Kölner somit vor einer ungemütlichen Verlängerung.
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Quelle: Eurosport
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