Shkodran Mustafi will mit dem FC Valencia den FC Barcelona im Pokal stoppen

Shkodran Mustafi ist in Deutschland noch immer ein Phantom, trotz des WM-Titels 2014. Der Innenverteidiger hat erst neun Länderspiele auf dem Konto, noch nie in der Bundesliga gespielt und bislang keinen Vereinstitel gewonnen - Schlagzeilen macht man anders. Das mit dem Klub-Erfolg will der 23-Jährige nun ändern, auch wenn er dafür mit dem FC Valencia den großen FC Barcelona stoppen muss.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Trainer Gary Neville vertraut Shkodran Mustafi bedingungslos, 26 Pflichtspiele hat der Abwehrspieler in der laufenden Saison bereits auf dem Buckel. In der Primera División bringen es beim FC Valencia nur Torwart Jaume Doménech und Mittelfeldspieler Dani Parejo auf mehr Einsatzminuten.
Das hängt mit der Rolle zusammen, die ihm Neville zugedacht hat. "Keine Frage, Mustafi ist der Boss in der Defensive", erklärt der spanische Eurosport-Journalist Jose Manuel Antequera. "Er hat zwar am Anfang der Saison Probleme gehabt, aber das galt und gilt für die ganze Mannschaft."

"Die Copa gibt uns sehr viel Motivation"

Mit Platz zwölf in der Liga (die aktuelle Tabelle) hinkt der sechsfache Meister weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Die Copa del Rey, der spanische Königspokal, ist neben der Europa League die Chance, die Spielzeit noch mit einem Titel zu krönen. Der Weg dorthin ist kurz und schwer. Im Halbfinal-Hinspiel müssen die Schwarz-Weißen bei Titelverteidiger FC Barcelona (heute ab 21:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) ein brauchbares Ergebnis mitnehmen, um im Rückspiel am 10. Februar das Endspiel-Ticket zu buchen. Dort wartet dann der Sieger des Duells FC Sevilla-Celta Vigo.
"Die Copa gibt uns sehr viel Motivation, vor allem, weil es in der Meisterschaft nicht so läuft für uns", betont Mustafi. Dass der Gegner Barcelona heißt, bereitet dem Weltmeister kein Kopfzerbrechen. "Es ist egal, gegen wen du spielst und ob wir zuerst auswärts oder zuhause antreten. Das ist ein wichtiger Wettbewerb, wir werden unser Bestes geben - und wenn das nicht reicht, dann müssen wir trotzdem dranbleiben und weitermachen."

Stolze Sammlung Gelber Karten

In der Liga trennten sich die beiden Klubs am 14. Spieltag in Valencia mit 1:1 (0:0). Barcelona hatte mehr als 70 Prozent Ballbesitz, doch die Gastgeber hielten mit viel Leidenschaft dagegen. Beim Pokalspiel im Camp Nou dürfte sich an den Kräfteverhältnissen wenig ändern, Valencia muss erneut über den Einsatz kommen.
Für den Kämpfer Mustafi Idealbedingungen. Die intensive Spielweise brachte ihm in der laufenden Spielzeit allerdings acht (!) Gelbe Karten ein, einen Platzverweis kassierte er trotzdem nicht. "Mustafi muss der schwachen Saison des Teams Tribut zollen, seine eigene Leistung ist dagegen besser einzuschätzen", lobt EurosportFußball-Experte Antequera.

Die Null muss weg

Sollte es Valencia gelingen, den Pokal zu holen, wäre es der erste Titel seit dem Gewinn der Meisterschaft 2004. Mustafi brennt für das Ziel, noch steht in der Vita des Weltmeisters in der Spalte Klub-Erfolge eine Null.
Das ändert freilich nichts daran, dass der Name Mustafi auch auf dem Transfermarkt heiß gehandelt wird. Zuletzt machte ein Gerücht über einen Wechsel zum FC Bayern die Runde. Mustafi hat noch einen Vertrag bis 30. Juni 2019 in Valencia, seine Leistungen sprechen indes für einen vorzeitigen Wechsel in die Bundesliga. Das mit dem Phantom hätte sich dann endgültig erledigt...
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung