SSC Neapel schlägt Juventus Turin im Finale der Coppa Italia

Der SSC Neapel hat sich mit einem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Juventus Turin zum Champion der Coppa Italia gekürt. Nach 90 intensiven Minuten gingen es beim Stand von 0:0 nicht in die Verlängerung, sondern direkt zum Showdown vom Punkt. Juventus vergab die ersten beiden Elfmeter, der entscheidende Treffer für die Neapolitaner gelang Arkadiusz Milik.

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So lief das Spiel:

Juventus hatte die erste Chance des Endspiels: Nach Fehler von José Callejon am eigenen Strafraum legte Paulo Dybala für Cristiano Ronaldo ab, aus zwölf Metern scheiterte der Portugiese aber an Alex Meret (5. Minute), der aufgrund der Gelb-Sperre von David Ospina in der Startelf stand. In der Folge agierte Neapel sehr kompakt in der Defensive, vor allem im Zentrum wurde es extrem eng und Juve biss sich die Zähne aus.
Die beste Möglichkeit zur Führung hatten die Neapolitaner durch Lorenzo Insigne, der einen Freistoß (halblinke Position, ca. 26 Meter Torentfernung) an den Außenpfosten setzte (24.). Vor der Halbzeit richtete sich Neapel offensiver aus und kam durch den Ex-Leipziger Diego Demme (40.) und Insigne (42.) zu zwei weiteren guten Chancen. Jeweils war Routinier Gianluigi Buffon zur Stelle und hielt das Unentschieden für Juve fest
Der zweite Durchgang startet gemächlich, beide Teams drosselten ein wenig das Tempo. Juve kam hauptsächlich aus der Distanz zu Abschlüssen, Meret wurde nicht wirklich gefordert. Neapel hingegen hatte durch die eingewechselten Matteo Politano (68.) und Arkadiusz Milik (72.) die besten Möglichkeiten, wieder fehlte die nötige Präzision.
In der Nachspielzeit kam Neapel zur großen Chance auf den Sieg: Nach Ecke von Politano verlangte Nikola Maksimović mit einem Kopfball alles von Buffon ab und Eljif Elmas’ Nachschuss landete am Pfosten (90.+2). Im Elfmeterschießen lief es gut für Neapel: Meret parierte gegen Dybala, Danilo schoss über das Tor. Für Neapel trafen Insigne, Politano, Maksimović und schlussendlich Milik zum Sieg im Finale.

Die Stimmen zum Spiel:

Alex Meret (SSC Neapel): "Es ist eine Riesenfreude, es war ein toller Lauf für uns in diesem Wettbewerb. Für mich war die Umarmung mit Gigi Buffon besonders emotional, er ist immer noch die Nummer eins, das hat er heute wieder gezeigt. Ich bin sehr stolz, hier der Gewinner zu sein, mit so einem großen Spieler wie Buffon auf der Gegenseite."

Das fiel auf: Juve uninspiriert

Gegen das dichte Abwehrbollwerk von Neapel fand Juve in der Offensive keine Lösungen. Häufig liefen sie sich im letzten Drittel fest. Wirklich gefährlich wurde es nur nach Fehlern von Neapel. Im zweiten Durchgang konnte die Alte Dame die spielerischen Vorteile nicht mehr ausspielen. Neapel gewann im Endeffekt verdient im Elfmeterschießen. Auch Cristiano Ronaldo war heute kein großer Faktor und muss weiter auf den Sieg im italienischen Pokal für seine persönliche Sammlung warten.

Der Tweet zum Spiel:

Gianluigi Buffon zeigte einmal mehr, dass er trotz seiner 42 Jahre immernoch zu Top-Leistungen fähig ist. In der letzten Aktion des Spiels parierte der Weltmeister von 2006 mit einem sensationellen Reflex und rettete seine Mannschaft damit ins Elfmeterschießen. Für den Sieg hat es schlussendlich nicht gereicht.

Statistik: 6

Neapel wurde heute zum sechsten Mal in der Vereinshistorie als italienischer Pokalsieger gekürt. Zuletzt konnt das Team aus Süditalien in der Saison 2013/14 die Coppa Italia gewinnen. Damaliger Trainer war Rafael Benítez.
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