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Inter dreht Finale gegen Juventus und gewinnt Coppa Italia - Ivan Perisic hievt Mailänder auf Italiens Thron
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Publiziert 11/05/2022 um 23:36 GMT+2 Uhr
Inter hat sich zum achten Mal in der Vereinsgeschichte die Coppa Italia gesichert. Die Nerazzurri starteten furios und gingen durch ein Traumtor von Nicolò Barella in Führung (7.). Juventus meldete sich mit einem Doppelschlag von Alvaro Morata (50.) und Dusan Vlahovic (52.) zurück. Hakan Calhanoglu erzwang die Verlängerung (80.). In dieser avancierte Ivan Perisic schließlich zum Helden (99./102.).
Ivan Perisic avancierte gegen Juventus zum Finalhelden
Fotocredit: Getty Images
Inter, das als leichter Favorit ins Pokalfinale ging, setzte systemtreu auf eine 3-5-2-Formation mit Lautaro Martínez und Edin Džeko im Sturmzentrum. Zudem spielte Matteo Darmian von Beginn an auf der rechten Seite und sollte – im Vergleich zu Denzel Dumfries – etwas mehr taktische Ausgewogenheit bringen.
Juventus Turin agierte mit Pokaltorhüter Mattia Perin in der Startformation und dem scheidenden Paulo Dybala im Angriff neben dem 22-jährigen Dušan Vlahović. Beide Offensivspieler hatten allerdings zunächst keinen Einfluss auf das Spiel, weil Inter die Partie von Beginn an diktierte.
Bereits in der 7. Minute ging Inter in Führung. Brozovic spielte den Ball auf den linken Flügel auf Nicolò Barella, der viel zu viel Platz und Zeit bekam. Der Mittelfeldspieler zog in die Mitte und suchte aus 18 Metern halblinker Position den Abschluss. Barella traf den Ball perfekt und setzte ihn unhaltbar ins rechte Eck.
Juventus benötigte eine Viertelstunde, um selbst die ersten Akzente zu setzen – in der Folge kam die Alte Dame zu hochkarätigen Chancen. In der 23. Minute scheiterte Dybala mit einem Schuss aus 14 Metern halbrechter Position. Nur kurz darauf war Samir Handanovič gegen einen Schuss von Vlahović aus zwölf Metern halblinker Position mit einer Hand sehenswert zur Stelle (24.). Die größte Möglichkeit im ersten Durchgang vergab Dybala freistehend aus elf Metern zentraler Position (32.).
Juventus meldet sich mit Doppelschlag zurück
Inter ging mit einer insgesamt schmeichelhaften 1:0-Führung in die Halbzeitpause. Doch im zweiten Durchgang sollte Juventus die eigenen Chancen konsequenter nutzen. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war die alte Dame zur Stelle. Alex Sandro zog aus 18 Metern halblinker Position ab, der eingewechselte Álvaro Morata berührte den Ball im Fünfmeterraum noch leicht und so war Handanovič machtlos (50.).
Keine zwei Minuten später machte Juventus Turin den Doppelschlag perfekt. Inter suchte nach der schnellen Antwort, Juventus konterte. Der starke Dybala spielte einen schönen Steilpass in den Lauf von Vlahović, der auf das Tor zuging und im ersten Versuch an Handanovič scheiterte. Im Nachschuss blieb der Stürmer jedoch eiskalt und verwandelte zur 2:1-Führung (52.).
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Vlahovic trifft, Inters Hintermannschaft bleibt nur das Nachsehen
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Inter versuchte nochmal Einfluss zu nehmen und zurückzukommen, vollzog einen Dreifachwechsel. Mit neuem Personal schaffte es Inter, wieder selbst Druck aufzubauen und die Spielkontrolle zu übernehmen. In der Schlussphase legte Ivan Perišić den Ball in der linken Strafraumhälfte per Kopf quer auf Lautaro Martínez, der im Strafraum vom eingewechselten Leonardo Bonucci gefoult wurde. Hakan Çalhanoğlu übernahm von Punkt und verwandelte unhaltbar in den rechten Winkel (80.).
Perišić schießt Inter ins Pokalglück
In der regulären Spielzeit blieb es beim 2:2-Unentschieden – somit ging die Partie in die Verlängerung, in der Inter von Beginn an dominant nach vorne spielte. Den Turinern fehlten sichtlich die Kräfte, sie hofften auch schnelle Umschaltmomente und das Retten ins Elfmeterschießen.
So kam es nicht, Matthijs de Ligt kam im Strafraum gegen Stefan de Vrij zu spät und foulte den Inter-Akteur klar. Der Schiedsrichter übersah das Vergehen, doch der VAR schaltete sich ein. So gab es nach Überprüfen der Bilder den Foulelfmeter für Inter. Perišić lief an und schoss die Kugel unhaltbar ins linke Eck (99.).
Nur wenige Minuten später brachte er seine Farben endgültig auf die Siegerstraße. Der eingewechselte Federica Dimarco spielte den Ball von der linken Seite in den Strafraum. Perišić nahm die Kugel an und suchte direkt den Abschluss aus 15 Metern halblinker Position. Er verwandelte wunderschön und unhaltbar in den rechten Winkel zum 4:2 für Inter und damit letztlich zum achten Finalsieg der Klub-Historie (102.).
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Grüße vom Neuzugang in spe
Dybala war im Coppa-Finale der auffälligste Juventus-Akteur auf dem Feld. Auch wenn er im ersten Durchgang riesige Torchancen ausließ, war er der größte Faktor seiner Mannschaft. Er initiierte viele Angriffe und sorgte dafür, dass die alte Dame das Spiel per Doppelschlag zwischenzeitlich drehte.
Es war das womöglich letzte Geschenk des Angreifers, der den Klub am Saisonende ablösefrei verlassen wird. Ausgerechnet Inter Mailand wird als Dybalas neuer Verein gehandelt. Der Stürmer ließ Inter zeitweise verzweifeln und deutete gleichzeitig an, auf was sich Mailand freuen darf, sollte der Topstürmer tatsächlich in den kommenden Spielzeiten für die Nerazzurri auflaufen.
Die Statistik: 7
Das Führungstor von Barella in der 7. Spielminute war das schnellste Tor in einem Coppa-Finale seit 2015. Damals traf Stefan Radu – ebenfalls gegen Juventus – bereits nach vier Minuten.
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Quelle: SID
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