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Trapattoni-Parodie ruft zum Zuhausebleiben auf: "Dumm wie eine Flasche leer"

Trapattoni-Parodie ruft zum Zuhausebleiben auf: "Dumm wie eine Flasche leer"

22/03/2020 um 22:02Aktualisiert 22/03/2020 um 22:13

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Der Komiker Roger Wicki aus Luzern versucht, mit einer Imitation der berühmt-berüchtigten Wutrede von Giovanni Trapattoni die Leute in Zeiten der Corona-Krise zum Händewaschen und Zuhausebleiben zu animieren. Das Video bahnt sich seither viral seinen Weg durchs Netz. Mit der "Luzerner Zeitung" sprach der Imitator über den Clip und seine Intention dahinter.

Wir schreiben den 10. März 1998. Bayern-Coach Giovanni Trapattoni betritt zwei Tage nach einer 0:1-Niederlage gegen den FC Schalke 04 wutentbrannt das Podium für eine Pressekonferenz an der Säbener Straße.

Was dann folgt, geht in die Geschichtsbücher ein. Der Italiener hält eine dreiminütige Brandrede und schreit die Medienvertreter, die er nicht einmal zu Wort kommen lässt, in gebrochenen Deutsch an.

Eine der legendärsten Aussagen der Fußball-Geschichte entsteht an diesem Tag:

"Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer sehen, was passieren in Platz. In diese Spiel es waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer!"

Parodist Roger Wicki machte sich diesen Auftritt zu Nutzen. In der Quarantäne, in der sich der Schweizer mit drei anderen Erwachsenen und den zwei Kindern seiner Partnerin aufgrund der Corona-Pandemie befindet, imitierte er den Ex-Bayern-Coach und münzte die Worte der Rede auf die aktuelle Krise um.

"Trap"-Parodie nicht die erste Wahl

Über die ordentliche Nutzung von Handseifen belehrt der Komiker seine Zuschauer im unverkennbaren italienischen Akzent. Immer wieder lehnen sich seine Wut-Passagen an die aus Trapattonis Ansprache an. Besonders die Menschen, die trotz der inständigen Empfehlungen der Regierung nicht Zuhause geblieben sind, bringen ihn auf die Palme. "Die Leute waren dumm wie eine Flasche leer", meckerte er in dem Clip.

Mit den berühmten Worten des Trainers endet auch Wickis Rede:

"Ich habe fertig!"

Da er auch noch andere prominente Personen imitieren kann, war die "Trap"-Parodie wohl gar nicht seine erste Wahl, erklärte Wicki hinterher der "Luzerner Zeitung". Doch nun sei er froh, sich dafür entschieden zu haben, denn das Feedback sei überwältigend.

Er bringe die Leute zum Lachen - und das sei in dieser schwierigen Zeit besonders wichtig.

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