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Pokal-Aus für PSG: Kehrer als Tollpatsch, Tuchel beklagt "merkwürdige" Umstände
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Publiziert 10/01/2019 um 14:34 GMT+1 Uhr
Thomas Tuchel leistet sich mit Paris St. Germain im französischen Ligapokal eine Blamage. Das Starensemble scheidet überraschend gegen das Ligaschlusslicht aus - und sorgt damit für unerwünschte Nebengeräusche. Besonders Nationalspieler Thilo Kehrer ist wegen seines verursachten Elfmeters in der Nachspielzeit im Zentrum der Kritik und wird für die Pleite verwantwortlich gemacht.
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Die Gazetten schossen sich auf Tollpatsch Thilo Kehrer ein, Thomas Tuchel aber suchte nach dem Elfmeter-Festival die Schuld nicht beim deutschen Nationalspieler. "Die Umstände sind etwas merkwürdig", sagte der Trainer von Paris St. Germain nach dem blamablen Ligapokal-Aus gegen Erstliga-Schlusslicht EA Guingamp. Weiter sagte er:
Drei Elfmeter verschuldet
Doch dem französischen Starensemble, das die vorherigen fünf Auflagen der Coupe de la Ligue gewonnen hatte, passierte genau das. Kehrer schenkte dem Außenseiter mit dem Foul an Marcus Thuram in der Nachspielzeit den bereits dritten Elfer - und leistete damit in großen Teilen die Vorarbeit für das unerwartete 1:2 (0:0) "nach Elfmeterschießen". Vor dem ehemaligen Schalker hatten schon der Belgier Thomas Meunier und der Ex-Münchner Juan Bernat jeweils einen Strafstoß verursacht.
In der schonungslosen Nachbetrachtung machte die französische Presse Kehrer und sein ungeschicktes Einsteigen gegen Thuram für die Pleite verantwortlich. Die Fachzeitschrift France Football bezeichnete den U21-Europameister als "Monsieur Ich-verursache-Elfmeter". Die Grundlage für den unschönen Titel liegt auf der Hand: Kehrer verursachte vier (!) der zehn Strafstöße, die in dieser Saison gegen PSG gepfiffen wurden. Thuram selbst nutzte das Geschenk (90.+3), nachdem er den ersten Strafstoß (61.) noch kläglich vergeben hatte.
Zuvor 44 Pokalsiege in Folge
Tuchel hingegen ging es weniger um die hektische Schlussphase. Bernats vermeintliches Foul stieß dem ehemaligen BVB-Trainer übel auf, Schiedsrichter Benoit Bastien wertete den Rempler gegen Marcus Coco erst nach Ansicht der TV-Bilder als strafbares Vergehen. "Das war rein gar nichts. Es ist unmöglich, so einen Elfmeter zu pfeifen", moserte der 45-Jährige. Yeni N'Gbakoto (83.) verwandelte zum Ausgleich, zuvor hatte Superstar Neymar (63.) den Favoriten per Kopf in Führung gebracht.
Tuchel sagte:
In der ersten Hälfte hatte sein Team dominiert, klare Chancen aber ausgelassen. Nach zuvor 44 Pokalsiegen in Serie hätten einige Spieler vielleicht das Gefühl gehabt, "dass ihnen nichts passieren kann", vermutete Tuchel. "Es ist eine schwierige Lektion, aber es liegt an uns, eine Niederlage zu akzeptieren."
Wenn es an dem Pokal-Aus für ihn und seine Mannschaft etwas Positives gibt, dann ist es der leicht entschlackte Spielplan: Der drittwichtigste französische Vereinswettbewerb steht auf dem Weg zum ersehnten Champions-League-Titel und dem Achtelfinale gegen den englischen Rekordmeister Manchester United (12. Februar) nun nicht mehr im Weg.
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