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Frühere Seleção-Stars Dani Alves und Robinho drängen sich nach Vergewaltigungsurteilen zurück in Öffentlichkeit
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Publiziert 31/10/2025 um 12:03 GMT+1 Uhr
Dani Alves und Robinho suchen nach ihren Verurteilungen wegen Vergewaltigung erneut die Öffentlichkeit. Alves trat in einer Kirche in Spanien als Prediger auf und präsentiert sich als gläubig und geläutert. Robinho meldet sich per Video aus dem Gefängnis und betont seine Normalität. Beide früheren Seleção-Stars versuchen, ihr Image zu reparieren und sorgen damit für Empörung und Irritation.
Dani Alves sucht nach seinem Vergewaltigungsurteil erneut die Öffentlichkeit
Fotocredit: Getty Images
Zwei einst vergötterte Fußballstars - zwei Schuldsprüche wegen sexualisierter Gewalt. Daniel Alves und Robinho stehen längst nicht mehr für ihren Glanz und ihre Titel früherer Jahre.
Sie stehen für Übergriffe, Machtmissbrauch und zerstörtes Vertrauen. Nun drängen sie wieder in die Öffentlichkeit - und inszenieren sich als Demütige.
Am Montag poppte in Spaniens Medien ein Video mit Alves auf. Der 42-Jährige, der seine Glanzzeit zwischen 2008 und 2016 beim FC Barcelona feierte, predigte auf Amateuraufnahmen in einer freikirchlichen Pfingstgemeinde in Girona, rund 100 km vor den Toren der katalanischen Metropole.
"Ich habe einen Pakt mit Gott gemacht", rief der Titelsammler, weltweit mit 43 Trophäen Nummer zwei hinter Argentiniens Weltmeister Lionel Messi (46), den Gläubigen zu.
Alves zwischen Urteil und Inszenierung
Eine zutiefst verstörende Show angesichts der Vorwürfe, denen sich Alves konfrontiert sieht. Es war Silvester 2022, als der frühere Barça-Star mit einer 23-Jährigen auf einer Disco-Toilette verschwand. 20 Tage später saß er, der Vergewaltigung beschuldigt, in Haft.
Es folgten der Prozess, eine im Februar 2024 ausgesprochene Haft von viereinhalb Jahren, zwei Monate später die vorzeitige Freilassung nach Zahlung einer Kaution in Höhe von einer Million Euro und im März dieses Jahres die Urteilsaufhebung wegen "unzureichender Beweise".
Auftritt wirft zweifel an Reue auf
Am Samstag stand Alves mit kurzgeschorenen Haaren und üppigem Bart, sportlich schlicht in Schwarz gekleidet, in einer schmucklosen Halle mitten in einem Industriegebiet am Stadtrand Gironas. Und trompetete: "Inmitten des Sturms gibt es immer einen Boten Gottes. Dieser Bote brachte mich zur Kirche und zeigte mir den Weg."
Dass er als Laienprediger in Erscheinung tritt, bevor die Justiz final über sein Schicksal entschieden hat, wirft Fragen auf - auch, ob und wie ernst es ihm mit Reue wirklich ist.
Urteil steht noch aus
Darüber täuscht auch sein Auftreten auf seinem "Instagram"-Profil nicht hinweg. "Discípulo de Cristo Jesús", ein Jesus-Jünger, sei er. Und seit dem 1. Oktober ist er auch Vater.
Seine spanische Frau Joana Sanz hielt demonstrativ zu ihm. Noch ein Appell an den Obersten Gerichtshof, der in wenigen Wochen als letzte Instanz entscheidet, ob Alves tatsächlich auf freiem Fuß bleiben darf.
Robinho weist Vorwürfe zurück
Und als Brasilien noch über Gnade vor Recht im Fall Alves diskutierte, preschte sein langjähriger Seleção-Gefährte Robinho in einem Video einer der kommunalen Justiz nahestehenden Stiftung ins Rampenlicht, widersprach Vorwürfen zu Privilegien in der als "Promi-Gefängnis" bekannten Haftanstalt Trembembé, gut zwei Autostunden von São Paulo entfernt.
"Ich habe nie etwas anderes zu essen bekommen, wurde nie anders behandelt. Bei der Arbeit mache ich hier alles, was auch alle anderen Insassen machen können", versicherte der 41-Jährige.
Neun Jahre Haft wegen Gruppenvergewaltigung
Er sitzt, weil er 2013 gemeinsam mit mehreren Männern eine junge Frau in einem Mailänder Nachtclub zum Sex gezwungen hatte - eine Gruppenvergewaltigung. Von der italienischen Justiz wurde er 2022 zu neun Jahren Haft verurteilt. Brasiliens Bundesgericht erkannte im März 2024 das Urteil an.
Gefängnisbeamte hatten zuvor von Vergünstigungen für den einstigen Starstürmer (FC Santos, Real Madrid, Manchester City, AC Mailand) berichtet.
Alves und Robinho auf Imagekurs
Sein Pastor würde nun die Messen feiern, er sei Trainer und Spieler des Trembembé FC. "Es gibt Gerüchte, dass ich ein Anführer bin und psychische Probleme habe. Das war nie der Fall, ich musste nie Medikamente nehmen", verteidigte sich Robinho.
Und dann sprach er auch seinem Seleção-Partner aus dem Herzen: "Hier geht es darum, diejenigen, die Fehler begangen haben, zu resozialisieren." Dani Alves und Robinho - zwei, die den Anschein erwecken, als seien sie auf diesem Weg. Wenn sie nicht wie einst auf dem Rasen herumtricksen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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