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DFB-Frauen erkämpfen den Sieg im Wembley-Kracher

DFB-Frauen erkämpfen den Sieg im Wembley-Kracher
Von Eurosport

09/11/2019 um 21:56

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat einen begeisternden Fußball-Abend in Wembley mit einem 2:1-Erfolg gegen England gekrönt. Zwar konnten die angeküdigten 90.000 Zuschauer nicht ganz eingehalten werden, doch die Stimmung im Stadion war trotzdem gut. Klara Bühl vom SC Freiburg krönte das Großereignis mit ihrem Siegtreffer in der Schlussphase der Partie.

Die deutschen Spielerinnen lagen sich nach einem denkwürdigen Abend im Fußball-Tempel Wembley in den Armen, Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg herzte Last-Minute-Torschützin Klara Bühl - bei einigen Engländerinnen flossen dagegen Tränen der Enttäuschung. Zuvor hatte das DFB-Team einen begeisternden Fußball-Abend in London vor einer Traumkulisse mit 77.768 Zuschauern mit einem 2:1 (1:1)-Prestige-Erfolg im Klassiker gegen England gekrönt. Klara Bühl sagte nach der Partie:

"Wir haben alles gegeben und wollten unbedingt gewinnen. So eine Kulisse puscht einen nur, damit gibt an automatisch zehn Prozent mehr."

Die 18 Jahre alte Freiburgerin hatte in der 90. Minute den Siegtreffer für die DFB-Auswahl erzielt. DFB-Kapitänin Alexandra Popp (9.) und Ellen White (44.) hatten zuvor in einer unterhaltsamen Partie zum Jahresabschluss getroffen, die entgegen der englischen Ankündigungen den bisherigen Europarekord von 80.203 Zuschauern beim Olympia-Finale 2012 an selber Stelle nicht ganz in den Schatten stellen konnte.

Klara Bühl (re.) erzielte den späten Siegtreffer für die Nationalmannschaft

Klara Bühl (re.) erzielte den späten Siegtreffer für die NationalmannschaftGetty Images

Popp nach Wunderheilung in der Startelf

Der englische Verband FA hatte als Ausrichter der Frauen-EM 2021 massiv die Werbetrommel gerührt und die Partie Mitte Oktober als ausverkauft vermeldet. Der Zuschauer-Weltrekord von 1999, als beim WM-Finale 90.185 Menschen den Rose Bowl von Pasadena/Kalifornien besuchten, bleibt ebenfalls unangetastet.

Als "Ehre und Geschenk" bezeichnete Voss-Tecklenburg im Vorfeld diese besondere Begegnung, die für den Olympiasieger den ersten Härtetest seit dem enttäuschenden WM-Viertelfinalaus im Sommer bildete. Da die Stammkräfte Almuth Schult, Giulia Gwinn und Svenja Huth fehlten, konnte "MVT" gegen den WM-Vierten nicht ihre Bestbesetzung aufbieten.

So kam die 19-jährige Sophia Kleinherne vom 1. FFC Frankfurt als Linksverteidigerin zu ihrem Länderspiel-Debüt. Doch die verjüngte DFB-Elf startete furios, nach nur 150 Sekunden hatte Popp bei einem Lattentreffer erstmals die Führung auf dem Fuß. Per Kopf zielte sie wenig später besser - und im Hexenkessel Wembley wurde es für einige Sekunden mucksmäuschenstill.

Für die Kapitänin war es im 106. Länderspiel der 53. Treffer. Dabei hätte die 28-Jährige das Highlight in London eigentlich verpasst - nach der Blitzheilung eines Außenbandrisses im Sprunggelenk wurde sie von Voss-Tecklenburg erst nachnominiert.

Youngster bringt die Entscheidung

Gegen sichtlich nervöse Engländerinnen blieb die DFB-Auswahl zunächst spielbestimmend. Besonders das Mittelfeld-Dreieck Dzsenifer Marozsan, Sara Däbritz und Lina Magull setzte die notwendigen Akzente.

Doch nach einem rot-würdigen Einsteigen von Sara Doorsoun gegen Beth Mead (30.) wurden die Gastgeberinnen mutiger. Nach einem Foul von Torhüterin Merle Frohms an Mead gab Schiedsrichterin Stephanie Frappart Elfmeter - doch die Freiburgerin Frohms machte die Aktion mit einer starken Parade gegen Nikita Parris (36.) wieder wett. Dann schlug Englands Torjägerin White kurz vor der Pause doch noch zu - der Ausgleich fiel aber aus abseitsverdächtiger Position.

Zur zweiten Hälfte blieb die starke Innenverteidigerin Lena Oberdorf mit Oberschenkelproblemen in der Kabine, Marina Hegering kam für die 17-Jährige in die Partie. Das Spieltempo blieb hoch, beide Seiten drängten auf den nächsten Treffer. Magulls Abstauber-Tor (63.) zählte aufgrund einer Abseitsstellung der Münchnerin nicht. Kurz vor Schluss traf die Teenagerin Bühl für Deutschland.

(SID)

Video - Dank Last-Minute-Treffer: DFB-Frauen triumphieren in Wembley

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