Bereits nach wenigen Minuten übernahm der VfL Wolfsburg die Spielkontrolle und drängte Eintracht Frankfurt tief in die eigene Hälfte. Die erste gute Gelegenheit hatte Ewa Pajor (9.), ein Schlenzer der Stürmerin verpasste das Tor nur um wenige Zentimeter.
Wenige Minuten später hätte Fridolina Rolfö (13.) einen Frankfurter Ballverlust in der Vorwärtsbewegung fast genutzt, doch ein Distanzschuss der Schwedin landete nur am Außennetz.
Frankfurt gelang es in der Folge, Tempo aus der Partie zu nehmen und verteidigte konsequenter – so verlor Wolfsburg an Spielfluss und kam lange zu keinen größeren Möglichkeiten.
Relegation 2. Bundesliga
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Die Eintracht verbuchte den ersten eigenen Abschluss nach etwas mehr als einer halben Stunde. Sjoeke Nüsken (32.) versuchte es aus der Distanz, doch der Ball flog klar über den Kasten von Almuth Schult.
Kurz vor der Pause kam Wolfsburg noch zu einer Doppelchance, doch erst scheiterte Lena Oberdorf (42.) am Pfosten, ehe Dominique Janssen (43.) den anschließenden Eckball nicht ins leere Tor drücken konnte, nachdem Merle Frohms am Ball vorbeiflog.
Überschattet wurde die erste Halbzeit von einer wohl schweren Verletzung der Frankfurter Kapitänin Tanja Pawollek. Die Mittelfeldspielerin verletzte sich bei einem Zweikampf mit Oberdorf und musste in der 40. Minute vom Platz getragen werden.
Der VfL bestimmte auch die zweite Halbzeit, kam aber kaum zu zwingenden Torchancen. Frankfurt lies sich zwar komplett in die eigene Hälfte drängen, hielt aber dennoch gut dagegen und hatte nach einem Konter die große Chance zur Führung. Eine gute Vorarbeit von Lara Prasnikar konnte die eingewechselte Alexandra Johannsdottir (59.) nicht verwerten, Schult hielt den Schuss der Isländerin stark.
Wolfsburg ließ sich von der Chance nicht beirren und blieb weiterhin klar am Drücker, doch es änderte sich wenig am Spielverlauf. Die Frankfurterinnen verteidigten die etwas kopflosen Angriffe des VfL ohne großen Probleme – Wolfsburg spielte es im letzten Drittel zu durchsichtig.
Die erste nennenswerte Chance im zweiten Durchgang erspielte Rolfö (83.) sich nach einer Einzelaktion, doch die Schwedin traf wie in der ersten Halbzeit nur das Außennetz.
In der Schlussphase der regulären Spielzeit wurde es nochmal ein offener Schlagabtausch. Nach einem Fehler von Schult klärte Felicitas Rauch einen Kopfball von Camilla Küver (86.) auf der Linie. Nur wenige Minuten später hatte Frankfurt wieder die große Chance, die Partie auf den Kopf zu stellen. Doch ein Abschluss von Laura Feiersinger (89.) war zu unplatziert. In der Nachspielzeit wäre Wolfsburg fast der Lucky Punch gelungen ein Abschluss von Rolfö (90.+3) landete aber an der Latte.
Die Verlängerung begann mit einem Paukenschlag: Torhüterin Schult (96.) räumte Prasnikar als letzte Frau Zentimeter vor dem Strafraum ab und wurde folgerichtig vom Platz gestellt.
Doch Frankfurt konnte die Überzahl nicht nutzen, um sich Chancen herauszuspielen. Wolfsburg blieb auch zu zehnt die gefährlichere Mannschaft und hatte durchaus Chancen, in Führung zu gehen. Den besten Schuss von Pia-Sophie Wolters (104.) parierte Frohms stark.
In der Schlussphase der Verlängerung war das Spiel sehr wild, die Mannschaften lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, in dem die Wolfsburgerinnen letztlich das Glück auf ihrer Seite hatten. Sekunden vor einem möglichen Elfmeterschießen konterte der VfL Frankfurt eiskalt aus, Pajor (118.) traf nach Vorarbeit von Svenja Huth zum Tor des Tages. Damit gewinnt Wolfsburg zum siebten Mal in Folge den DFB Pokal!

Stimmen des Spiels:

Svenja Huth (VfL Wolfsburg): "Pokalfinale ist immer spannend! Ich empfinde pure Freude und Leere zugleich! Wir hatten viel mehr Ballbesitz und haben uns auch gute Chancen herausgespielt, aber die haben wir nicht genutzt. Am Ende sind wir trotzdem der verdiente Sieger! Wir haben eine tolle Mentalität an den Tag gelegt und sind einfach nur glücklich, dass wir wieder den Pokal mit nach Hause nehmen dürfen."
Laura Feiersinger (Eintracht Frankfurt): "Paar Mädels sind schon ziemlich mitgenommen. Es war ein hartes Spiel, wir haben eigentlich super gekämpft. Aber so ist einfach der Sport. Manchmal zeigst du alles auf dem Feld, aber bist trotzdem nicht der Sieger."

Das fiel auf: Frankfurter Hamlosigkeit

Nachdem die Frankfurterinnen vor einer Woche im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg noch zwei Tore erzielten, waren sie im DFB-Pokal-Finale größtenteils harmlos. In den ersten 45 Minuten fehlte praktisch jeglicher Zug zum Tor, die einzige Torannäherung gab es nach einem Freistoß. Auch in Überzahl gelang es der Eintracht nicht, das Spiel an sich zu reißen. So kann sich die Eintracht über die Niederlage nicht beschweren.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 7

Wolfsburg gewinnt zum siebten Mal in Folge den DFB Pokal. Seit 2015 gab es im Pokal der Damen keinen anderen Sieger!

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