FC Bayern gegen Frankfurt: Kein Fairplay? Münchner sparen sich Siegerehrung

Eintracht Frankfurt gelingt mit dem 3:1 (1:0) im DFB-Pokalfinale über den FC Bayern eine Sensation. Die Münchner verpassen erst das Double und dann die Siegerehrung. Nachdem alle Bayern-Spieler ihre Silbermedaillen erhalten haben, bewegen sie sich unverzüglich Richtung Kabine, und die Eintracht muss aufs obligatorische Sieger-Spalier verzichten. Kein Fairplay? Das Netz echauffiert sich.

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Einzig Manuel Neuer und Tom Starke blieben während der Siegerehrung auf dem Feld.
Thomas Müller versuchte sich später an einer Erklärung:
Frankfurt habe "sich das erarbeitet, und den Respekt haben sie auch. Aber deswegen müssen wir nicht mitfeiern, wenn sie den Pokal hochstemmen." Das sahen viele Fans und Experten allerdings komplett anders.

Hummels stellt klar: "Keine Respektlosigkeit"

Lothar Matthäus kritisierte seinen ehemaligen Klub bei Sky hart. "Es war kein respektvolles Verhalten gegenüber dem Sieger. Normalerweise applaudiert die Mannschaft, das ist Fairplay und hat es in den letzten Pokalfinals immer gegeben", sagte der Rekordnationalspieler.
Bayern-Profi Mats Hummels betonte, dass es sich um "keine Respektlosigkeit" gehandelt habe. "Wir sind mehr oder weniger nach links weggeleitet worden - einer vorne weg und wir wie die Entenfamilie hinterher. Frankfurt hätte sich auch nicht mehr gefreut, wenn wir geblieben wären."
Bayern-Trainer Jupp Heynckes zeigte sich in der ARD so einsichtig wie respektvoll:
Eintracht-Akteur Danny da Costa wollte kein böses Blut aufkommen lassen. "Wir haben das gar nicht so mitbekommen, weil wir damit beschäftigt waren, den Pokal entgegen zu nehmen. Aber man muss die Bayern auch verstehen. Sie waren klarer Favorit, niemand in ganz Deutschland hat auf uns gesetzt. Da ist es klar, dass sie enttäuscht sind. Aber das war sicher keine böse Absicht."
So beschwichtigend reagierten nicht alle.
Das Verhalten der Bayern-Spieler ist allerdings nicht verboten. Wie DFB-Pressesprecher Jens Grittner gegenüber Eurosport-Reporter Florian Bogner erklärt, gibt es zur Übergabe kein vorgeschriebenes Prozedere.
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