Schalke - Frankfurt: Darum durfte der Video-Schiedsrichter nicht eingreifen

Beim 1:0-Erfolg von Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 im Halbfinale des DFB-Pokals steht wieder einmal der Video-Schiedsrichter in der Kritik. Doch beim nicht anerkannten Ausgleich durch Franco di Santo in der dritten Minute der Nachspielzeit wegen eines vermeintlichen Handspiels durfte er gemäß der Regeln gar nicht eingreifen. Eurosport erklärt, warum.

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Fotocredit: Eurosport

Der vermeintliche Ausgleich in der Nachspielzeit vom Schiedsrichter aberkannt, das Pokalfinale gegen den künftigen Klub FC Bayern verpasst: Leon Goretzka verstand nach dem Schlusspfiff gegen Eintracht Frankfurt die Welt nicht mehr.
"Vom wem soll das Hand gewesen sein? Franco ist fünf Mal am Tag im Kraftraum. Ich denke, er kann den Ball mit der Brust annehmen. Für genau solche Momente wurde der Videobeweis erfunden", klagte der Nationalspieler - und lag damit falsch.

Video-Schiedsrichter durfte nicht eingreifen

In jener Szene waren dem Videoschiedsrichter in Köln die Hände gebunden, da sich Robert Hartmann seiner Entscheidung sicher war, abpfiff und das Spiel damit ab diesem Moment unterbrochen war. Alles was unmittelbar im Anschluss an den Pfiff passiert, darf der Video-Schiedsrichter bewerten.
Ein danach erzieltes Tor kann in diesem Fall regeltechnisch nicht zählen, da die zu bewertende bzw. zu korrigierende Situation - der Treffer - nicht mehr Teil des laufenden Spiels war. Wäre der Pfiff erst erfolgt, nachdem der Ball im Tor gelandet war, hätte sich Video-Schiedsrichter Günter Perl einschalten können.
"Der Schiedsrichter (mit Hilfe des Video-Schiedsrichters) dürfte das Tor nur geben, wenn der Pfiff nicht erfolgt ist, bevor der Ball im Tor war", heißt es dazu in Punkt 8.6 der offiziellen IFAB-Regeln.
Anders stellte es sich bei der Roten Karte für Frankfurts Gelson Fernandes nach Foul an Goretzka dar. Dort erfolgte die strittige Situation - das Foul - vor dem Pfiff des Schiedsrichters.
Wurde das Spiel im Anschluss noch nicht fortgesetzt, kann die Entscheidung mit Hilfe des Video-Schiedsrichters von Gelb auf Rot korrigiert werden, was in diesem Fall auch geschah.
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