RB Leipzig im DFB-Pokal-Finale: "Es ist einfach geil"
RB Leipzig steht nach dem 3:1 beim Hamburger SV im Halbfinale erstmals im DFB-Pokal-Endspiel. Während Ralf Rangnick aufgrund der aktuellen Top-Form ruhig bleibt, freuen sich Emil Forsberg und Yussuf Poulsen aufs Finale. HSV-Keeper Julian Pollersbeck lobt den Gegner und Pierre-Michel Lassoga trauert einer großen Chance nach. Die Reaktionen zum Halbfinale.
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Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) über ...
... das Spiel: "Normalerweise muss das Spiel nach 20 Minuten entschieden sein. Wenn es da 3:0 steht, kann sich der HSV nicht beklagen. Der Ausgleich fällt auch aus heiterem Himmel. Kevin (Kampl, Anm. d. Red.) weiß selbst, dass er den Ball nicht vertändeln darf. Danach war der HSV im Spiel, hat gezeigt, dass er Qualitäten hat. Da hatten wir auch das ein oder andere Mal Probleme. Unterm Strich war es die schwerere Tour, die wir gewählt haben. Wir mussten richtig Mentalität zeigen - und das hat die Mannschaft wie die letzten Wochen auch getan."
... die Energieleistung zum Saisonende: "Wir sind auch im Trainerstab jetzt voller Adrenalin. Die letzten Monate haben Kraft und Energie gekostet. Die Mannschaft verblüfft uns immer aufs Neue, wenn man die Entwicklungsschritte sieht. Es war der neunte Auswärtssieg in Serie seit Weihnachten. An so eine Serie kann ich mich als Trainer nicht erinnern."
... das Finale in Berlin: "Von unseren Jungs hat noch keiner den Titel gewonnen. Ich habe erzählt, wie einzigartig die Atmosphäre im Finale ist. Jeder meiner Jungs war davon beseelt, nach Berlin zu kommen."
... das Gegentor von Bakary Jatta: "Jeder hat gedacht: 'Da wird schon nichts passieren.' Auch der Torwart kann nicht davon ausgehen, dass sich Kevin als starker Spieler dort den Ball abluchsen lässt."
... Bakary Jatta als "Man of the Match": "Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Spieler einer Mannschaft, die 1:3 verloren hat, zum Spieler des Spiels gewählt wird. Aber eigentlich ist es mir egal."
... das Projekt RBL vor dem ersten Titel: "Entscheidend ist am Ende immer die Mentalität. Von den ersten elf heute waren sieben vor drei Jahren schon im Kader, als wir aufgestiegen sind. Es freut mich einfach, jetzt deutschlandweit nochmal zeigen zu können, was in uns steckt."
... die Top-Form auf der Zielgeraden: "Unser Trainingsniveau ist einfach nochmal um 30 Prozent gestiegen. Du konntest Woche für Woche zugucken, wie die Mannschaft besser geworden ist. Im Moment bin ich einfach so überzeugt von der Mannschaft und der Qualität, die sie auf den Platz bringen kann, dass ich eigentlich relativ ruhig bin beim Spiel."
Yussuf Poulsen (RB Leipzig) über ...
... das Spiel: "Wir haben den Sieg verdient. Das Spiel war intensiv, Hamburg hat wie eine Bundesliga-Mannschaft gespielt und verdient es wahrscheinlich, nächstes Jahr wieder in der Bundesliga zu spielen."
... das Endspiel in Berlin: "Das wird geil - und hoffentlich dürfen wir den letzten Schritt auch noch machen. Der große Traum ist, das Finale zu gewinnen. Jetzt wollen wir auch den Titel."
Emil Forsberg (RB Leipzig) über ...
... das erreichte Finale: "Man träumt, solche Spiele zu spielen. Ich bin richtig stolz. Wir haben es gut gemacht, Einstellung gezeigt. Es ist einfach geil. Ich bin schon lange hier und das war auch ein Ziel, als ich hierhergekommen bin. Wir haben Spaß zusammen und wissen, was wir machen müssen, um zu gewinnen. Wir geben hundert Prozent, haben aber die Füße am Boden."
Hannes Wolf (Trainer Hamburger SV) über ...
... das Spiel: "Am Anfang kam Leipzig mit sehr viel Wucht, wir bekommen das 0:1 und Leipzig hat weitere Chancen. Davon haben wir uns erholt und machen dann das 1:1. Bis zur Halbzeit haben wir eine gute Phase. Im zweiten Durchgang erzielt RB früh das 2:1. Dann wird es für uns schwer, denn Leipzig kann tiefer verteidigen. Es ist dann zudem sehr gut, wie sie ihre Angriffe ausspielen."
Julian Pollersbeck (Hamburger SV) über ...
... das Spiel: "Es ist schade, weil wir gut mitgehalten haben. Das ist eine Wahnsinnsmannschaft, mit Bayern die beste in Deutschland in meinen Augen. Wir haben uns mehr als tapfer geschlagen, Leipzig immer wieder vor Probleme gestellt. Wir haben uns dagegengestemmt. Das 1:2 war bitter. Ich fand aber auch nicht, dass damit der Stecker gezogen war. Die haben einfach eine brutale Qualität.
... den Gegner: "Wir waren immer unter Druck. Sie laufen immer in die Tiefe mit ihren schnellen Leuten, spielen das richtig gut. Aber es hat auch Spaß gemacht, gegen sie zu spielen. Chapeau, das ist schon eine Wahnsinnstruppe."
Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV) über ...
... das Spiel: "Es tut richtig weh. Wir waren so nahe dran, nach Berlin zu fahren. Bis zum 1:2 hat man keinen großen Unterschied gesehen. Wir haben alles reingehauen, alles gegeben. Am Ende hat Leipzig die Torchancen besser genutzt als wir und dann verdient gewonnen. Man darf trotzdem sagen, dass wir ein überragendes Spiel gemacht haben. Wir haben gezeigt, dass wir auch eine Super-Mannschaft haben. Wir müssen jetzt das Selbstvertrauen in die Liga mitnehmen."
Bakery Jatta (Hamburger SV) über ...
... das Spiel: "Wir haben alles gegeben und gekämpft, aber auch Fußball gespielt. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Jetzt fokussieren wir uns auf nächste Woche."
Rick van Drongelen (Hamburger SV) über ...
... das Spiel: "Ich denke, dass vor allem die erste Halbzeit in Ordnung war. Mit Glück schießen wir das zweite Tor vor der Pause. Im zweiten Durchgang war Leipzig einen Tick besser. Wir können aus dem Spiel aber positive Energie mitnehmen."
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