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Eintracht - RB | Frankfurt schmeißt Leipzig aus dem Pokal
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Publiziert 04/02/2020 um 20:27 GMT+1 Uhr
Eintracht Frankfurt steht im Viertelfinale des DFB-Pokal. Gegen RB Leipzig gewannen die Hessen mit 3:1 (1:0). Nach dem 2:0-Siege vor zwei Wochen in der Liga war es bereits der zweite Sieg gegen Leipzig. André Silva (17.) hatte die SGE vom Punkt in Führung gebracht, Felip Kostic (51.) hatte erhöht. Dani Olmo (68.) hatte Leipzig nochmal herangebracht, ehe Kostic (90.+5) den Schlusspunkt setzte.
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So lief das Spiel:
Zur großen Überraschung der Fans ließ RB-Coach Julian Nagelsmann seinen Topstürmer Timo Werner am Dienstagabend zunächst nur auf der Bank. Trotzdem begannen die Gäste aus Leipzig druckvoll und kamen in den ersten Minuten zu einigen Torabschlüssen. Eindeutige Chancen waren in der Anfangsphase allerdings nicht dabei, die Eintracht suchte noch ihren Weg ins Spiel.
Den hatten die Gastgeber nach gut einer Viertelstunde allerdings schnell gefunden. Weil Marcel Halstenberg den Ball im eigenen Sechzehner zu plump und eindeutig mit der Hand spielte, zeigte Schiedsrichter Dr. Felix Brych völlig zurecht auf den Punkt. André Silva verwandelte sicher zur Farnkfurter Führung (1:0, 17.).
Nach dem Rückstand wirkten die Gäste zunehmend nervös, die Leipziger Zuspiele wurden ungenauer. Frankfurt konnte seinen Ballbesitz im Vergleich zu den Anfangsminuten ausbauen und so wirkte die Partie ausgeglichener. Allerdings verlor das Spiel im weiteren Verlauf an Unterhaltungswert: Das Ergebnis spielte den Gastgebern in die Karten. Die Adler zogen sich zurück und lauerten, Leipzig war weiter aktiver, wirkte in seinen Aktionen jetzt aber glücklos.
Die Frankfurter nahmen eine mittlerweile völlig verdiente Führung mit in die Kabine.
Nach der Pause wechselte Nagelsmann dann endlich – allerdings brachte er nicht Timo Werner sondern Neuzugang Dani Olmo ins Spiel (46.). Frankfurt dagegen spielte unbehelligt weiter und machte das zweite Tor. Nach starkem Umschaltspiel ging Filip Kostic 30 Meter weit allein und schob zum 2:0 ins Lange Eck (51.). Timo Werner schmorte weiter auf der Bank, der Pokalsieger von 2018 war voll im Plan. Es sah gut aus für Adi Hütters Männer.
Nach 62 Minuten dann brachte Nagelsmann mit Timo Werner den vierten Stürmer auf den Platz, die Marschrichtung war sonnenklar: volles Risiko! Und nur gut fünf Minuten später ging die Taktik auf. Winterneuzugang Dani Olmo traf zum Anschluss (1:2, 68.), RB war dran, die Partie wieder offen.
Nach dem Treffer folgte eine zerfahrene Phase mit vielen Unterbrechungen, Verletzungen und Wechseln, erst in den letzten zehn Minuten nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Hütter sicherte jetzt ab, Leipzig drängte natürlich auf den Ausgleich. Die Roten Bullen kamen auch zu Chancen, konnten die Hausherren aber nicht hinten reindrängen. Der Frankfurter Beton hielt trotz fünfminütiger Nachspielzeit. Kurz vor schluss entschied Filip Kostic mit seinem 3:1 (90.+5) die Partie. Felix Brych und sein Gespann zeigten eine fehlerlose Leistung.
Nagelsmann verzockt sich, Eintracht Frankfurt zieht ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein.
Die Stimmen zum Spiel:
Fredi Bobic (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): "Es war ein hoch intensives Spiel von beiden Seiten. Dauerregen, Flutlicht, tiefer Boden - so muss es sein. In den entscheidenden Phasen hatten wir das Quäntchen Glück. Der Elfer kam etwas überraschend, wir haben unsere Chancen aber auch konsequent genutzt."
Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt): "Es ist schön zu sehen, wie jetzt immernoch fast alle Fans im Stadion sind! Wir dürfen das heute genießen, dann konzentrieren wir uns auf Augsburg. Wir haben vor zehn Tagen hier schonmal gegen Leipzig gespielt und heute einfach an uns geglaubt."
Der Tweet zum Spiel:
Große Überraschung in Farnkfurt: Leipzig-Coach Julian Nagelsmann setzte seinen Star-Stürmer Timo Werner am Dienstag nur auf die Bank. Zudem begann Ersatzkeeper Yvon Mvogo anstelle von Péter Gulácsi.
Das fiel auf: Umstellung
In der Winterpause hat Frankfurt-Trainer Adi Hütter die taktische Grundausrichtung seiner Mannschaft verändert und spielt jetzt mit Vierer- statt wie in der ersten Saisonhälfte mit Fünferkette. "Ich hatte das Gefühl, ein paar neue Impulse in die Mannschaft bringen zu müssen", erklärte Hütter im Vorfeld der Partie am Dienstag seine Maßnahme. In der Liga holte er so sieben Punkte aus drei Spielen, gegen Leipzig klappte es ebenfalls.
Die Statistik zum Spiel: 1
Obwohl bereits in der zweiten Saison im Amt, bestritt Eintracht-Coach Adi Hütter am Dienstagabend sein erstes DFB-Pokal-Heimspiel mit seinen Frankfurtern.
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