DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt schlägt den FC Magdeburg - Mario Götze gibt überragendes Pflichtspieldebüt

Eintracht Frankfurt hat die erste Runde im DFB-Pokal souverän gemeistert. Beim 1. FC Magdeburg gewannen die Hessen ungefährdet mit 4:0 (2:0). Daichi Kamada traf gleich doppelt für die Eintracht (4./59.), Jesper Lindström besorgte das zwischenzeitliche 2:0, Lucas Alario den Endstand (90.) Auffäligster Mann auf dem Feld war jedoch Mario Götze, der bei seinem Pflichtspieldebüt vollends überzeugte.

Frankfurt bejubelt das frühe 1:0 beim FC Magdeburg

Fotocredit: Getty Images

Nach dem letzten Pflichtspiel der vergangenen Saison – dem Finalsieg in der Europa League – wollte die Frankfurter Eintracht als klarer Favorit mit einem positiven Ergebnis in die neue Spielzeit starten. Den Transfersommer nutzten die Frankfurter bis dato ausgiebig für neues Spielermaterial, unter anderem kam Mario Götze und stand im Pokal gegen den 1. FC Magdeburg direkt in der Startelf. SGE-Trainer Oliver Glasner setzte auf ein 3-4-2-1-System.
Der 1. FC Magdeburg, der über einen sehr jungen Kader verfügt, versuchte selbstbewusst dagegenzuhalten. Trainer Christian Titz ließ in einem 4-3-3-System agieren, plante, von der eigenen Linie – offensiv ausgerichtet – nicht abzurücken. Die Hausherren setzten auf personelle Überzahl im Zentrum, um das Frankfurter Spiel auf die Flügel zu verschieben.
Die Frankfurter nahmen das Angebot der Hausherren an, kamen über den linken Flügel und gingen bereits in der 4. Minute in Führung. Nach einem Doppelpass mit Götze war Filip Kostic auf der linken Seite auf und davon, behielt die Übersicht und fand Daichi Kamada mit einem Flachpass. Aus 16 Metern blieb der Offensivmann ruhig und verwandelte sicher flach ins linke Eck.
Kurz darauf hatte Magdeburg die Großchance zum Ausgleich. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Tuta gegen Leonardo Scienza im Frankfurter Strafraum. Den anschließenden Elfmeter brachte Andreas Müller nicht im Tor unter – er scheiterte mit seinem schwachen Abschluss an Kevin Trapp. Den Nachschuss setzte Leon Bell Bell an die Latte (7.).
Magdeburg investierte auch in der Folge viel, begegnete den Frankfurtern phasenweise auf Augenhöhe. Spielten die Hessen allerdings schnell nach vorne, hatten die Hausherren erhebliche Probleme. Nach einem Steilpass von Götze scheiterte Ansgar Knauff in der 31. Minute zunächst an Dominik Reimann, den Nachschuss aus 18 Metern verwandelte Jesper Lindström unhaltbar im linken Eck.
Im zweiten Durchgang zogen sich die Frankfurter etwas zurück, forcierten das schnelle Umschaltspiel nach Ballgewinnen und ließen in der 59. Minute das nächste Tor folgen. Nach einem katastrophalen Ballverlust des eingewechselten Tatsuya Ito in der eigenen Hälfte gegen Lindström, landete der Ball bei Rafael Borré, der im Strafraum für Kamada ablegte. Der Offensivmann zog direkt flach ab und vollendete ins kurze Eck.
Den Schlusspunkt setzten die Gäste in der 90. Minute. Der eingewechselte Timothy Chandler gewann den Ball auf dem rechten Flügel, der ebenfalls eingewechselte Lucas Alario spielte die Kugel danach in den Lauf von Einwechselspieler Randal Kolo Muani, der im Strafraum zunächst Reimann umkurvte und anschließend Alario im Zentrum fand. Der Argentinier traf ins linke Eck. Beim Zuspiel stand Kolo Muani zuvor jedoch im Abseits – der Treffer zum 4:0-Endstand hätte nicht zählen dürfen.

Die Stimmen:

Baris Atik (1. FC Magdeburg): "Wir haben es nicht gut gemacht. Die Wucht, die Frankfurt gebracht hat – wir haben nicht dagegen gehalten. Sehr viele eigene Fehler, sehr viel eingeladen und das darf uns nicht passieren."
Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): "Für mich waren wir zu konteranfällig in ein paar Situationen, das gilt es zu korrigieren. Trotzdem hier 4:0 zu gewinnen in diesem Hexenkessel war eine tolle Leistung."

Der Tweet zum Spiel:

Magdeburg zeigte eine starke Partie, die Stimmung auf den Rängen war im ausverkauften Stadion überragend.

Das fiel auf: Ein Hauch 2014

Götze kam, sah und überzeugte vollends in seinem ersten Pflichtspiel für die Frankfurter. Der 30-Jährige agierte im zentralen Mittelfeld als Taktgeber, dominierte das Spiel mit seiner Präsenz und Ballsicherheit und war der Faktor für den Sieg der Gäste. Fast alle Angriffe initiierte der Ex-Dortmunder mit viel Ruhe, Übersicht und nötiger Schärfe im Passspiel.
Nach 78 Spielminuten endete der Einsatz des Mittelfeldspielers. In dieser Zeit brachte er es auf 69 Ballkontakte, 47 Pässe (83 Prozent Passquote), vier Torschussvorlagen und 54 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Götzes Performance erinnerte an jene zu seiner Höchstform – auch, wenn es noch sehr früh ist für eine Zwischenbilanz. Fest steht: Frankfurt lacht und auch die Bundesliga kann sich auf die Götze-Rückkehr freuen.

Die Statistik: 5

Frankfurt startete erfolgreich in die neue Spielzeit und ist nun seit fünf Partien saisonübergreifend ungeschlagen. Drei Siege und zwei Unentschieden holten die Hessen.
picture

Bundestrainerin böse über nicht gegebenen Elfer: "Darf nicht passieren"

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung