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FC Bayern: Thomas Tuchels desolate K.o.-Spiel-Bilanz lässt vor Duell gegen BVB die Alarmglocken schrillen
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Publiziert 02/11/2023 um 12:28 GMT+1 Uhr
Für Thomas Tuchel und den FC Bayern endete die Jagd nach dem Titel im DFB-Pokal überraschend früh. In der zweiten Runde scheiterten die Münchener am Mittwoch am Drittligisten 1. FC Saarbrücken (1:2). Somit kassierte der Rekordmeister erneut in einem Entscheidungsspiel eine bittere Pleite. Für Tuchel heißt das: Die Sorgenfalten vor dem Liga-Gipfel gegen den BVB am Samstag werden nicht kleiner.
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Marcel Gaus verschwand nach seinem Last-Minute-Treffer für den 1. FC Saarbrücken zum 2:1 weit in der Nachspielzeit in einer jubelnden Menschentraube. Die Stars des FC Bayern standen konsterniert daneben und blickten dem nahenden Zweitrundenaus entgegen.
Wenige Minuten später endete die Reise im DFB-Pokal für den Topfavoriten erneut unerwartet früh. Die Viertelfinalpleite gegen den SC Freiburg in der Vorsaison (1:2) ist dabei gerade einmal sieben Monate her. Unter Trainer Thomas Tuchel bekleckerten sich die Münchener in K.-o.-Spielen allgemein nicht mit Ruhm.
Im Supercup gegen RB Leipzig setzte es zu Saisonbeginn eine 0:3-Klatsche. Gegen Manchester City im Viertelfinale der Champions League in der Spielzeit zuvor schied man nach zwei wenig überzeugenden Auftritten (0:3, 1:1) aus.
Nur gegen Preußen Münster (4:0) in der ersten Pokal-Runde ging der Rekordmeister als Sieger hervor. Die Bilanz von Tuchel als Bayern-Trainer in K.-o.-Duellen liest sich daher desolat: ein Sieg, ein Unentschieden und vier Niederlagen. In den entscheidenden Spielen bringen die Bayern ihre Leistung einfach nicht konstant auf den Platz.
Sportdirektor Freund: "Richtig, richtig schlechte erste Halbzeit"
So auch im Bundesliga-Finale der Vorsaison: Nach einem 0:3 gegen Leipzig am vorletzten Spieltag konnten sich die Münchener vorrangig bei Jamal Musiala bedanken, der die Bayern mit seinem Geniestreich zum 2:1 gegen Köln zur Meisterschaft schoss.
Nach dem erneuten Pokal-Aus ging Sportdirektor Christoph Freund mit der Mannschaft hart ins Gericht. "Wir haben eine richtig, richtig schlechte erste Halbzeit gespielt, das darf einfach nicht passieren", analysierte der Österreicher bei "Sport1". Man habe "ohne Aggressivität, ohne Mumm" gespielt. Freund befand: "Das war einfach viel zu wenig."
Gegen den Tabellen-15. der 3. Liga ließen sich die Bayern nicht nur beim Siegtreffer der Saarbrücker bei einem Konter viel zu leicht ausspielen. Auch das erste Gegentor - unmittelbar vor der Halbzeitpause und nach Ballverlust von Min-Jae Kim kurz vor dem eigenen Strafraum - servierten die Münchener dem Gegner quasi auf dem Silbertablett.
Ex-Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft mutmaßte daher auf "X": "Das könnte Folgen für Tuchel haben. Nicht, dass er jetzt gefeuert wird. Aber er hat in dem Machtkampf, der bei den Bayern immer dazugehört, an Kraft verloren."
Auf FC Bayern wartet jetzt Borussia Dortmund
Tuchel stellte nach der Pleite in der "ARD" zu den Gegentoren fest: "Sie gehen in Momenten ins Risiko, in denen es nicht nötig ist." Diesen Fehler machten die Bayern in dieser Saison nicht zum ersten Mal.
Der 50-Jährige weiter: "Es ist nicht so, dass wir keine Möglichkeit hatten, zu gewinnen oder überheblich waren oder nicht alles gegeben haben." Man habe jedoch Probleme gehabt, sich der aggressiven Spielweise des Drittligisten anzupassen. "Es waren ein paar Spieler, die wenig Spielrhythmus hatten. Die Erwartung, dass alles aus einem Guss läuft, war nicht da", erklärte Tuchel. Dennoch: "Alle haben recht, wenn sie sagen, wir müssen trotzdem gewinnen."
Gegen Saarbrücken hatten die Bayern erst Mitte der zweiten Halbzeit mit den Einwechslungen von Kingsley Coman, Serge Gnabry und Musiala wirklich das Heft in die Hand genommen. Doch das entscheidende Tor wollte nicht fallen. Es habe "der Punch oder bisschen Glück gefehlt", meinte der Münchener Coach.
Lange haben die Bayern-Stars und ihr Trainer aber nicht Zeit, um die Pleite gegen Saarbrücken zu verdauen. Schon am Samstag (18:30 Uhr im Liveticker) sind die Münchener bei Borussia Dortmund zu Gast - das nächste Do-or-Die-Spiel steht an. Verzichten muss Tuchel wohl dann zu allem Überfluss auch auf Matthijs de Ligt, der sich im Pokal erneut am rechten Knie verletzte und womöglich wochenlang ausfällt. Die Problem-Liste beim FC Bayern wird nicht kleiner.
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