Bayer Leverkusen schlägt Carl Zeiss Jena in der ersten Pokal-Runde dank Treffer von Jonas Hofmann glanzlos

Bayer 04 Leverkusen hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals keine Blöße gegeben und den FC Carl Zeiss Jena mit 1:0 geschlagen. Jonas Hofmann erzielte in der 52. Minute den Treffer für die Werkself. Dabei tat der amtierende deutsche Meister sich gegen den thüringischen Regionalligisten lange Zeit schwer und musste in der Nachspielzeit sogar fast den Ausgleich hinnehmen.

Bayer Leverkusen jubelt in der ersten Runde des DFB-Pokals

Fotocredit: Getty Images

Xabi Alonso pustete tief durch, klatschte Siegtorschütze Jonas Hofmann ab und hob vor dem Fanblock fast entschuldigend die Hände: Mit sehr viel Glück und sehr wenig Glanz hat sich Titelverteidiger Bayer Leverkusen in die zweite Runde des DFB-Pokals gezittert.
Nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg beim tapfer kämpfenden Viertligisten Carl Zeiss Jena musste sich der Double-Gewinner gar Spottgesänge des Thüringer Anhangs anhören.
"Wir wissen, dass es nicht gut genug von uns heute war. Am Ende sind wir froh, dass wir weitergekommen sind", sagte Leverkusens Nationalspieler Robert Andrich bei "Sky": "Danach müssen wir darüber sprechen, was wir hier 90 Minuten gespielt haben. Das reicht auch gegen einen Regionalligisten nicht."
Wie der Großteil der Mannschaft von Trainer Alonso spielte Andrich weit unter dem gewohnten Niveau. Statt Ehrfurcht hatten die Jena-Fans für den haushohen Favoriten vom Rhein Häme übrig und sangen: "Und ihr wollt deutscher Meister sein?". 

Hofmann trifft für Bayer

Alonso kommentierte trocken: "Das ist typisch Pokal. Jena hat es gut gemacht, bis zur letzten Minute gekämpft."
Hofmann (52.) schoss Bayer, das ohne diverse Stars wie Florian Wirtz in der Startelf angetreten war, zum fest eingeplanten Pflichtsieg beim ungeschlagenen Spitzenreiter der Regionalliga Nordost, der ein ganz zäher Gegner war.
"Wir haben an eine gewisse Chance geglaubt, das ist uns gelungen", sagte Jenas Trainer Henning Bürger nach dem letzten Spiel der ersten Pokalrunde - wegen Leverkusens Beteiligung am Supercup war die Partie um eineinhalb Woche hatte verschoben werden müssen.
Gegen wen die Werkself in der nächsten Runde ran muss, wird die Auslosung am Sonntag in Dortmund ergeben. Tags zuvor (18:30 Uhr im Liveticker) geht es jedoch erst einmal im Bundesliga-Topspiel gegen RB Leipzig.

Leverkusen Wechselt zur Pause

Vor 15.000 Zuschauern hatte Leverkusen zunächst Probleme, klare Chancen herauszuspielen, da Jena kämpferisch stark dagegenhielt - weshalb es einen Standard für die erste Großchance brauchte.
Boniface-Ersatz Patrik Schick (25.) schoss nach Ecke von Aleix García nur an das Außennetz. Die größte Möglichkeit der ersten Hälfte vergab Amine Adli (31.), der den rechten Pfosten traf.
Das 0:0 zur Pause feierten Jenas Fans mit frenetischem Applaus fast wie einen Sieg, für Alonso bedeutete das Remis den Zwang zur Veränderung.
Der Baske brachte nach der Halbzeit Europameister Alejandro Grimaldo für Arthur - und der Linksverteidiger schlug sofort ein. Nach seiner Flanke köpfte der völlig unbedrängte Hofmann in der Mitte problemlos ein. Doch Jena steckte nicht auf - in der Nachspielzeit vergab Hamza Muqaj die Riesenchance zu Jenas Ausgleich.
(SID)
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Quelle: Perform


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