DFB-Pokal: RB Leipzig dreht Partie in Essen, SC Freiburg siegt souverän bei Osnabrück - 1. FC Union Berlin müht sich

In den 15:30-Uhr-Spielen der 2. DFB-Pokal-Runde haben sich die Bundesliga-Vereine am Samstag schadlos gehalten. RB Leipzig siegte nach frühem Rückstand 4:1 bei Drittligist Rot-Weiss Essen, der SC Freiburg gewann 4:0 bei Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück. Der 1. FC Heidenheim bezwang den FC 08 Villingen 4:0. Nur der 1. FC Union Berlin hatte beim 1:0 beim Greifswalder FC Probleme. Der Überblick.

RB Leipzig jubelt gegen RW Essen

Fotocredit: Getty Images

Ein früher Schock, vergebene Großchancen in Serie - und am Ende doch der lockere Erfolg beim Drittligisten: Der zweimalige DFB-Pokalsieger RB Leipzig hat seine Auftakthürde bei Rot-Weiss Essen nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän gemeistert und einen gelungenen Saisonstart gefeiert. Beim 4:1 (2:1) ließ Leipzig große Glanzlichter aber vermissen - und zahlreiche Möglichkeiten liegen.
Nach der kalten Dusche durch Essens Ramien Safis Treffer (2.) drehten Benjamin Sesko (12.) und Lois Openda (40.) die Partie noch vor dem Seitenwechsel. 
Nationalspieler Benjamin Henrichs (66.) führte sich mit einer Gelben Karte ein, der Essener Thomas Eisfeld (68.) prallte bei einem Kopfball mit Mohamed Simakan zusammen, wurde behandelt und musste mit einem Turban weiterspielen. Erst in der Schlussphase war RB dann wieder zielstrebiger - und schraubte das Ergebnis in die Höhe.
Unter den Augen von Trainer-Ikone Otto Rehhagel, gebürtiger Essener, ließen die Gäste im zweiten Durchgang dann gleich mehrere Großchancen aus und machten das Spiel damit spannender als nötig. Erst mit den Treffern von Antonio Nusa (84.) und Xavi Simons (87.) war alles klar.

Greifswalder FC - Union Berlin 0:1 (0:0)

Union Berlin hat sich beim Pflichtspieldebüt seines neuen Trainers Bo Svensson in die zweite Runde des DFB-Pokals gemüht. Beim tapferen Regionalligisten Greifswalder FC erkämpfte der Bundesligist am Samstag in seinem Erstrundenspiel einen 1:0 (0:0)-Arbeitssieg. Die offensiv lange zu harmlosen Berliner taten sich gegen den Underdog zeitweise sehr schwer.
Der eingewechselte Yorbe Vertessen (67.) schoss Union in die nächste Runde.
Auf Svensson, der als Nachfolger der in der Vorsaison entlassenen Urs Fischer und Nenad Bjelica den Neuanfang nach dem Fast-Abstieg bewerkstelligen soll, wartet nun eine emotionale Liga-Premiere. Am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) reist der Däne mit Union für den Bundesliga-Auftakt zu seinem Ex-Verein 1. FSV Mainz 05.

VfL Osnabrück - SC Freiburg 0:4 (0:2)

Julian Schuster hat ein gelungenes Debüt als Trainer des SC Freiburg gefeiert und ist mit dem Fußball-Bundesligisten in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.
Mit dem Nachfolger des langjährigen Erfolgstrainers Christian Streich an der Seitenlinie gewann der Favorit beim Drittligisten VfL Osnabrück 4:0 (2:0), offenbarte aber eine Woche vor dem Ligaauftakt gegen Vizemeister VfB Stuttgart defensiv einige Nachlässigkeiten.
Freiburg benötigte eine gute halbe Stunde, um in Schwung zu kommen, sorgte dann aber mit zwei schnellen Treffern für klare Verhältnisse: Lucas Höler (30.) und Vincenzo Grifo (33.) brachten den Favoriten mit 2:0 in Führung. Junior Adamu (73., 90.+4) erhöhte später.

FC 08 Villingen - 1. FC Heidenheim 0:4 (0:1)

Der 1. FC Heidenheim hat seine Auftakthürde in der ersten Runde des DFB-Pokals souverän gemeistert und einen gelungenen Start in seine Premierensaison im Europapokal erwischt.
Angeführt vom Dreifachtorschützen Maximilian Breunig gewannen die Heidenheimer beim Regionalliga-Aufsteiger FC 08 Villingen mit 4:0 (1:0) und sammelten vor dem historischen Play-off-Hinspiel in der Conference League beim BK Häcken noch einmal wichtiges Selbstvertrauen.
Am Donnerstag (19:00 Uhr im Liveticker) bestreitet die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt in Schweden ihr erstes internationales Pflichtspiel. Der starke Breunig (42., 48., 53.) und Bayern-Leihgabe Paul Wanner (52.) waren mit ihren Toren hauptverantwortlich für die gelungene Generalprobe, die nicht nur Schmidt zuversichtlich stimmen dürfte. Trotz der Fragezeichen rund um seine neu formierte Mannschaft.

FC Ingolstadt - 1. FC Kaiserslautern 1:2 (0:2)

Vorjahresfinalist 1. FC Kaiserslautern ist trotz langer Unterzahl in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Zweitligist gewann beim FC Ingolstadt 2:1 (2:0) und konnte sich auf Jannik Mause verlassen: Der 26-Jährige, der in der Vorsaison mit 18 Treffern für den FCI Top-Torschütze der 3. Liga gewesen war, traf gegen sein Ex-Team doppelt (3., 36.).
Nach der Gelb-Roten Karte gegen Jan Gyamerah (49.) wurde es nochmal spannend. Doch nur Ryan Malone (88.) traf noch für Ingolstadt.
Zuvor hatte Kaiserslauterns Torhüter Julian Krahl mit starken Paraden einen früheren Gegentreffer verhindert. Gegen David Kopacz (57., 59.) hielt er gleich zweimal herausragend. Auch bei Marcel Costlys Versuch (69.) war Krahl zur Stelle.

VfR Aalen - Schalke 04 0:2 (0:1)

Zweitligist Schalke 04 hat ohne viel Glanz die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht - und davon profitiert, dass der Wettbewerb noch ein Stück Fußball-Vergangenheit bietet.
Beim Fünftligisten VfR Aalen gewann Königsblau mit 2:0 (1:0), in der ersten Hälfte half dabei die Abwesenheit des Video-Assistenten enorm: Einen möglichen Handelfmeter bekamen die Aalener nicht (13.), wenig später erzielte Kenan Karaman (31.) die Schalker Führung aus Abseitsposition.
Den in der Liga längst üblichen VAR gibt es im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale. Und so gab das Gespann um Schiedsrichter Felix Brych, für den es am Samstag das Comeback nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Winter war, den Kopfball-Treffer durch Karaman.
Später erhöhte Tobias Mohr (68.), zudem traf Karaman die Latte (82.). Für die Schalker womöglich ein gutes Omen: Die Pokal-Saison 2010/11 begann für die Gelsenkirchener ebenfalls mit einem Sieg in Aalen, am Ende stand der bislang letzte Triumph des Klubs in diesem Wettbewerb.
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(SID)
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Quelle: Perform


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