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DFB-Pokal: Borussia Mönchengladbach sendet Lebenszeichen gegen den Karlsruher SC - RB Leipzig ohne Probleme in Cottbus
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Update 28/10/2025 um 22:58 GMT+1 Uhr
Borussia Mönchengladbach kann doch noch gewinnen. Das sieglose Schlusslicht der Fußball-Bundesliga hat durch ein 3:1 (1:0) gegen Zweitligist Karlsruher SC mühevoll, aber verdient das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der erste Sieg unter Trainer Eugen Polanski beschert den Fohlen ein wenig Selbstvertrauen für den anstehenden Abstiegskampf. RB Leipzig gewann problemlos bei Energie Cottbus.
Shuto Machino brachte Gladbach früh in Fürhung
Fotocredit: Getty Images
Shuto Machino (3.) mit seinem ersten Tor für die Borussia, Nico Elvedi (51.) und Haris Tabakovic (89.) sorgten vor 48.023 Zuschauern für den Heimsieg der Gladbacher. Der KSC verschlief den Start beider Halbzeiten, durfte nach dem Treffer von Fabian Schleusener (59.) aber noch einmal hoffen.
"Ein wichtiger Sieg, der erste Antrieb. Jetzt mit den Fans mal zu feiern, das haben wir uns so gewünscht", sagte ein sichtlich erleichterter Sportchef Rouven Schröder bei "Sky". Es sei wichtig, nun "Schritt für Schritt" weiterzumachen.
"Es gibt für uns keinen Grund, Karlsruhe zu unterschätzen", hatte Polanski vor dem Spiel gesagt. Die Borussia begann dann auch furios: Der in die Startelf gerückte Japaner Machino drückte den Ball nach einem Querpass von Tabakovic zum schnellen 1:0 über die Linie, wenig später hatte Neuzugang Tabakovic aus spitzem Winkel sogar das 2:0 auf dem Fuß (5.)
Der von fast 6000 Fans unterstützte KSC hatte dem Powerplay der Gladbacher zunächst nichts entgegenzusetzen. Die Fohlen spielten bissig und schnell, ehe plötzlich nicht mehr viel lief - und Karlsruhe zu Chancen kam. In der 29. Minute lag der Ball schon im Tor, doch Schiedsrichter Bastian Dankert hatte die Situation wegen eines Handspiels zuvor abgepfiffen.
In der Neuauflage des Endspiels von 1960, an das die Gladbach-Anhänger zu Beginn mit einer großen Choreographie erinnerten, schöpfte der KSC nun Mut. Kurz vor der Pause hätte der Ausgleich fallen müssen: Ein zu kurzer Rückpass von Machino landete bei Lilian Egloff, der frei vor dem Tor an Schlussmann Moritz Nicolas scheiterte (41.).
Auch in der zweiten Halbzeit gelang Gladbach ein perfekter Start: Elvedi war nach einer Ecke von Kevin Stöger per Kopf zur Stelle. Nach dem Treffer von Schleusener, der schon in der ersten Runde zwei Tore erzielt hatte, entwickelte sich dann ein echter Pokalfight mit Chancen auf beiden Seiten. Tabakovic sorgte für die Entscheidung.
RB Leipzig besteht Pokal-Prüfung in Cottbus
Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist derweil mit dem nächsten klaren Sieg ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Drei Tage nach dem 6:0-Erfolg in der Bundesliga beim FC Augsburg gewann der Pokalsieger von 2022 und 2023 bei Drittliga-Spitzenreiter Energie Cottbus ohne große Mühe mit 4:1 (3:0). Überschattet wurde der Erfolg von einem tragischen Todesfall eines RB-Fans.
"Da rückt der Fußball in den Hintergrund, das überschattet den Sieg und die Freude, dass man weitergekommen ist. Wir sind in tiefer Trauer", sagte Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer bei "Sky". Auch Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz sprach sein Beileid aus.
Johan Bakayoko (13.), Doppel-Torschütze Christoph Baumgartner (28., 37.) und Ezechiel Banzuzi (59.) sorgten dafür, dass Cottbus erneut nicht über die zweite Runde hinauskam. Letztmals hatten die Lausitzer in der Saison 2010/11 im Achtelfinale gestanden. Damals endete die Pokalreise sogar erst im Halbfinale. Erik Engelhardt (86.) traf spät für Energie.
Leipzig war früh um Kontrolle bemüht und suchte nach Lücken in der anfangs dichten Energie-Defensive. Cottbus ließ sich zunächst von der technischen Überlegenheit des Bundesliga-Zweiten aber nicht beeindrucken und sorgte mit schnellen Tempogegenstößen seinerseits für Gefahr. Merveille Biankadi (8.) prüfte Maarten Vandevoordt im RB-Tor. Kurz darauf nutzte Bakayoko seine individuelle Klasse und traf nach einer guten Einzelaktion zur Führung.
In einem zunehmend einseitigen Duell erhöhte Leipzig den Druck, blieb in seinen Aktionen vor dem Tor aber mitunter zu ungenau. Erst Baumgartners Kopfballtreffer nach einer Ecke verschaffte RB Sicherheit. Die Leipziger reduzierten Tempo und Intensität und ließen sich etwas zurückfallen. Erneut Baumgartner nutzte die fehlende Abstimmung in der Cottbus-Abwehr für die Vorentscheidung vor dem Seitenwechsel.
In der Pause machte eine traurige Nachricht die Runde. Wie RB mitteilte, war es beim Zutritt zum Stadion ohne Fremdeinwirkung zu einem medizinischen Notfall gekommen. Der betroffene Leipzig-Fan sei im Klinikum verstorben. Vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit hielt das gesamte Stadion gemeinsam eine Schweigeminute ab. Die Fans beider Lager stellten in der Folge aufgrund des tragischen Vorfalls vorübergehend den Support ein.
Sportlich geriet der Sieg für Leipzig nicht mehr in Gefahr. Der Bundesligist kontrollierte das Geschehen und erhöhte durch Banzuzi. RB erspielte sich weitere gute Möglichkeiten. Engelhardt ließ auch die Cottbuser jubeln.
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(SID)
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Liverpool im Formtief: Der Absturz des Meisters
Quelle: Perform
Ergebnisse
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