FC Bayern übersteht Wehen: Erstes blaues Auge für die Roten im Pokal - Kane erlöst Kompany-Elf in der Nachspielzeit

Der FC Bayern München hätte sich am Mittwochabend beim SV Wehen Wiesbaden im DFB-Pokal beinahe blamiert - dann sorgte Harry Kane doch noch für das 3:2 (1:0) und das Weiterkommen des haushohen Favoriten (90.+4). Dass das Team von Vincent Kompany gegen den Drittligisten zuvor jedoch eine 2:0-Führung verspielte, ließ die Alarmglocken beim Rekordpokalsieger schrillen.

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Quelle: Perform

Harry Kane erlebte eine Achterbahn der Gefühle: Führungstor, verschossener Elfmeter, Siegtreffer in der Nachspielzeit - so turbulent verlief der Pokalabend des britischen Mittelstürmers in Diensten des FC Bayern München.
Beinahe wären die Münchner erstmals seit 1994/95 und jenem schicksalhaften 0:1 gegen den TSV Vestenbergsgreuth (Siegtreffer: Roland Stein, 21, Betriebsschlosser) wieder in der 1. DFB-Pokal-Runde gestrauchelt; eine Sensation lag zumindest in der Luft.
Weil Wehen Wiesbaden in Form von Fatih Kaya (64., 70.) das Spiel auf den Kopf stellte, nach der vermeintlich beruhigenden 2:0-Führung der Münchner die Brita-Arena plötzlich zum Brodeln brachte.
Als dann auch noch Kane seinen ersten Pflichtspiel-Elfmeter für die Münchner verschoss (76.) - der 32-Jährige scheiterte an Florian Stritzel - schien sich das Blatt zugunsten des Underdogs zu drehen.
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Harry Kane verschießt einen Elfmeter für den FC Bayern München im DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden

Fotocredit: Getty Images

Schlitzohr Kane köpft zum Sieg

Almost - würde der Brite sagen. Nur fast wurde es eine rauschende Pokalnacht in Wiesbaden. Denn es gab ja noch die Nachspielzeit: Schlitzohrig stützte sich Kane in der 90.+4 Minute nach einer Flanke von Josip Stanisic leicht auf seinen Gegenspieler Justin Janitzek auf und nickte den Ball vorbei an dem bis dahin überragenden Stritzel ein.
"Wir hätten es deutlich einfacher haben können", meinte Joshua Kimmich, der die Bayern als Kapitän aufs Spielfeld geführt hatte, nach der Partie im "ZDF". Das zwischenzeitliche 2:2 sei ein vermeidbarer Warnschuss gewesen: "Das darf uns nicht passieren, dass wir da nochmal zittern müssen." So erlitten die Roten im erst dritten Pflichtspiel der noch jungen Saison ihr erstes blaues Auge.
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Fußball: Harry Kane im DFB-Pokal-Spiel des FC Bayern München beim SV Wehen Wiesbaden (3:2)

Fotocredit: Imago

"Wir hatten ein Blackout. Es ist sehr schnell gegangen", meinte Kompany später auf der Pressekonferenz mit gerunzelter Stirn. "Wir waren selbst daran schuld, dass es nochmal spannend wurde", sagte Kimmich und meinte damit vor allem die mangelnde Chancenverwertung seiner Vorderleute.

Bayern lässt gute Chancen liegen

In der Tat hatten sich vor allem im ersten Durchgang Luis Díaz, Michael Olise und Co. im Auslassen guter Möglichkeiten übertroffen. Zudem übersah Schiedsrichter Daniel Siebert einen klaren Handelfmeter (9.).
Der noch erfolgreiche Strafstoßtreffer Kanes (16.) - sein 31. verwandelter Elfmeter für Bayern in Serie - und das 2:0 durch Olise kurz nach der Pause (51.) brachte Bayern dennoch auf Kurs.
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Kompany schützt Karl: "Kein Druck auf den Jungen"

Quelle: Perform

Was dann passierte, schrieben einige Bayern achselzuckend den unergründlichen Gesetzmäßigkeiten des Pokals zu. "Sowas kann passieren. Es ist am Ende nur wichtig, dass wir weiter sind und in gewisser Weise auch die Ruhe bewahrt haben", meinte Konrad Laimer. "Es war nicht total überraschend. In Pokalspielen passiert sowas", fügte Kompany an.
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Fußball: Harry Kane (r.) jubelt über sein 3:2-Siegtor für den FC Bayern München beim SV Wehen Wiesbaden im DFB-Pokal 2024/25

Fotocredit: Getty Images

Kompany will von "Zitterauftritt" nichts wissen

Letztlich hätten seine Mannen gezeigt, "dass es nicht nur schön sein muss". Von einem "Zitterauftritt" wollte der Belgier aber nichts wissen.
"Wir sind bis zum Ende ruhig geblieben", sagte der 39-Jährige: "Wir dürfen auch nicht glauben, dass es ein Zufall ist, dass Harry Kane in letzter Minute ein Tor schießt. Das hat er seine ganze Karriere schon gemacht."
Dennoch wusste der Bayern-Coach auch, wie fragil sein Konstrukt, das zarte Pflänzchen zu Saisonbeginn noch ist. "Wir haben uns das Momentum seit dem ersten Freundschaftsspiel schön aufgebaut und das dürfen wir nicht aus der Hand geben", mahnte er.
Ein bisschen weniger Achterbahn wäre wohl auch ihm recht gewesen.
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Quelle: SID


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