DFB-Pokal - Eintracht Frankfurt führt bei Oberligisten FC St. Tönis 10:0 zur Pause und stellt Pokal-Rekord auf

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Eintracht Frankfurt ist beim ersten Pflichtspiel nach dem Comeback von Cheftrainer Adi Hütter mit dem höchsten Sieg der Klubgeschichte im DFB-Pokal in die zweite Runde eingezogen. Das Team des Österreichers ließ gegen den Oberligisten FC St. Tönis dank eines 11:0 (10:0) zu keinem Zeitpunkt der Partie Gedanken an eine Pokalsensation aufkommen. Das 10:0 zur Pause bedeutete einen Pokalrekord.

Jubel bei Eintracht Frankfurt

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"Es ist natürlich besonders und auch wichtig, gerade nach der Phase die wir hatten", sagte Routinier Mario Götze nach dem Spiel: "Wir waren konsequent vor dem Tor, das war das Entscheidende gerade in der ersten Halbzeit." Die Bundesliga sei zwar "ein anderes Kaliber", dennoch sei es "ein wichtiger Schritt. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns."
Zunächst ohne spielerische Glanzpunkte, aber extrem effizient, schob die SGE in der Anfangsphase jeglichen Ambitionen des überforderten Amateurvereins den Riegel vor.
Kaum war in der ausverkauften Krefelder Grotenburg, in der St. Tönis Frankfurt empfing, der Stecker nach den ersten Toren gezogen, spielten sich die Hessen in einen Rausch.
Jonathan Burkhardt (9./29./41.), Robin Koch (10.), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (17.), Can Uzun (34./36.), Elias Baum (44.), Younes Ebnoutalib (45.+1) und Mario Götze (45.+5) sorgten für den Halbzeitrekord. Fares Chaibi (87.) erhöhte kurz vor Schluss.
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Eintracht Frankfurt gastiert in der 1. DFB-Pokalrunde beim SC St. Tönis

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Inmitten der Nachwehen des alarmierenden 0:7 im Testspiel beim FC Brentford hatte Hütter vor dem Spiel den "Schuss vor den Bug zur rechten Zeit" als Anlass genommen, den Underdog auf keinen Fall zu unterschätzen. Aus gutem Grund: Bei seiner Pflichtspielpremiere 2018 blamierte sich Frankfurt beim damaligen Regionalligisten SSV Ulm bis auf die Knochen – die Eintracht flog als Pokalsieger in der ersten Runde raus.

Frankfurt lässt die Muskeln spielen

Derweil stimmte sich St. Tönis aus dem Ortsteil des 30.000-Einwohner-Ortes Tönisvorst auf das größte Spiel der Vereinsgeschichte ein. Sportchef Holger Krebs beschwor im Vorfeld die Geister der Vergangenheit: "Eintracht Frankfurt hat die letzten drei Spiele in der Grotenburg verloren. Wir haben unsere drei Pflichtspiele dort allesamt gewonnen." Entsprechend abergläubisch verzichtete der Verein die Heimkabine und nahm stattdessen mit dem bekannten Gästebereich Vorlieb. "Mir fällt gerade nichts ein, was für Frankfurt spricht", frotzelte Krebs.
Was folgte, hätte Krebs wohl in der Deutlichkeit nicht erwartet. Mit 6000 lautstarken Fans im Rücken riss der Gast aus der Mainmetropole das Spiel sofort an sich - Burkhardt und Koch machten mit Kopfballtreffern die körperliche Unterlegenheit des Fünftligisten binnen Minuten offenkundig. Zwar war das Team von Trainer Bekim Kastrati um eigene Offensivaktionen bemüht, spätestens nach Amaimounis 3:0 war die Gegenwehr gebrochen und Frankfurts Spielfreude geweckt.

Halbzeitpfiff gleicht Erlösung für St. Tönis

Unter "deutscher Meister wird nur die SGE"-Rufen der Fans initiierte vor allem Uzun gnadenlos einen Angriff nach dem anderen.
Der türkische Nationalspieler war es auch, der die ansehnlichste Kombination über mehrere Stationen zum halben Dutzend vollmachte. Der Halbzeitpfiff glich dann einer Erlösung.
Nach der Pause war St. Tönis sichtbar bemüht, den Auflösungserscheinungen entgegenzuwirken. Frankfurt ließ indes Gnade walten und das Spiel plätscherte seinem Ende entgegen.

KSC müht sich eine Runde weiter

Der Karlsruher SC hat sich nach einem Kraftakt in die zweite Runde gekämpft. Der Zweitligist gewann beim Drittligisten Preußen Münster nach Rückstand 2:1 (0:1) und verdiente sich den Erfolg durch eine starke zweite Halbzeit. In einem engen Duell sorgte Sebastian Jung (81.) mit seinem Treffer spät für die Entscheidung.
Zuvor hatte Montell Ndikom (35.) Münster in Führung geschossen, doch Marvin Wanitzek (69.) gelang der Ausgleich und leitete eine spannende Schlussphase ein. In dieser schlug Routinier Jung noch zu, in der Nachspielzeit (90.+5) flog Münsters Samuel Althaus wegen groben Foulspiels noch mit Rot vom Platz.
Der Sieg war nicht unverdient - vor allem aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause. Im ersten Durchgang hatte der KSC noch Probleme, sich Chancen zu erspielen. Münster ließ kaum etwas zu und nutzte selbst eine der wenigen Gelegenheiten zur Führung.
Doch der KSC kam zurück: Zunächst vergab der Favorit noch mehrere Möglichkeiten, aber gegen Wanitzeks Distanzschuss war Preußen-Torhüter Morten Behrens machtlos. Münster fand keine Entlastung mehr, Jung belohnte letztlich Karlsruhe.
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