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"Pep Liebling" Xabi Alonso: Wirklich noch eine Verstärkung im Mittelfeld des FC Bayern?
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Publiziert 02/08/2015 um 09:13 GMT+2 Uhr
Im prominent besetzten Mittelfeld des FC Bayern durfte einzig Xabi Alonso im Supercup beim VfL Wolfsburg über die vollen 90 Minuten ran. Doch ausgerechnet der Spanier fügte seinem Spiel einige Unsicherheiten bei und muss sich nun erneute Kritik gefallen lassen. Auch Fragen zur Zukunft Alonsos kommen nun wieder vermehrt auf.
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73. Spielminute in der Wolfsburger Arena. Arturo Vidal, der 37-Millionen-Mann, betritt zum ersten Mal im Trikot des FC Bayern den Platz. Es ist der wohl meistdiskutierte Transfer in der Bundesliga in diesem Jahr, nun hat Vidal also 17 Minuten Zeit zu zeigen, was er trotz des Trainingsrückstands imstande ist zu leisten.
Etwas länger durften sich die beiden zentralen Mittelfeldspieler aus der Startformation beweisen. Thiago und Xabi Alonso. Thiago spielte nach seiner ersten Sommervorbereitung beim FC Bayern fast schon so, wie ihn die Fans und Verantwortlichen am liebsten sehen: Bälle fordern, verteilen, das Ganze mit einer Technik zum Zungeschnalzen.
Auch wenn sein Auftritt keine Offenbarung war, zeigte der Spanier, was man von ihm ohne Verletzungen erwarten kann. Trotzdem musste ausgerechnet er für Vidal den Platz räumen.
Die "Notkonstellation" Alonso
Neben dem 24-Jährigen spielte ein 33-jähriger Xabi Alonso - und durfte sogar durchspielen. Die Frage ist nun einmal mehr: wie lange noch?
Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" gab Matthias Sammer unlängst zu, dass Alonsos Verpflichtung "eine Notkonstellation" nach Javi Martinez' Verletzung gewesen sei. Zwar "von allen gemeinsam beschlossen", aber dennoch eher ein Not- denn ein Wunschtransfer.
Bei seiner Ankunft in der Bundesliga fügte sich Alonso zwar überragend ein und brach sämtliche Ballkontaktrekorde der Bundesliga. In der Rückrunde fehlte dann aber die Spritzigkeit, die Bewegungen und Gedanken wurden langsamer. Im Spiel des Weltmeisters schlichen sich mehr und mehr Fehler ein.
Sicherheitspässe statt Kreativität
Beim Supercup bestätigte sich nun dieses Bild. Xabi Alonso ließ sich zwar häufig zwischen die Innenverteidiger fallen und wollte das Spiel an sich reißen. Seine Zuspiele zeugten aber nicht von Kreativität, sondern kamen eher als Sicherheitspässe daher, aber dennoch nicht immer auch zum Mann - auffällig unnötige Fehlpässe im Spielaufbau.
Da passte es auch ins Bild, dass der öffnende Diagonalball auf Douglas Costa, der das 1:0 einleitete, von Jerome Boateng und nicht von Alonso kam. Der Spanier muss sich also deutlich strecken, um im hochkarätig besetzten Bayern-Mittelfeld auch zukünftig noch eine tragende Rolle zu spielen.
Vidal fügte sich ein, wie sich ein Vidal einfügen muss. Zwei Minuten, drei Pässe, zwei Grätschen. In der 82. Minute gab's dann auch gleich die erste Gelbe Karte. Doch er trat verantwortungsbewusst zum ersten Elfmeter an - und traf.
In der 84. Minute kam auch Mario Götze. Er zeigte ein paar Mal seine feine Technik, blieb letztlich aber in der Kürze der Zeit wirkungslos. Kein gutes Zeichen für das einstige "Wunderkind", wenn er in einem Spiel, das Pep Guardiola unbedingt gewinnen wollte, wieder mal nur Nebendarsteller ist.
Zu guter Letzt: Ein verschossener Elfmeter
Joshua Kimmich und Sebatian Rode mussten auf der Bank Platz nehmen, Pierre-Emile Hojbjerg und Javi Martínez waren nicht im Achtzehner-Kader. Philipp Lahm und David Alaba mussten wieder als Außenverteidiger ran.
Der letzte Zeugniseintrag blieb dann aber wieder Xabi Alonso vorbehalten: Angetreten zum Elfmeter, verschossen, Spiel verloren. Pep Guardiola wird die Frage beantworten müssen, wie lange er Alonso bei ausbleibender Weltklasse in diesem Mittelfeld noch gegen die enorme Konkurrenz aufstellen will.
In der 84. Minute hatte Guardiola einmal mehr den eigentlich sicheren Elfmeter-Schützen Thomas Müller vom Platz genommen, nicht den formschwachen Alonso. Erneut ging nach dieser schon berüchtigten Müller-Auswechslung kurz vor Schluss ein Spiel verloren.
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