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EM-Qualifikation: Seriensieger Österreich: Das macht die "Koller-Kicker" so stark
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Publiziert 09/10/2015 um 13:25 GMT+2 Uhr
Erstmals hat sich Österreich auf sportlichem Wege für eine EM qualifiziert. In Frankreich wollen Alaba & Co. nicht nur Mitläufer sein. Doch reicht es 2016 für die große Überraschung? Eine Analyse.
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Acht Spiele, sieben Siege, ungeschlagener Tabellenführer der Quali-Gruppe G: Während Deutschland das Ticket für die EURO 2016 noch immer nicht sicher hat und die Niederlande mächtig zittern muss, sind die "Alpenkicker" nicht zu stoppen.
Österreichs Enfant terrible Marko Arnautovic (Stoke City) tönte nach dem entscheidenden Triumph im schwedischen Solna: "Frankreich wir kommen, Oida!"
Doch was macht den einstigen Fußballzwerg zurzeit so unwiderstehlich? Drei Zutaten für den Leckerbissen, den die ÖFB-Elf serviert:
Legionäre
"Bundesliga bringt Ösis zur EM", titelte "Bild" und forderte: "Liebe Nachbarn, ein kleines Dankeschön wäre nett ..." Hintergrund: Beim Triumph in Schweden standen 13 Kicker aus der 1. und 2. Bundesliga im Koller-Kader. Elf der bislang 16 erzielten Quali-Treffer steuerten die Deutschland-Legionäre bei.
Mit Bayerns David Alaba zieht ein echter Weltklasse-Mann die Fäden im Mittelfeld. Ihm zur Seite stehen Zlatko Junuzovic von Bremen und Mainz-Kapitän Julian Baumgartlinger. Auf der Außenbahn wirbelt Stuttgarts Martin Harnik. Unverzichtbare Stützen in ihren Klubs. Vorbei sind die Zeiten als "Ösis" nur Mitläufer in den besten Ligen der Welt waren.
Zudem verfügt Austria in der Spitze wieder über einen Knipser: Marc Janko. Der 1,96-m-Hüne trifft (48 Spiele, 22 Tore) in fast jedem zweiten Länderspiel, wandelt damit auf den Spuren von Hans Krankl (69 Spiele, 34 Tore) und Toni Polster (95 Spiele, 44 Tore). Eine Top-Quote für den Angreifer, der seit Juni für den FC Basel auf Torejagd geht.
Beim Schweizer Meister reifte auch Abwehrchef Aleksandar Dragovic – momentan bei Dynamo Kiew. Noch. Denn am Wiener ist laut Medienberichten Champions-League-Sieger Barcelona dran.
Vertrauen
Teamchef Marcel Koller setzt seit Amtsantritt 2011 beinahe in jeder Partie auf denselben Stamm. Haben Spieler in ihren Klubs mal ein Formtief, zeigen in der Nationalelf aber stets gute Leistungen, lässt der Schweizer sie nicht fallen. Das schafft Vertrauen.
Teamgeist
Koller, längst selbst umworben, beschreibt die Geschlossenheit seiner Truppe: "Die Atmosphäre im Team ist hervorragend. Es tut allen gut, hier zu sein. Nicht nur denen, die gerade Selbstvertrauen haben." Harnik, der mit Stuttgart gerade einen Liga-Fehlstart hinlegte, bestätigt das. Kommt er von den Schwaben zur ÖFB-Auswahl, dann sei das "die Ankunft in eine Wohlfühloase."
Schwächen?
Über die linke Abwehrseite ist Österreich verwundbar. Kapitän Christian Fuchs kam seit seinem Wechsel im Sommer von Schalke zu Leicester kaum zum Einsatz. Die Alternative? Ingolstadts Markus Suttner. Doch der ist ebenfalls noch von seiner Bestform entfernt.
Trotzdem: Die Nummer 11 der FIFA-Weltrangliste ist bei der EM für eine Überraschung gut. Reicht es zu einer ähnlichen Sensation, wie für die Dänen 1992? Die kürten sich damals in Schweden zum Europameister. Obwohl sie sich nicht einmal qualifizierten mussten ...
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