So lief das Spiel:

Die deutsche Nationalmannschaft war von Beginn an dominant und erarbeitete sich zahlreiche Abschlusschancen. Sowohl Leon Goretzka per Kopfball (4. Minute), als auch Timo Werner (12.) und Matthias Ginter (15.) konnten Aleksandr Gutor im Tor der Weißrussen nicht überwinden. Da auch Toni Kroos (20.) und Serge Gnabry (24.) jeweils nur das Außennetz trafen, münzte die Mannschaft von Jogi Löw ihre drückende Überlegenheit nicht in Zählbares um. Zudem ließ die DFB-Elf im letzten Angriffsdrittel allzu häufig die Präzision vermissen, nach einer halben Stunde hatte sich Weißrussland gut auf die immer phlegmatischer werdenden Angriffe der Deutschen eingestellt.
Kurz vor der Halbzeit gab es dann plötzlich die dicke Chance für die Gäste. Igor Stasevich hatte wurde nicht angegriffen und konnte aus 20 Metern halblinker Position abziehen. Manuel Neuer musste sein ganzes Können aufbringen, um den gefährlichen Schuss zu parieren (40.). Kurz darauf durfte Deutschland dann aber doch jubeln. Nach einer starken Einzelaktion von Serge Gnabry, der fünf Meter vor dem Tor querlegte, schob Innenverteidiger Matthias Ginter den Ball aus kurzer Distanz – äußerst sehenswert, aber wohl knapp im Abseits stehend – per Hacke ins Tor und bescherte der Nationalmannschaft die 1:0-Halbzeitführung.
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VOR 7 STUNDEN
Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufgehört hatte: Mit einem deutschen Treffer. Kroos führte einen Eckball flach aus, in der Mitte ließ Ginter den Ball durch für Goretzka, der die Kugel aus 13 Metern ins linke untere Toreck versenkte (49.).
Nur wenig später machte Kroos mit dem dritten Treffer die Vorentscheidung klar. Nach Vorarbeit von Ginter traf der Real-Akteur halbhoch ins rechte Eck. Auch hier hatte die deutsche Nationalmannschaft Glück, Werner hatte sich beim Abschluss im Sichtfeld von Torhüter Gutor im Abseits befunden, der Treffer zählte dennoch (55.).
Mit der deutlichen Führung im Rücken ließ es die Löw-Elf nun etwas ruhiger angehen, sodass sich plötzlich Möglichkeiten für die Gäste ergaben. Nach einer Flanke von Igor Stasevich scheiterte Stanislav Dragun mit einem Kopfball-Aufsetzer aus sechs Metern nur knapp (69.). Eine noch größere Chance bot sich den Weißrussen kurz darauf. Nach einem Foul von Robin Koch im Strafraum an Pavel Nekhaychik gab es Elfmeter für die Gäste. Stasevich trat an, scheiterte aber an Neuer, der den Ball gekonnt aus dem linken Eck kratzte (75.).
In der Schlussphase traf stattdessen die deutsche Nationalmannschaft noch einmal. Ilkay Gündogan bediente im Strafraum Kroos, der den Ball sehenswert mitnahm, zwei Gegenspieler stehen ließ und gegen den Lauf von Torhüter Gutor ins rechte Toreck vollendete (83.).
Das 4:0 markierte den Endstand, somit qualifiziert sich die deutsche Nationalmannschaft noch vor dem letzten Gruppenspiel am Dienstag gegen Nordirland für die Europameisterschaft im nächsten Jahr.

Der Tweet zum Spiel:

Die Stimmen zum Spiel:

Matthias Ginter (Deutschland): "Es war unser großes Ziel, heute schon die Quali klar zu machen. Wir freuen uns einfach, dass wir nächstes Jahr beim großen Turnier dabei sind. Dass es hier in Gladbach mit meinem ersten Tor für die Nationalmannschaft geklappt hat, ist umso schöner."
Toni Kroos (Deutschland): "Gegen so einen Gegner ist es immer so, dass es solange bis es 1:0 steht eigentlich immer schwierig ist. Es ist dann manchmal noch ein bisschen holprig. Das erste Tor ist immer das wichtigste, danach läuft es meistens ein wenig flüssiger. Natürlich merkt man, dass es hier und da immer noch ein wenig an Erfahrung fehlt, aber ich finde, dass wir auf einem ordentlichen Weg sind. Aktuell sehe ich es schon so, dass wir nicht zu den absoluten Favoriten auf den Turniersieg nächstes Jahr zählen."
Joachim Löw (Trainer Deutschland): "Es war unser Ziel, dass wir qualifiziert sind und das haben wir erreicht. Von daher haben wir heute ein gutes Spiel gemacht. Es waren einige gute Kombinationen dabei, wir haben vier Tore erzielt. Wir können natürlich die ein oder andere Situation besser lösen, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden."

Das fiel auf: Matthias Ginters Offensivdrang

Nach der Verletzung von Niklas Süle scheint Matthias Ginter in der Innenverteidigung der Nationalmannschaft unverzichtbar. Gegen Weißrussland hielt den Gladbacher allerdings wenig in der Defensive. Viel mehr war Ginter immer wieder in der Offensive unterwegs, im eigenen Ballbesitz griff der nominelle Innenverteidiger mit an und sorgte im weißrussischen Strafraum für Überzahl. Die logische Konsequenz folgte noch im ersten Durchgang und war der erste Länderspieltreffer für Matthias Ginter, der sich vor heimischer Kulisse mit einem sehenswerten Hackentreffer belohnte.

Die Statistik: 2

Mit seinen zwei Treffern zeigte Toni Kroos gegen Weißrussland endlich mal wieder seine Torgefahr.
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