Englischer Verband FA schließt Trans-Frauen ab 1. Juni aus englischem Fußball aus - schottischer Fußballverband SFA will nachziehen

In England dürfen Trans-Frauen künftig nicht mehr am regulären Spielbetrieb der Fußballerinnen teilnehmen. Das teilte der nationale Verband FA am Donnerstag mit. Die Regel soll am 1. Juni in Kraft treten. Die FA erklärte, sie habe sich nach einem Urteil des Supreme Court in Großbritannien zum Gleichstellungsgesetz gerichtet. Auch der schottische Fußballverband (SFA) will ein ähnliches Verbot.

Der englische Verband FA schließt künftig Trans-Frauen aus dem Fußball aus

Fotocredit: Getty Images

"Wir verstehen, dass dies für Menschen, die einfach ihren Lieblingssport in dem Geschlecht ausüben möchten, mit dem sie sich identifizieren, schwierig sein wird", erklärte die FA.
"Wir kontaktieren die registrierten Trans-Frauen, die derzeit spielen, um ihnen die Änderungen zu erklären und aufzuzeigen, wie sie weiterhin am Fußball teilnehmen können", hieß es in dem Statement weiter.
Betroffen sind von der Regelung nach einem Bericht der BBC weniger als 30 Amateurspielerinnen. Im englischen, schottischen, walisischen und nordirischen Profifußball gibt es aktuell keine registrierten Transgender-Frauen. Natalie Washington, eine Aktivistin von "Football v Transphobia", stellt auch deshalb die Notwendigkeit der Maßnahme in Frage.
"Es scheint ein theoretisches Argument zu sein, das in Fernseh- und Radiostudios im ganzen Land von Leuten vorgebracht wird, die nichts mit Fußball zu tun haben", sagte Washington der britischen Press Association.

"Testosteronwert-Regel" gekippt

Bereits vor dem Urteil durch den Supreme Court im April hatte die FA ihre Richtlinien aktualisiert, damals war Trans-Frauen noch die Möglichkeit eingeräumt worden, im Frauenfußball zu spielen, sofern sie einen bestimmten Testosteronwert einhielten. Nun folgte jedoch der Ausschluss.
Die SFA teilte in einer separaten Erklärung mit, der Vorstand habe entschieden, "dass ab Beginn der Saison 2025/26 nur noch biologische Frauen im wettbewerblichen Mädchen- und Frauenfußball spielen dürfen, der vom Scottish FA verwaltet wird". Als Erklärung führte der Verband an, dass es sich beim Fußball um eine "geschlechtsspezifische Sportart" handele.
(SID)
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Quelle: Perform


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