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EM 2016: Italien gewinnt gegen Schweden - Ibrahimovic bleibt blass
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Publiziert 17/06/2016 um 16:51 GMT+2 Uhr
Die EM 2016 bleibt das Turnier der späten Tore. Dank eines Treffers von Eder in der 88. Minute hat sich Italien nach dem Erfolg zum Auftakt gegen Belgien mit sechs Punkten vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Die Schweden und deren Superstar Zlatan Ibrahimovic lassen jede Gefahr in der Offensive vermissen und stehen mit nur einem Punkt vor dem Aus.
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Die Lehren:
Über weite Strecken plätscherte die Partie vor sich hin und beide Teams schienen sich inoffiziell auf eine Punkteteilung verständigt zu haben. Obwohl Italien mit dem Remis deutlich besser hätte leben können, entschied sich die Squadra Azzura gute zehn Minuten vor Schluss, auf Offensive umzuschalten und wurde für diesen Entschluss mit dem späten Siegtor, sechs Punkten und der vorzeitigen Qualifikation für das Achtelfinale belohnt.
Schweden hat hingegen kaum noch Hoffnung auf das Weiterkommen. Grund dafür ist weniger die Tatsache, dass die Skandinavier erst einen Punkt auf der Habenseite verbuchen konnten, sondern vielmehr die ängstliche Spielweise, die sich im letzten Gruppenspiel gegen Belgien vollkommen verändern muss, um noch ernsthaft eine Chance auf das Achtelfinale zu besitzen.
Um dieses zu realisieren, muss Trainer Eric Hamrén auch eine Lösung finden, wenn Superstar Zlatan Ibrahimovic wie gegen Italien von zwei Gegenspielern konsequent aus dem Spiel genommen wird.
Die Stimmen:
Antonio Conte (Trainer Italien): "Das war schwierig und wirklich hart. Schweden war in der ersten Halbzeit etwas besser als wir. In der zweiten Halbzeit haben wir dann dominiert. Am Ende hatten wir die Chance, die wir genutzt haben. Der Sieg war verdient. Wir denken nun langsam an das Achtelfinale. Wir wollen trotzdem das dritte Spiel gewinnen. Wir sind hungrig. Ich werde die Spieler aufstellen, die sich auf und abseits des Platzes anbieten werden. Es haben uns nur wenige zugetraut, dass wir nach zwei Spielen schon fürs Achtelfinale qualifiziert sind, einige haben sogar komplett dran gezweifelt. Wir haben mit platten Reifen begonnen, aber nun pumpen wir sie jedes Spiel auf."
Erik Hamrén (Trainer Schweden): "Wir haben beim Gegentor den Fokus und die Konzentration verloren. Es gab einen schnellen Einwurf und wir haben einfach nicht aufgepasst. In der Kabine ist die Enttäuschung groß. Die Spieler haben hart gearbeitet und es ist schade, dass sie dafür nicht belohnt wurden. Zlatan hat alles getan, was er konnte. Es war schwer für ihn, weil Italien gut verteidigt hat. Er braucht Unterstützung von den Flügeln, aber er ist einer der besten Mittelstürmer, die ich je gesehen habe. Er ist ein Gewinner und dass er enttäuscht ist, muss jeder akzeptieren und verstehen."
Éder (Italien): "Wenn man hart arbeitet, kommt das Glück zu Dir. Ich war auch schon mit meiner Leistung gegen Belgien zufrieden, ohne Tor. Im Fußball entscheiden Kleinigkeiten, selbst Einwürfe sind wichtig, an diesen Dingen haben wir gearbeitet. Ich widme mein Tor dem ganzen Team. Insigne und Immobile haben nicht gespielt, aber sie kamen, um mich zu umarmen. Das zeigt, wie nahe wir uns sind."
Das fiel auf:
Nichtangriffspakt der Routiniers Im Duell der ältesten Mannschaft des Turnieres (Italien) gegen die drittälteste (Schweden) legten beide Teams ihr Augenmerk in den ersten 80 Minuten ausschließlich darauf, eigene Fehler zu vermeiden und so entwickelte sich ein extrem höhepunktarmes Spiel.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 0
In der gesamten Partie konnte Schweden keinen einzigen Schuss aufs Tor verzeichnen.
Die Höhepunkte:
82. Wie aus dem Nichts hat Italien die große Chance auf den Führungstreffer. Von links kommt der Ball punktgenau ins Zentrum geflankt. Durmaz verschätzt sich und Parolo köpft aus acht Metern freistehend an die Querlatte.
88. TOOOR für Italien! Der Trend der späten Tore bei dieser EM setzt sich fort. Chiellini macht das Spiel per Einwurf schnell. Sturaro verlängert auf Éder, der bis zum Strafraum dribbeln darf und dann herrlich mit rechts flach ins lange Eck einnetzt.
90. Jetzt ist natürlich Platz da. Candreva zieht von rechts in den Strafraum und versucht es aus 13 Metern ins kurze Eck. Isaksson ist da und pariert stark. Olsson sieht für ein vorheriges Foul auch noch gelb.
90.+4 Ibrahimovic legt per Kopf noch einmal in den Strafraum ab. Bonucci zieht Granqvist am Trikot, doch die Pfeife von Kassai bleibt stumm - eine umstrittene Entscheidung.
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