EM 2016: Kroatien bezwingt schwache Türkei dank Luka Modric

Kroatien hat das erste Spiel der Gruppe D 1:0 gegen die Türkei gewonnen. Die Kroaten spielten überlegen und hätten höher siegen können. Luka Modric von Real Madrid war mit seinem Tor (41.) Matchwinner. Modric traf volley aus 20 Metern Distanz. Bei den sonst schwachen Türken zeigte Emre Mor, bald bei Borussia Dortmund, als Einwechselspieler gute Ansätze. Am Montag spielt Spanien gegen Tschechien.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Die Lehren:

In einer hitzigen Partie machte Kroatien unter dem Strich hochverdient einen riesigen Schritt Richtung Achtelfinale. Mit dem Herzstück Luka Modric und Ivan Rakitic deutete Kroatien gegen die Türkei an, warum einige Experten die Elf von Trainer Ante Cacic als Geheimfavoriten auf dem Zettel hat.
Die Türkei hat nach der Niederlage dagegen nun eine Herkulesaufgabe vor der Brust. In einer Gruppe mit Spanien wird es nach dieser Auftaktpleite voraussichtlich früh nur noch darum gehen, als einer der besten Gruppendritten das Achtelfinale zu realisieren. Dafür muss sich die Mannschaft von Fatih Terim speziell spielerisch deutlich steigern. Einziger Lichtblick war der Neu-Dortmunder Emre Mor, der gute 20 Minuten lang seine individuell große Klasse andeuten konnte.

Die Stimmen:

Ante Cacic (Trainer Kroatien): "Wir hatten das Spiel 90 Minuten unter Kontrolle. Wir sind nicht panisch geworden, weil wir das zweite Tor nicht erzielt haben. Modric' Tor war magisch. Wir brauchen ihn in dieser Form. Kroatien ist viel besser, wenn er so spielt. Es war eines seiner besten Spiele für Kroatien. Er war unser Leader."
Fatih Terim (Trainer Türkei): "Wir hatten eine große Chance, hätten das 1:0 machen können - dann wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen. Aber Kroatien war besser. Wir haben gegen ein starkes Team gespielt. Wenn sie die Gruppe überstehen, können sie weit kommen. Wir müssen besser spielen. Wir Türken sind noch nie gut ins Turnier gestartet, aber wir lernen daraus: Wir dürfen den Ball nicht so leicht hergeben und müssen mehr kämpfen."
Ivan Rakitic (Kroatien): “Ich glaube, wer unsere Spiele gegen die Türkei kennt, der weiß, dass es immer hart zur Sache geht. Es war ein tolles Spiel und ich bin sehr zufrieden mit den drei Punkten. Wir haben die schwerste Gruppe erwischt, deshalb sind wir noch nicht weiter, sondern müssen weitermachen.“
Rakitic sagte noch:

Das fiel auf: Torhüterpatzer gehen weiter

Bereits zu Beginn des Turnieres wurden viele Spiele nach bösen Fehlern der Torhüter entschieden und auch Volkan Babacan trug mit etlichen Unsicherheiten zur Niederlage seiner Türken maßgeblich mit bei.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 4

Gleich viermal stand und lag Kroatiens Vedran Corluka blutüberströmt mit einer Platzwunde auf dem Rasen, wurde jedes Mal geklammert, verbunden und kehrte jeweils in der Manier von Dieter Hoeneß auf den Rasen im Prinzenpark zurück.

Die Höhepunkte:

28. Babacan faustet die Kugel genau auf den Fuß von Badelj. Dessen Abschluss aus 22 Metern ist wiederum aber eine sichere Beute des türkischen Schlussmannes.
29. Gönül flankt von rechts punktgenau auf Tosun. Dieser kann sich aus fünf Metern eigentlich die Ecke aussuchen, köpft jedoch genau auf Subasic.
41. TOOOR für Kroatien! Eine zu kurze Abwehr fällt Modric vor die Füße. Der Star von Real Madrid nimmt die Kugel per Direktabnahme aus 20 Metern. Den aufsetzenden Ball verfehlt Volkan auch aufgrund einer sehr späten Reaktion. Der sah nicht unhaltbar aus.
49. Der eingewechselte Sen fügt sich stark ein, nimmt die Kugel aus 16 Metern per Drehschuss, doch trifft dabei mit Tosun seinen eigenen Mann.
52. Srna zirkelt einen Freistoß herrlich über die Mauer, hat aber viel Pech, dass die Kugel an die Oberkante der Latte klatscht.
55. Eine Flanke von Perisic klatscht Volkan erneut unglücklich vor die Füße von Srna, der aus 13 Metern freistehend jedoch verzieht.
61. Brozovic kommt aus dem Nichts zum Abschluss. Mit der Brust nimmt der Stürmer die Kugel herunter und zieht direkt ab. Einen knappen Meter über die Querlatte streift der Ball.
67. Perisic bricht auf links durch und spielt flach quer auf Brozovic, der nur noch mit der Fußspitze heran kommt, den Ball aber nicht mehr zum 2:0 einschieben kann.
73. Mandzukic flankt von rechts unbedrängt ins Zentrum. Perisic steht dort mutterseelenallein und setzt seinen Kopfball aus fünf Metern dennoch nur an die Latte.
83. Perisic taucht frei vor Volkan auf, setzt seinen versuchten Lupfer aber dem türkischen Torhüter auf den Brustkorb.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung