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FC-Bayern-Star Franck Ribéry wird von Frankreichs Nationalcoach eiskalt abgewatscht: Keine EM-Chance
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Publiziert 13/05/2016 um 14:34 GMT+2 Uhr
Rien ne va plus - nichts geht mehr für Franck Ribéry in der französischen Nationalmanschaft. Coach Didier Deschamps nominierte den Star des FC Bayern München nicht einmal für den 23-köpfigen EM-Kader des EURO-Gastgebers. Schlimmer noch: Der Disziplinfanatiker Deschamps verpasste dem 33-Jährigen zudem eine verbale Ohrfeige: "Es gibt keinen Grund, einen Platz im EM-Kader für ihn zu opfern."
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Eigentlich war dieses Nachtreten nicht nötig, aber Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps ist ein Mann der Prinzipien - und sein Frust musste einfach raus.
Die Reizpersonalie Franck Ribéry hat ihm ganz offensichtlich genügend Nerven gekostet. Der Bayern-Star fehlt im 23-köpfigen EM-Kader des EURO-Gastgebers. Als Deschamps im französischen Fernsehen um eine Analyse seiner Personalauswahl gebeten wurde, sprach er Klartext:
"Ich habe keine Sekunde daran gedacht, ihn zurückzuholen", erklärte der Disziplinfanatiker unmissverständlich.
Rums, das saß. Deschamps bleibt seiner Einstellung treu. Die Mannschaft steht über allem, Eskapaden unerwünscht, und Eskapaden hat es in Ribérys Karriere schon genügend gegeben.
Eiskalt aussortiert
Deschamps braucht den Routinier nicht – und das, obwohl der 32-Jährige zuletzt im Champions League-Halbfinale der Bayern zeigte, was er noch kann.
Und das, obwohl Ribéry im März öffentlich mit einer Rückkehr in die "équipe tricolore“ flirtete. "Ich habe gelesen, dass Didier Deschamps die Besten zur EM mitnehmen will. Punkt. Ich spiele nun wieder beim FC Bayern, habe mein Niveau zu 100 Prozent wiedergefunden", sagte der Publikumsliebling der Bayern im "kicker“. Vor einem möglichen Comeback müsse es allerdings ein Gespräch mit Deschamps geben. "Das wäre die erste Voraussetzung."
Aber es gab keinen Annäherungsversuch und schon gar keine Versöhnung. Stattdessen eine schallende Backpfeife von Deschamps.
Eiszeit ohne Happy End
Für Ribéry ist die Nichtnominierung das endgültige Ende bei "Les Bleus“. Er bestritt 81 Länderspiele und erzielte 16 Tore für Frankreich. Sein letztes Spiel für die Auswahl absolvierte der Bayern-Star am 5. März 2014 gegen die Niederlande. Kurz nach der WM 2014 in Brasilien, die er wegen Rückenbeschwerden verpasste, ging der Edeltechniker freiwillig in Frührente.
Ribéry hatte keine Lust mehr, in der Heimat ständig für seinen Ruf kämpfen zu müssen. Er fühlte sich ungerecht behandelt – und das seit Jahren. Seine Landsleute schienen in ihm nach wie vor einen der Drahtzieher der "Schande von Knysna" zu sehen, als die Mannschaft bei der WM 2010 in Südafriika nach einer offenen Meuterei ein fest angesetztes Training boykottierten. Auch die Affäre um eine minderjährige Prostituierte beschädigte Ribérys Ruf.
"Ein Ribéry hatte in Frankreich nicht das Recht, Fehler zu machen. Da wurde nur geschaut, was nicht läuft. Mir wurde nichts verziehen", sagte Ribéry im "kicker“.
Spätestens seit der Entscheidung von Deschamps ist klar: Die Eiszeit geht weiter.
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