Zlatan Ibrahimovic vor EM-Playoffs: Es kann nur einen geben!
Zlatan Ibrahimovic ist die letzte große Kunstfigur im Fußball, neben ihm wirkt Nicklas Bendtner nur wie der kleine Lord. Vor dem Duell zwischen Schweden und Dänemark um die EM-Teilnahme sagt der 34-Jährige: "Ich muss dabei sein!" Sonst könnte seine Nationalmannschaftskarriere bald schon Geschichte sein. Fällt der letzte Vorhang der Zlatan-Show?
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Er sei wie guter Wein, hat er mal gesagt: "Je älter, desto besser." Sprüchetechnisch stimmt das bei Zlatan Ibrahimovic. Da hat die Leistung des Schweden über all die Jahre nie nachgelassen, als Schlagzeilenlieferant ist er nach wie vor Weltklasse.
"Ich habe Schweden auf die Landkarte gebracht und jetzt auch Frankreich", hat er am Donnerstag gesagt, vor den Playoffs um die EM 2016. Weil er in Frankreich spielt, bei Paris Saint-Germain. Weil die Welt auf ihn schaut. Auf Zlatan, die letzte große Kunstfigur im Fußball, die noch echte Ecken und Kanten hat - was ihn zum Beispiel vom abseits des Platzes eher stillen Cristiano Ronaldo unterscheidet.
Lionel Messi a.k.a "dieser Zwerg" (Zitat Zlatan Ibrahimovic) mag besser kicken können, doch Ibra hat mehr Charisma. Ja, im Schatten von Ibrahimovic wirkt selbst Dänen-Idol Nicklas Bendtner nur wie der kleine Lord.
Dass er es nicht nur mit dem Mundwerk, sondern auch mit den Füßen kann, will der 34-Jährige am Samstagabend noch einmal zeigen. Wenn am Samstag in der Stockholmer "Friends Arena" zum Duell Schweden gegen Dänemark (20:45 Uhr im Liveticker / Rückspiel am Dienstag) das Flutlicht angeht, will er bereit sein, es wieder mal allen zeigen. Zlatan Ibrahimovic, der heimliche König von Schweden.
"Ich muss dabei sein!", hat er gesagt und die EM in Frankreich gemeint. Ich! Muss! Weil es sein letztes großes Turnier sein wird; unabhängig davon, ob er 2016 in Rio als einer der drei Ü23-Spieler fürs schwedische Olympiateam auflaufen wird.
In Form ist er durchaus, der nunmehr zehnfache Fußballer des Jahres in Schweden. Acht Tore in acht Länderspielen 2015, neun Tore in acht Liga-Spielen für PSG. "Ich habe bessere Statistiken denn je. Stellen sie sich mal vor, was wäre, wenn ich noch jung wäre!", sagte er am Donnerstag. Aber da ist eben auch: eine chronische Top-Spiel-Allergie, die ihn seit Jahren begleitet - in den großen Spielen war er meist nicht der große Hero. "Zlatan ist auch nur ein Mensch - so wie ein Weißer Hai auch ein Fisch ist", wird ihm als Zitat nachgesagt.
2013 musste er in den WM-Playoffs gegen Portugal (0:1, 2:3) Cristiano Ronaldo die Bühne überlassen, trotz zweier eigener Treffer. Gegen Dänemark, das zuletzt viermal gegen Schweden gewann, hat er dagegen noch nie getroffen. "Das bedeutet gar nichts!", sagte er und versprach:
Dass es ein Spiel für Ästheten wird, ist nicht zu erwarten. "Es ist immer Krieg, wenn wir gegen sie spielen", stimmte Oscar Wendt von Borussia Mönchengladbach seine Teamkollegen ein. "Mit Simon Kjaer haben wir einen Mann, der Zlatan aufhalten kann", sagte dagegen der Däne Erik Sviatchenko: "Er hat auch schon Ronaldo gestoppt. Wieso nicht auch Zlatan?"
Weil der alles daran setzen wird, dass seine Nationalmannschaftskarriere nicht mit einer Niederlage gegen Dänemark zu Ende gehen muss. Ob er im Falle des Falles nach dann 111 Länderspielen aufhört? Ob er weiter macht? Ob er Olympia spielt? "Keine Ahnung! Ich weiß nicht mal, was in einem Monat sein wird", sagt er.
Aber eben auch:
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