Die Zahl der Infektionen in der italienischen Hauptstadt hat sich gegenüber dem Tag des EM-Sieges am 11. Juli fast verfünffacht. Am Dienstag waren in der Hauptstadt 557 Infektionsfälle gemeldet worden, vor zehn Tagen waren es lediglich 122 gewesen.
"Wir beobachten einen 'Gravina-Effekt'. Wir zahlen einen Preis für die EM-Feierlichkeiten, doch im Moment sind die Krankenhäuser nicht zu stark belastet", berichtete der Gesundheitsbeauftragte der Region Latium mit der Hauptstadt Rom, Alessio D'Amato, mit Anspielung auf den Chef des italienischen Fußballverbands FIGC, Gabriele Gravina, der die Genehmigung für die Busfahrt der Azzurri durch Rom erteilt hatte.
Verbandschef Gravina bestritt am Mittwoch den Vorwurf, dass die Feierlichkeiten der Azzurri für die Zunahme der Infektionen in Rom verantwortlich sei. Die Infektionszahlen seien europaweit steigend. Der Fußballverband habe sich stets strikt an die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung gehalten.
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Bei der 45 Minuten langen Fahrt vom Quirinalpalast, wo die Squadra Azzurra von Italiens Staatspräsidenten Sergio Mattarella empfangen worden war, bis zum Regierungssitz, wo ein Treffen mit Premier Mario Draghi stattfand, strömten Zehntausende Römer zum Zentrum. Dabei seien alle Corona-Distanzregeln ignoriert worden. Vonseiten der Polizei hatte es schon kurz nach den Feierlichkeiten harsche Kritik am italienischen Fußball-Verband gegeben.
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(SID)

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