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Dietmar Hamann warnt Joachim Löw vor falscher Loyalität: "Keine Rücksicht auf irgendeinen Spieler nehmen"
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Publiziert 26/06/2021 um 11:12 GMT+2 Uhr
Dietmar Hamann hat Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag in London gegen die Three Lions zu einer erfolgsorientierten Planung gemahnt. Der Coach sei "bekannt für seine Loyalität gegenüber seinen Spielern. Was aber die Aufstellung gegen England betrifft, gibt es keinen Grund, Rücksicht auf irgendeinen Spieler zu nehmen", so Hamann.
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Fotocredit: SID
Es geht darum, die beste Startelf für genau dieses Spiel zu finden", sagte der frühere Vizeweltmeister in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".
Aus Hamanns Sicht hat Löw im bisherigen Turnierverlauf noch nicht das gesamte Potenzial des deutschen Teams zur Entfaltung kommen lassen. "Der Bundestrainer muss jetzt mal so aufstellen, dass er der Mannschaft die Chance gibt, endlich ihre Stärken besser auszuspielen", sagte der 47-Jährige und zielt damit auf die Probleme im Offensivbereich ab: "Wir müssen endlich mal anfangen, eine Mannschaft auf den Platz zu schicken, die nach vorn viel mehr agiert. Passiert das nicht, könnte das Turnier am Dienstag für Deutschland bereits beendet sein."
Eine Ursache für die durchwachsenen Vorrunden-Auftritte des ehemaligen Weltmeisters sieht Hamann in Löws Entscheidung für eine Dreier-Abwehrkette. "Das nimmt uns ein Stück weit die Balance und Kraft, gut nach vorne zu spielen. Wir sind bislang viel zu statisch. Es ist alles zu festgefahren bei uns auf dem Platz. In der Offensive hat niemand die Chance zu glänzen", meinte der ehemalige Premier-League-Star.
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Entsprechend hält Hamann die derzeitige Kritik an Stürmer Leroy Sané unabhängig der Skepsis hinsichtlich Sanés offenkundigen Phlegmas mindestens für etwas überzogen. "So, wie wir bislang spielen, ist es für jeden Offensivspieler schwierig, sich zu behaupten und zu glänzen. In unserem Spiel fehlen Dynamik und das Tempo. Was Sanés Leistung gegen Ungarn angeht, ist die Kritik deshalb nicht ganz fair", erläuterte der 59-malige Nationalspieler seinen Standpunkt.
Englands Heimvorteil im Londoner Wembley-Stadion hält Hamann für keinen Aspekt von größerer Bedeutung:
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(SID)
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Quelle: Perform
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