In den ersten Minuten hinterließ die englische Mannschaft den Eindruck, als wollte sie etwas gut machen. Sie drückte von Beginn nach auf das tschechische Tor, ging bei gegnerischem Ballbesitz sehr früh drauf und erarbeitete sich in der Anfangsphase einige zwingende Torchancen.
Bereits in der zweiten Minute ergab sich für die Briten eine große Möglichkeit auf den Führungstreffer. Luke Shaw spielte von der Mittellinie halbhoch per Vertikalball in die Spitze. Raheem Sterling hob den Ball links im Strafraum direkt über den herausgeeilten Keeper Tomas Vaclik. Der Ball sprang an den rechten Pfosten und aus der Gefahrenzone.
Zehn Minuten später gingen die Three Lions verdient in Front. Kapitän Harry Kane passte nach links zu Jack Grealish, der in den Sechzehner eindrang und hoch in den Fünfer flankte. Bukayo Saka tauchte unter dem Ball hindurch, doch Sterling köpfte am zweiten Pfosten unbedrängt zum 1:0 ein.
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Tschechien war hauptsächlich mit der Defensivarbeit beschäftigt und sorgte nur selten für Torgefahr. England blieb nach dem Treffer zwar das aktivere Team, viele Chancen erspielten sich die Briten bis zum Halbzeitpfiff aber nicht mehr. So blieb es beim 1:0 zur Pause.
Spielerisch war der zweite Durchgang dann kein Leckerbissen und auch das Tempo war nicht sehr hoch. England fokussierte sich auf die Ergebnisverwaltung und investierte ebenso wie Tschechien nicht viel ins Offensivspiel.
Es dauerte bis in die 83. Minute, als erstmals nach dem Seitenwechsel Richtung englisches Tor geschossen wurde. Der Abschluss des eingewechselten Ex-Nürnbergers Tomas Pekhart blieb aber ebenso erfolglos wie Alex Krals Fernschuss in der ersten Minute der Nachspielzeit. Es blieb bei diesen beiden Schüssen in Halbzeit zwei, dementsprechend schlossen die Engländer nach der Pause kein einziges Mal ab.

Die Stimmen zum Spiel:

Gareth Southgate (Trainer England): "Wir haben wirklich gut angefangen. Wir waren stabil mit dem Ball - und es ist ein großes Lob an die Spieler, dass wir auch ohne Ball so stabil waren. Wir mussten von heute auf morgen wegen des Personalwechsels (Ben Chilwell und Mason Mount fielen als COVID-19-Kontaktpersonen aus; Anm. d. Red.) einiges umstellen. Ich war besonders beeindruckt von Bukayo (Saka; Anm. d. Red.)."
Raheem Sterling (England): "Wenn man keine Tore kassiert, gewinnt man Fußballspiele, wenn man auf der anderen Seite ein Tor erzielen kann - und das haben wir wirklich gut gemacht. Das Ziel war von Anfang an die Gruppe zu gewinnen. Wir müssen so weitermachen wie bisher, solide bleiben und versuchen, unsere Chancen am anderen Ende zu nutzen."
Bukayo Saka (England): "Es ist wichtig für uns, im Wembley-Stadion zu sein. Wir haben viel Selbstvertrauen, hier zu spielen, und die Fans sind wie ein zusätzlicher Mann für uns. Das ist ein echter Schub für uns."

Der Tweet zum Spiel:

Nachdem die Gruppen B und C gestern abschlossen wurden, war klar, dass sowohl die tschechische als auch die englische Nationalmannschaft bereits vor ihrem dritten Gruppenspiel sicher für das Achtelfinale qualifiziert sind. Letztendlich zog Tschechien hinter England und Kroatien als Gruppendritter in die K.o.-Phase ein.

Das fiel auf: Sancho musste zunächst erneut zuschauen

Borussia Dortmunds Jadon Sancho blieb zunächst bei keiner Einsatzzeit in dieser Europameisterschaft. Saka und Sterling durften offensiv auf den Außenbahnen ran. Beide gehörten in der Anfangsphase zu den auffälligsten Akteuren, Sterling markierte gar den goldenen Treffer des Abends.
In der Schlussphase der Partie zog der englische Nationalcoach Gareth Southgate seine letzte Wechseloption, indem er in der 84. Minute Sancho für Saka in die Partie brachte. Trotz all der Kritik, die Southgate bisher dafür erhielt, dass er Sancho bis zu diesem Spiel keine Einsatzzeit gewährte, sollte beachtet werden, dass Sancho im Three-Lions-Dress in der Vergangenheit noch nicht so performte, wie er das im BVB-Dress tat.

Die Statistik: 3

Die Three Lions schafften es zum dritten Mal, ihre Gruppe bei einer EM oder WM abzuschließen, ohne dabei ein Gegentor zu fangen. Bei den Weltmeisterschaften in den Jahren 1966 und 1982 glückte ihnen dies ebenfalls.
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